Sergej Lukianenko: Quazi

Russland, 2027: Aufgrund eines nicht näher beschriebenen Ereignisses stehen Tote als Zombies wieder auf. Nachdem sie allerdings eine Weile über alles, was sich bewegt, hergefallen sind, machen sie eine so genannte Erhöhung durch und sind dann wieder vernunftbegabte Wesen, so genannte Quazi. Als Quazi können sie wieder an der Gesellschaft teilnehmen. Denis Simonow ist Polizist und ermittelt besonders in Fällen, die die Zombies, die Aufständischen, betreffen. Als er einen neuen Partner zugeteilt bekommt, ist seine Begeisterung nicht sehr groß. Der neue Mann an seiner Seite ist ausgerechnet ein Quazi namens Michail Bedrenez. Gemeinsam recherchieren sie in einem seltsamen Fall, in dem eine Quazi unter Verdacht steht, ihren Menschenmann umgebracht zu haben, damit dieser ebenfalls als Quazi erhöht werden kann.

In seiner neuen Romanreihe wagt sich Sergej Lukianenko an eine Zombiegeschichte mit vielen Krimielementen. Und das gelingt ihm überraschend gut. Anfangs muss man sich erst in der Welt Russlands im Jahr 2027 hineinfinden. Dort angekommen, entwickelt sich die Geschichte sehr positiv Weiterlesen

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Lydia Conradi: Das Haus der Granatäpfel

Smyrna, 1912: Klara Reinecke durfte sich in ihrem Leben bisher fast alles aussuchen. Auch ihren Ehemann möchte der Vater ihr deshalb kaufen. Als sie sich für Peter Delacloche, den Sohn eines Kaufhausmagnaten, entscheidet, ist Klaras Vater mehr als angetan, auch wenn dies bedeutet, dass seine Tochter von Deutschland ins ferne Smyrna, das heutige Izmir und mittlerweile Teil der Türkei, ziehen wird. Doch die Ehe ist für Klara nicht von Freude gekrönt und sie langweilt sich. In Smyrna verliebt sie sich in den jungen Arzt Sevan, der aber ebenfalls mit seiner großen Liebe verheiratet ist.

Was sich in der Kurzzusammenfassung liest wie die Neuauflage von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ entwickelt sich dann doch sehr positiv. Charlotte Lyne schreibt hier unter dem Pseudonym Lydia Conradi und man merkt schnell, dass sie ihr Handwerk bestens versteht. Weiterlesen

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Matthew Quick: Anstand

David Granger ist 68 Jahre alt und hat in seiner Zeit auf Erden einiges erlebt. Er war im Vietnam-Krieg und ist als Veteran mit traumatischen Erlebnissen im Gepäck zurückgekehrt, er wählt die Republikaner und sein eigener Sohn ist in seinen Augen nichts als ein Versager, weil er eben nicht wie der eigene Vater tickt. Und doch schweißt das Schicksal die ungleichen Männer zusammen, als David nach einer Tumoroperation mehr Betreuung braucht als ihm lieb ist. Er sieht gezwungen, bei seinem Sohn, dessen Frau und der Enkelin Ella einzuziehen.

Um dieses Buch komplett verstehen oder gar genießen zu können, bedarf es vieler kleiner Informationen über das typische amerikanische Leben, die man allein aus dem Fernsehen nicht erlangen kann. Weiterlesen

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Krystal Sutherland: Unsere verlorenen Herzen

Henry ist 17 Jahre alt und beginnt soeben sein letztes Jahr auf der Highschool. Wenn er ehrlich ist, war er noch nie verliebt. Er wartet auf die eine, richtige, wahre Liebe, die ihn von den Socken hauen wird. Dass er sie ausgerechnet in Form der jungenhaften neuen Schülerin Grace treffen würde, kann er selbst nicht glauben. Doch Grace mit ihrer Beinverletzung und ihrem Stock zieht ihn magisch an und er möchte nichts, als Zeit mit ihr verbringen. Grace hat allerdings mehr als ein Geheimnis und weiß diese gut zu verstecken und für sich zu behalten. Henry setzt alles daran, hinter die harte Schule des Mädchens zu blicken.

Selten musste ich bei einem Buch zu herzhaft lachen wie bei diesem. Es sprüht nur so vor urkomischen, fetzigen Szenen, bei denen kein Auge trocken bleibt. Weiterlesen

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Angie Thomas: The Hate U Give

Die 16-jährige Starr trifft seit langem mal wieder ihren ehemals besten Freund Khalil auf einer Party. Sie hatte den gleichaltrigen Jungen aus den Augen verloren, doch die beiden verstehen sich wieder auf Anhieb. Auf einer Autofahrt am selben Abend werden sie von einem Polizisten angehalten, Khalil muss aus dem Wagen aussteigen und wird kurz darauf von dem Polizisten erschossen. Dabei war er unbewaffnet! Geschah alles nur, weil Khalil schwarz war? Starr ist hin- und hergerissen und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. Soll sie schweigen oder reden? Ihre Eltern möchten sie aus der Sache raushalten, erzählen keinem, dass Starr involviert war. Doch Starr spürt, dass dies nicht ihr Weg sein kann.

Angie Thomas‘ Roman ist großartig und extrem authentisch. Wüsste man es nicht besser, würde man glauben, sie hätte genau die gleiche Situation erlebt. Manches hat sie vielleicht sogar erlebt, denn sie ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen und ebenfalls schwarz. Weiterlesen

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Stephan M. Rother: Die Königschroniken 01: Ein Reif von Eisen

Im Kaiserreich der Esche, einem fiktiven Land, stehen Veränderungen an. Nicht nur der nordische Stammesfürst Morwa schwindet dahin, so dass ein Machtkampf unter seinen Nachfolgern entbrennt. Auch in der Hauptstadt des Landes stehen die Zeichen auf Sturm. Der heilige Baum beginnt zu welken und droht, das Land in Dunkelheit zu hüllen. Die Menschen spüren, dass sie ein mächtige Persönlichkeit brauchen, um aus der Not herausgeführt zu werden.

Wer Rother und seine Romane kennt, der weiß, dass der Autor oft sehr verzweigte Geschichten schreibt, bei denen die einzelnen Elemente am Ende wie Puzzelteile ineinanderpassen. Da macht „Ein Reif von Eisen“ keine Ausnahme. Weiterlesen

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Nicole C. Vosseler: Der englische Botaniker

China, 1843: Der schottische Botaniker Robert Fortune lässt seine Familie in der Heimat zurück, um die Pflanzenwelt des fernen Landes zu erforschen. Er will unbekannte Pflanzen katalogisieren, seltene Exemplare mit nach England bringen und vielleicht sogar Namensgeber für bisher unbekannte Exemplare werden. Dass er dafür ein ganzes Jahr von seiner Frau und den kleinen Kindern getrennt ist, muss er in Kauf nehmen. Über Briefe bleiben sie allerdings in Kontakt. Als seine Reise aufgrund der Feindlichkeit der Chinesen gegenüber Fremden ins Stocken gerät, lernt Fortune die Kämpferin Lian kennen, die ihm weiteren Zutritt zu entfernten Gärten der Chinesen verschafft. Doch zwischen den beiden ungleichen Menschen keimen noch ganz andere Dinge … Weiterlesen

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Paul Pen: Das Haus in der Kakteenwüste

Elmer und Rose leben mit ihren vier Töchtern Dahlia, Daisy, Iris und Melissa in der Abgeschiedenheit der mexikanischen Wüste. Nur selten lassen sie sich vereinzelt im weit entfernten Ort blicken. Für die Mädchen ist dies nicht immer einfach. Die 13-jährige Melissa spricht mit Kakteen und Steinen, nur damit sie irgendjemanden zum Reden hat. Ihre 16-jährige Schwester Iris wünscht sich nichts mehr, als einen Jungen in ihrem Alter kennenzulernen und sich endlich, wie in ihren geliebten Romanen geschehen, zu verlieben. Als plötzlich der junge Wanderer Rick vor der Haustür der Familie lebt, steht nicht nur Iris‘ Welt Kopf. Auch Rose und Elmer sind erschüttert, denn Rick scheint ein Jahre lang gehütetes Geheimnis zu kennen. Weiterlesen

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Abby Cooper: Wunderworte

Die 12-jährige Elyse leidet unter einem seltenen Gendefekt. Hört sie Worte über sich, erscheinen diese auf der Haut an ihren Armen und Beinen. Sagt jemand beispielsweise „nettes Mädchen“ zu ihr, kann man den Begriff nur wenige Sekunden später auf ihrem Körper lesen. Natürlich sagen andere 12-Jährige nicht so nette Sachen zu einer Mitschülerin, die so eine verrückte Krankheit hat. Und so muss Elyse sich ständig kratzen, denn die fiesen Begriffen jucken auf ihrer Haut. Als sie eines Tages den Mut verliert, erscheint ein Wort auf ihrer Haut, welches sie nur in ihrem Kopf über sich selbst gedacht hat. Was passiert nun mit ihr? Dabei hatte sie doch so viel darauf gesetzt, die diesjährige Klassenfahrt ihrer Jahrgangsstufe zu planen. Weiterlesen

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Heather Young: Das verlorene Mädchen

Minnesota, 1935: Die Familie Evans verbringt ihren Sommerurlaub wie jedes Jahr in ihrem Sommerhaus am See. Auch ihre drei Töchter, die 13-jährige Lilith, die 11-jährige Lucy und die 6-jährige Emily, sind mit dabei. Die älteren Mädchen genießen ihre Freiheit in den Wäldern. Doch in diesem Jahr merkt Lucy eine Veränderung an ihrer größeren Schwester. Lilith beginnt sich zu schminken und für Jungs zu interessieren. Niemand ahnt jedoch, dass der Sommer kein gutes Ende nehmen wird: Am letzten Tag der Ferien verschwindet ausgerechnet die kleine Emily spurlos.

Mehr als 60 Jahre später lebt nur noch Lucy. In hohem Alter schreibt sie auf, was in jenem Sommer 1935 passiert ist, um es Liliths Enkelin, der einzig verbliebenen Erbin, zu hinterlassen. Weiterlesen

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