Nora Gantenbrink: Dad

Stern-Reporterin Nora Gantenbrink hat unter dem Titel „Dad“ einen Roman über eine Vater-Tochter-Beziehung geschrieben. Und in einigen Interviews hat sie bereits verraten, dass vieles davon autobiografisch ist.

Wie die Romanfigur war auch Gantenbrinks Vater das, was man früher einen „Hippie“ nannte. Beide sind später an Aids gestorben.

Zentraler Handlungsstrang sind mehrere Reisen, die die Tochter – Marlene heißt sie im Roman – zu den Sehnsuchtsorten des Vaters unternimmt: Marrakesch in Marokko, Goa in Indien und Koh Samui in Thailand. Nicht überall stellt sich für sie die Faszination ein, die der Vater erlebt haben muss.

In anderen Handlungssträngen geht es um Beziehungen und Freundschaften in Marlenes Gegenwart.

Wie schon in Nora Gantenbrinks Erzählband „Verficktes Herz“ (2013) gibt es auch in „Dad“, dem unterhaltsamen Debütroman der Autorin, jede Menge große Gefühle. Es wird geweint, gelitten und geliebt. Das muss man in seiner Fülle dann gelegentlich auch aushalten.

Nora Gantenbrink: Dad.
Rowohlt, Februar 2020.
240 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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