David Lagercrantz: Verschwörung, gelesen von Dietmar Bär

davidDie Geschichte um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist geht weiter. Es ist ja immer schwierig, wenn ein neuer Autor ein entwickeltes Protagonistenteam übernimmt und hier ist es gründlich schiefgegangen. Ich mag Thriller so „naja, für zwischendurch ganz spannend“, was mich an den Millennium-Thrillern so fasziniert hat, war die Person der Lisbeth Salander. Durchgeknallt, unabhängig, intelligent – eine ganz starke Protagonistin, bei der man nie so genau wusste, was ihr als nächstes einfällt. Aber Lagercrantz Lisbeth ist davon meilenweit entfernt. Zwar fand ich es ganz schön, dass man mehr über ihre Geschichte erfährt, aber so platt wollte ich das dann doch nicht erzählt haben.

„Verschwörung“ handelt von einem supergenialen Informatiker mit einem autistischen Sohn, der auch noch vom Stiefvater gequält wird und dann mit ansehen muss, wie sein Vater ermordet wird. Gerettet wird er dann von Lisbeth, die wiederum von Mikael gerettet wird. Das ist so ungefähr die Handlung. Wie gesagt, überzeugt hat mich das nicht.

Dietmar Bär ist dafür aber erste Sahne. Sehr angenehm zuzuhören, aber über die Schwächen der Handlung kann er auch nicht hinwegtrösten.

David Lagercrantz: Verschwörung, gelesen von Dietmar Bär.
Random House Audio, August 2015.
1 mp3-CD, 19,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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