Andreas H. Schmachtl: Tilda Apfelkern. Weihnachtszeit im Winterwald: 24 Adventskalender-Geschichten

In „Weihnachten im Winterwald“ macht sich Tilda Apfelkern auf den Weg in den unheimlichen Düsterwald, um Frostbutten für Tante Emilys berühmtes Frostbuttenmus zu sammeln. Dabei trifft sie nicht nur Wildmaus Sylvie und Siebenschläfer Septimus, sondern auch geheimnisvolle rote Wichtel, die ebenfalls hinter den kostbaren Frostbutten her sind.

Die Kurzgeschichte „Winterwunderland“ handelt vom Igel Rupert. Eigentlich müsste er Winterschlaf halten, aber weil er es seiner Freundin Tilda versprochen hat, bleibt er wach. Und unternimmt einen Streifzug durch die winterliche Landschaft.

„Mandelhörnchen“: Edna Eichhorn und ihre Söhne Billy und Benny basteln darin Mandelmännchen. Was für ein Vergnügen!

In „Apfel, Zimt und Hagebutte“ hat Tilda Hunger auf frisch gemachte Marmelade. Aber welche frischen Früchte soll man im Winter nehmen? Frische Hagebutten, die sollen es sein. Freund Rupert hilft bei der Suche nach den leckersten Früchten. Weiterlesen

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James Gould-Bourn: Pandatage, gelesen von Hendrik Duryn

Danny Maloony ist erst 28 Jahre alt, als seine Frau stirbt und er plötzlich mit dem gemeinsamen Sohn Will allein dasteht. Nicht nur das Leben stellt Danny fortan vor größere Herausforderungen, auch Will bringt ihn an seine Grenzen. Denn der Junge hat seit dem Tod der Mutter kein einziges Wort mehr gesprochen und Danny ist ratlos. Um letztlich wenigstens die ins Haus flatternden Rechnungen zu bezahlen, besorgt er sich ein Pandabären Kostüm und möchte als Tanzbär im Park auftreten. Doch Danny kann gar nicht tanzen. Auf dem Nachhauseweg trifft er schließlich (verkleidet) auf Will, der von einigen Schulkameraden schikaniert wird. Danny geht dazwischen und verscheucht die Jungs und da kommt tatsächlich ein Wort über Wills Lippen. „Danke.“ Nur ein kurzes Wort, das für Danny die Welt bedeutet. Doch darf er sich keinesfalls als Wills Vater offenbaren, denn Will glaubt, dass Danny weiterhin jeden Tag auf der Baustelle arbeiten geht.

James Gould-Bourn legt mit „Pandatage“ einen amüsanten, liebenswerten Roman vor. Viele Szenen sind urkomisch geschrieben, besonders Dannys Baustellenkollege Ivan sorgt für so manchen Lacher. Manchmal, aber wirklich nur manchmal wirkt der Humor etwas zu skurril und gewollt. Davon mal abgesehen, ist der Roman für einige Lacher gut, hat aber auch auf tiefgehende, gefühlvolle Kapitel. Für einen Debütroman ist „Pandatage“ allemal gelungen.

Die Hörfassung liest Hendrik Duryn, der Schauspieler, den die meisten wohl aus der Serie „Der Lehrer“ kennen. Weiterlesen

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Axel Simon: Eisenblut, gelesen von David Nathan

Berlin-Kreuzberg, 1888: Gabriel Landow hält sich mit kleineren Ermittlungen mehr schlecht als recht über Wasser. Doch dann macht er den ganz großen Fang, als er Ermittlungen zu einem geheimen Marineprojekt aufnehmen soll. Warum man dabei an ihn gedacht hat, ist Lando schleierhaft. Aber umso besser, füllen sich vielleicht so endlich mal die Kassen. Dass die Ermittlungen allerdings gefährlicher sind als gedacht, hätte Lando zunächst nicht vermutet …

Mehr als einmal dachte ich beim Hören, dass die Geschichte den erfolgreichen Romanen von Niklas Natt och Dag („1793“ und „1794“) nachempfunden sein sollte. Immer wieder werden eklig anmutende Sachverhalte beschrieben und eine derbe Sprache in Szene gesetzt. Leider wirkt das bei Axel Simon nicht so gut wie bei dem erfolgreichen schwedischen Autor. Es ist eher ein gewollt wirkendes Bild, das sich zeigt. Sieht man über diese Stellen hinaus, hat der Roman aber durchaus Potenzial. Weiterlesen

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Ingo Siegner: Alles klar! Der kleine Drache Kokosnuss erforscht die Piraten

Der kleine Drache Kokosnuss, Oskar der Fressdrache und das Stachelschwein Matilda erforschen in diesem Sach-Hörbuch das aufregende Leben der Piraten. In welchem Jahrhundert fuhren Piratenschiffe über die Weltmeere? Warum wurde man überhaupt Seeräuber? Was wollten die Piraten auf ihren Kaperfahrten erbeuten? Wie verteilte man die Schätze?

Dieses Wissen kommt natürlich nicht staubtrocken daher, sondern ist mit einer kindgerechten Geschichte um die drei Freunde verknüpft, die vielen Kindern ja bereits ans Herz gewachsen sind. Gespickt wird das ganze mit ein paar eingängigen Piratenliedern, von denen es – wenn es nach meinem Sohn gegangen wäre – ruhig noch mehr auf der CD hätte geben können. Weiterlesen

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Anca Sturm: Der Weltenexpress 02: Zwischen Licht und Schatten, gelesen von Rainer Strecker

Seit einigen Tagen ist Flinn Nachtigall eine richtige Schülerin im Weltenexpress, der Schule, die auf mehrere Waggons aufgeteilt ist und durch die Welt fährt. Auf ihrer Fahrt nimmt sie immer wieder Schüler und Schülerinnen auf, die besonders begabt sind und im Großen oder im Kleinen besondere Dingen tun werden. Als offiziell wird, dass Flinn ihr Ticket von keinem geringerem als dem Tiger höchstpersönlich erhalten hat, ist die Schüler- und Lehrerschaft in hellem Aufruhr. Denn Tigerkinder sind selten, sie sollen später einmal den kompletten Lauf der Welt revolutionieren mit ihren Entdeckungen. Flinn kann das gar nicht recht glauben, denn sie ist doch nur ein ganz normales Mädchen.

Schon an dieser kurzen Zusammenfassung merkt man, dass man „Zwischen Licht und Schatten“ nicht vor dem ersten Band „Der Weltenexpress“ aus dem Jahr 2018 lesen oder hören sollte. Der Inhalt des ersten Bandes wird zwar knapp wiederholt, aber es fehlen dann immer wieder Zwischeninformationen und wichtige Details. Anca Sturms Idee wohnt ein ganz besonderer Zauber inne: Der Weltenexpress ist überaus magisch, auch wenn kein Mensch auf der Welt mehr Magier ist. Allein die Tinker lernen, die Magie aus der Atmosphäre zu fischen und sie für sich nutzbar zu machen. Die Schüler und Schülerinnen des Welten-Expresses werden Pfauen genannt und sollen auf die eine oder andere Art später einmal die Welt verändern. Weiterlesen

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Kester Grant: Der Hof der Wunder, gelesen von Marie Bierstedt

Paris, 1829: Nina hilft mit ihrer Schwester Azelma in der Taverne ihres Vaters. Sie hat sich an das beschwerliche Leben mit viel Arbeit und wenig Geld gewöhnt. Doch dann verkauft der Vater ihre Schwester an den Tiger, einen einflussreichen Gildenmann, der mit Menschen handelt und sie in Bordells steckt. Für Nina bricht eine Welt zusammen und unter Tränen kommt sie Azelmas Abschiedswunsch nach: Auch sie verlässt den Vater, taucht in der Stadt unter und wird bei der Gilde der Diebe vorstellig. Doch Nina schwört Rache und sinnt darauf, dem mächtigen Tiger zu schaden. Sie will alle Hebel setzen, um ihre Schwester zu retten. Wenn sie sich dafür mit dem mächtigsten Mann der Stadt anlegen muss, dann wird sie dies tun …

Kester Grant beschreibt in ihrem Debütroman ein alternatives Paris, in dem sich mächtige Menschen in Gilden formiert haben. So halten sie die Armen unter sich, rauben, brandschatzen und betreiben Menschenhandel. Nina macht sich durch ihre Schnelligkeit und ihr Talent schnell einen Namen als Katze in der Gilde der Diebe. Das Gildenleben folgt sehr vielen Regeln, die man zu Beginn der Geschichte gemeinsam mit Nina ergründet. Ein wenig schwirrt einem davon schon der Kopf, aber es hält sich noch in Grenzen. Deutlich mehr Probleme hatte ich dann mit dem Lauf der Handlung. Obwohl es sich bei dem im RandomHouse Audio-Verlag um eine gekürzte Ausgabe handelt, hatte die Handlung in meinen Augen immer mal wieder Längen. Weiterlesen

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Jan Weiler: Kühn hat Hunger, gelesen vom Autor

Kühn hat Hunger. Dieser Titel ist wörtlich zu nehmen, denn Kommissar Martin Kühn macht eine Diät. Und nicht nur irgendeine Diät, sondern die derzeit bei Männern voll im Trend liegende des belgischen Autors Ferdie Caparacq: „Weck die Bestie, du Sau“. Doch die Diät, die ihn bis an seine Belastungsgrenze bringt, ist nicht sein einziges Problem. Sein ehemals bester Freund und Kollege Thomas Steierer will ihm die Aussicht auf eine Beförderung erschweren. Und dann ist da ja schließlich auch noch ein Mord zu klären: Die junge Tänzerin „Nicky“ wird in einer Baugrube in der Nähe eines Campingplatzes aufgefunden.

Das große Thema des dritten Falls von Martin Kühn ist die (unerwiderte) Liebe und (überkommene) Männlichkeitsideale. Aber anders als in den Fällen zuvor, nimmt die polizeiliche Ermittlung einen größeren Raum ein. Was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet zu sein scheint, dass einer der Täter selbst Polizist ist. Weiterlesen

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Jörg Maurer: Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt, gelesen vom Autor

Kommissar Jennerwein will mit seinem Team in seiner verschneiten Berghütte hoch über dem idyllischen Kurort Weihnachten feiern. Es soll dabei einmal ausnahmsweise nicht um Dienstliches und Ermittlungen gehen, sondern um ein gemütliches Beisammensein. Leider kommt es dann aber anders als geplant…

Die Geschichte fängt ganz harmlos an. Nach und nach treffen die Teammitglieder auf der Hütte ein.  Der Zuhörer, der vielleicht zum ersten mal einen Jennerwein-Krimi hört, hat so Gelegenheit, die einzelnen Charaktere häppchenweise kennen zu lernen. Lange fragt man sich, welche Art Verbrechen wohl geschehen wird – das Szenario wäre perfekt für ein klassisches Locked-Room Mystery.  Um die Spannung zu erhöhen, vermischt der Autor zwei Erzählstränge (einmal die Jetztzeit, einmal eine Geschichte aus Jennerweins Schulzeit). Auch wird hierdurch eine Art Countdown bis Weihnachten erschaffen. Eine Art interner Weihnachtskalender. Wie ich finde, ein sehr schöner erzählerischer Kniff. Weiterlesen

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Alex North: Der Kinderflüsterer, gelesen von Stefan Kaminski

Es ist 20 Jahre her, dass in Featherbank fünf Kinder verschwanden, der Täter ist gefasst und längst hinter Gittern, nur das letzte Opfer wurde nie gefunden. Ausgerechnet diesen Ort sucht Tom, oder vielmehr sein Sohn Jake, für einen Neuanfang aus. Toms Frau Rebecca ist plötzlich und unerwartet verstorben und der kleine Jake hat seine Mutter gefunden. Das neue Haus zieht den Jungen magisch an, dort möchte er wohnen. Kurz nach ihrem Einzug verschwindet wieder ein Kind und im Ort werden Gerüchte laut, der Kinderflüsterer hätte vor 20 Jahren einen Komplizen gehabt, der jetzt sein Werk fortsetze. Und Jake benimmt sich merkwürdig, hört ein Wispern – wie die Kinder vor 20 Jahren, sieht Kinder, die nur er sieht. Ist ausgerechnet er in Gefahr?

Der Anfang des Hörbuchs war ein echter Knaller. Die Atmosphäre ins Toms Haus ist derart gruselig und gut gesprochen, dass ich das Licht wieder angeschaltet und unter das Bett gesehen habe. Leider hält sich die Stimmung nicht über das ganze Hörbuch. Dazu wird die Geschichte zum komplex, was ihr viel von der Spannung nimmt und sie in Nebenschauplätze zerfranst. Da ist zum einen Jake und das kleine zerrissene Mädchen, mit dem er immer wieder spricht, Weiterlesen

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Carmen Buttjer: Levi, gelesen von Jasna Fritzi Bauer

Levis Mutter ist tot und unversehens findet sich der 11-Jährige auf ihrer Beisetzung wieder. Dabei hat ihm niemand jemals erklärt, dass Mütter sterben. Oder so junge Menschen. Levis Welt steht Kopf und er weiß nicht, wie er mit seinem Vater allein klarkommen soll. Kurzerhand haut er von der Besetzung mit der Urne seiner Mutter ab. Er versteckt sich mit ihr in der Nähe seines Wohnhauses und beobachtet die Lage. Das gibt ihm außerdem viel Zeit zum Nachdenken über das Geschehene der letzten Wochen.

Gelesen wird das Hörbuch zu Carmen Buttjers Roman „Levi“ von Jasna Fritzi Bauer. Obwohl die Figuren, aus deren Perspektive der Roman erzählt wird – allen voran Levi selbst –, allesamt männlich sind, ist die junge Frau doch eine gute Wahl als Sprecherin dieses Hörbuchs. Sie gibt Levi eine ganz besondere, nachdenkliche und verwirrte Stimme, die ins Ohr geht. Trotz der Perspektive eines 11-jährigen Jungen handelt es sich bei „Levi“ um keinen Kinder- und Jugendroman, sondern um Lektüre für Erwachsene. Der junge Protagonist regt zum Denken an und hinterfragt die Welt der Erwachsenen. In nur knapp 6 Stunden Lesung ist tatsächlich der ganze, ungekürzte Roman verpackt. Weiterlesen

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