Stephan M. Rother: Die Königschroniken 01: Ein Reif von Eisen

Im Kaiserreich der Esche, einem fiktiven Land, stehen Veränderungen an. Nicht nur der nordische Stammesfürst Morwa schwindet dahin, so dass ein Machtkampf unter seinen Nachfolgern entbrennt. Auch in der Hauptstadt des Landes stehen die Zeichen auf Sturm. Der heilige Baum beginnt zu welken und droht, das Land in Dunkelheit zu hüllen. Die Menschen spüren, dass sie ein mächtige Persönlichkeit brauchen, um aus der Not herausgeführt zu werden.

Wer Rother und seine Romane kennt, der weiß, dass der Autor oft sehr verzweigte Geschichten schreibt, bei denen die einzelnen Elemente am Ende wie Puzzelteile ineinanderpassen. Da macht „Ein Reif von Eisen“ keine Ausnahme. Es sei allerdings gesagt, dass man das Puzzle, also das Gesamtbild, in diesem ersten Roman noch nicht zu Gesicht bekommt. Die Geschichte ist keinesfalls in sich abgeschlossen, sondern endet mit einem fulminanten Cliffhanger, der zum Weiterlesen anregt. Band 2 ist unter dem Titel „Ein Reif von Bronze“ für Januar 2018 geplant.

Gefühlt kommt die Geschichte gerade in der ersten Hälfte des Romans nur schwer in die Gänge. Viele Figuren werden ausführlich vorgestellt, oft muss man sich erinnern, wo die jeweilige Figur gerade war und was sie tat. Hat man sich aber mit den wichtigsten Handlungspersonen vertraut gemacht, wird das deutlich besser. Zu den wichtigsten Handelnden zählt Sölva, ein junges Mädchen der Nordlande. Sie ist die Tochter des Stammesfürsten Morwa, dem ebenfalls einige Kapitel des Romans gewidmet sind. Mit Spannung beobachtet sie, wie ihre älteren Brüder um die Macht in Morwas Königreich buhlen, da es diesem zusehends schlechter geht. Dann gibt es noch Leyken, eine junge Frau aus dem Oasenvolk, die sich auf der Suche nach ihrer Schwester in das Kaiserreich der Esche wagt. Hier wird sie zum Spielball zwischen den Mächten. Zu guter Letzt wird mit Pol noch ein junger Mann vorgestellt, dem eine wichtige Prophezeiung zuteilwird. Seine Rolle bleibt im ersten Band noch sehr unklar, ist aber mit Potenzial gezeichnet und wird sicher für kommende Kapitel noch von Bedeutung sein.

Die Geschichte als solche ist angereichert mit vielen mythischen Elementen, einem Hauch High Fantasy. Das alles in einem fiktiven, aber interessant gezeichneten Land mit sagenumwobenen Völkern, Zauberern, Sehern und Heilern. Hier kommen eigentlich viele Fantasy-Fans auf ihren Geschmack. Rother hat dabei einen eingängigen Schreibstil und eine tolle Erzählweise. Das große Ganze dieser neuen Romanreihe wird sicher wieder überraschend sein.

Ein guter Einstieg, der Lust auf mehr macht!

Stephan M. Rother: Die Königschroniken 01: Ein Reif von Eisen.
Rowohlt, Oktober 2017.
384 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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2 Kommentare zu “Stephan M. Rother: Die Königschroniken 01: Ein Reif von Eisen

  1. Hallo Janine,
    Ich habe deine Rezension in unserer verlinkt, die morgen erscheint. Ich hoffe, das ist ok für dich. Ansonsten gib mir bitte Bescheid. 🙂

    Viele Grüße, Sabrina

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