Leia Stone: Celestial City – Akademie der Engel: Jahr 3

Am Ende des zweiten Bandes erfahren wir, dass Luzifer Brielle vor den Augen ihrer Freunde die Kehle durchschneidet und mit ihr durch ein Portal in die Hölle verschwindet. Nun, am Anfang des dritten Bands, liegen alle in tiefer Trauer, denn sie sind von dem Tod ihrer besten Freundin, Verlobten, Tochter oder Schwester überzeugt. Wie sollte es auch anders sein? Immerhin wurde sie vor ihren Augen ermordet.

Doch Brielle ist nicht tot. Stattdessen ist sie in der Hölle gefangen, ohne einen Ausblick auf Rettung, denn alle, die sie liebt, halten sie für tot. Keiner wird kommen, um sie zu retten. Um den Drogen zu entkommen, mit denen sie Tag für Tag ruhig gestellt wird, muss sie Luzifer vorspielen, auf seiner Seite zu stehen, was gar nicht so einfach ist, immerhin war dieser selbst einmal ein Erzengel.

Zwischen Folter, dem Erschaffen neuer Dämonen und Übungskämpfen gegen Luzifers Anhänger, die nicht selten mit dem Tod enden, muss sie eine Möglichkeit finden, dem Teufel höchstpersönlich zu entkommen, denn ihr durchgehender Aufenthalt in der Hölle, die ständige Wut und die Angst haben eine gefährliche Auswirkung auf ihre Magie: Es fällt ihr immer schwerer, die helle Magie anzuwenden, die Magie, die aus dem Himmel kommt.

Mit Hilfe von unerwarteter Seite feilt sie einen Plan aus, um Luzifer zu entkommen. Aber selbst, wenn dieser funktionieren sollte – kann sie sich darauf verlassen, dass in ihrem Zuhause noch alles so ist, wie sie es verlassen hat? Welche Narben hat ihr vermeintlicher Tod bei ihren Liebsten hinterlassen? Kommt sie vielleicht zu spät, um endgültige Entscheidungen aufhalten zu können, die deren Leben in Gefahr bringen?

Ein Wettlauf gegen gefährliche Gefühle, die Zeit und den Teufel selbst beginnt…

Wie die zwei vorausgestellten Bände, lädt auch „Akademie der Engel, Jahr 3“ dazu ein, es in einem Zug durchzulesen. Der Kulissenwechsel aus dem dystopischen Los Angeles in die Hölle frischt die ganze Geschichte ein wenig auf, dass Luzifers Pläne endlich klar und allgegenwärtig sind, bringt Bries wichtige Mission einmal mehr auf den Punkt.

Es ist keine besonders anspruchsvolle Lektüre, einfach ein humorvoller Fantasy-Roman mit hohem Unterhaltungswert. Umso mehr hat mich die hochemotionale Schilderung einer Wiedervereinigungsszene in der Mitte des Buches überrascht, die mit wenigen Worten so feinfühlig und überzeugend dargelegt wird, dass es den Leser zu Tränen rührt.

Wem die ersten zwei Bände gefallen haben, der sollte auf jeden Fall lesen, wie es mit Brie, Lincoln, den Engeln und dem Teufel weitergeht – es lohnt sich!

Leia Stone: Celestial City – Akademie der Engel: Jahr 3.
Aus dem Englischen übersetzt von Michael Krug.
ONE, Juli 2021.
272 Seiten, Gebundene Ausgabe, 17,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Isabella M. Banger.

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