Jutta Profijt: Unter Fremden, gelesen von Eva Meckbach

Was für ein Hörbuch! Lange habe ich nichts mehr so eindringliches gehört, die Geschichte von Madiha bleibt noch lange im Ohr und wirkt nach. Das liegt zum Einen an der tollen Lesung von Eva Meckbach, die einfach Mahida IST. Das liegt zum anderen aber auch an der unaufdringlichen Beschreibung von Jutta Profjit, die sich wirklich in Maida eingedacht hat. Keine Beschreibung von furchbaren Gräuln, die Mahida aus ihrer Heimat vertrieben haben, sondern eine spannende Geschichte, die eben jemandem passiert, der aus seiner Heimat fliehen musste. Dabei gibt sie sehr sanft Einblick in das Leben, wie es für Mahida in Deutschland aussieht. Weiterlesen

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Paula Hawkins: Into the Water, gelesen von Britta Steffenhagen u.a.

Beckford hat eine seltene Attraktion: Den Drowning Pool. Angefangen bei Hexenproben sind hier immer wieder Frauen ertrunken – mehr oder weniger freiwillig. Julia hatte die Stadt schon längst hinter sich gelassen, wollte alles vergessen, als sie erst einen Anruf auf der Mailbox erhält („Ruf mich zurück. Es ist dringend.“) und dann die Nachricht, dass ihre Schwester Nel ebenfalls zu den Opfern des Drowning Pool gehört. Aber Nel kann doch nicht gesprungen sein? Sie lässt doch eine Tochter zurück und außerdem hat sie ihr halbes Leben den Ertrunkenen Frauen gewidmet. Wollte ein Buch darüber schreiben und hat sich dabei nicht eben beliebt gemacht.

Das Hörbuch wird von drei Vollprofis gelesen, deswegen ist es durchaus angenehm, zuzuhören. Die Geschichte an sich ist auch nicht wirklich schlecht, nur für meinen Geschmack deutlich zu lang. Weiterlesen

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Ernest Cline: Ready Player One, gelesen von David Nathan

2044, die Menschheit tummelt sich hauptsächlich in der OASIS, einer virtuellen Ersatzwelt. Muss sie auch, denn auf der Erde selbst sieht es eher düster aus. Der Erfinder der OASIS ist längst tot, aber er hat als Erbe ein Easer-Egg hinterlassen. Den Hinweis, dass es im Spiel, das aus einem ganzen Universum besteht, drei Tore und drei Aufgaben zu finden gibt. Dem Gewinner winkt ewiger Reichtum.

„Jäger“ ist eine Lebensaufgabe geworden, aber bis 2044 hat niemand auch nur einen Hinweis gefunden. Dann findet Parzival das erste Tor. Im folgenden führt uns Ernest Cline rasant durch das ganze Universum. Der Autor ist ganz eindeutig ein Kind der 80er Jahre, sogar ich kenne die Spiele, Filme und Bücher, auf die er anspielt in den meisten Fällen. Das macht einen großen Teil des Reizes des Hörbuches aus. Weiterlesen

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Thomas Thiemeyer: Evolution 02: Der Turm der Gefangenen, gelesen von Mark Bremer

Nachdem ihr Flugzeug zwar auf dem richtigen Flughafen, aber in der falschen Zeit gelandet ist, haben Lucie, Jem und eine Gruppe weiterer Austauschschüler sich auf den Weg gemacht, um zu erkunden, was geschehen ist. Dabei haben sie in der völlig veränderten Welt manchen Fehler gemacht.

Endlich erreichen sie eine Festung der letzten Menschen, aber es wird eine Enttäuschung. Nicht nur die gesellschaftlichen Strukturen sind mittelalterlich, auch Technik ist kaum bekannt und gilt in den meisten Fällen als Teufelswerk oder schwarze Magie. Weiterlesen

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Leonie Swann: Gray, gelesen von Bjarne Mädel u.a.

Ein Professor in Cambridge, ein wenig eigen. Ein Student,der vom Dach fällt. Und ein Graupapagei, den der Student hinterlässt und um den der Professor sich kümmern muss. Der Graupapagei Gray ist der einzige Mordzeuge. Aber er kann zwar sprechen, aber er drückt sich nicht immer verständlich aus. Schritt für Schritt muss er Professor Augustus Huff auf den richtigen Weg bringen.

Mit Augustus und Gray haben sich zwei gesucht und gefunden. Jeder hat seine eigenen Verstörungen und Gewohnheiten, von denen er nicht lassen kann und die sich zum Teil direkt wiedersprechen. Daraus zieht das Hörbuch seine ganz eigene Spannung und Komik. Weiterlesen

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Titus Müller: Der Tag X, gelesen von Svenja Pages

Nelly Findeisen und ihre Eltern haben den Krieg gerade überstanden, da bricht das nächste Drama über sie hinein. 1946 dringen Russen in ihre Wohnung ein und wollen sie alle nach Rußland verschleppen. Als klar wird, dass es nur um den Vater, den Wissenschaftler geht, trifft ihre Muter die Entscheidung, mit dem kleinen Kind in Berlin zu bleiben und den Vater alleine gehen zu lassen. Nelly wird ihr diese Entscheidung niemals verzeihen. Durch den russischen Offizier Ilja hält sie brieflichen Kontakt zu ihrem Vater in seltenen, viel gelesenen Briefen. Die kirchliche Jugendorganisation gibt ihr den Halt, den ihr die Familie nicht mehr bieten kann und später lernt sie Wolf kennen. Wolf, den unschuldigen Uhrmacher, der nichts will außer mit Uhren zu arbeiten und durch Nelly doch tief in die Revolution gerät. Weiterlesen

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Shari Lapena: The Couple Next Door, gelesen von Friederike Kempter

Anne und Marco gehen das erste Mal aus, seit die kleine Cora auf der Welt ist. Nur ein netter Abend bei den Nachbarn, Cora bleibt allein im Haus zurück, aber das Babyfon reicht ja soweit und die beiden gehen alle halbe Stunde nachsehen. Trotzdem ist Cora verschwunden, als die Nachts endlich nach Hause gehen. Wie konnte das passieren? Die sofort eingeleitete Suche bleibt erfolglos und nach und nach taucht der Zuhörer ein in das doch nicht so perfekte Leben der beiden Paare. Anne kommt aus reichem Haus, Marco eher nicht. Mit Hilfe von Annes Vater hat er sich selbstständig gemacht, aber der Laden läuft nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Kann er etwas mit der Entführung seiner geliebten Tochter zu tun gehabt haben? Oder war doch eher Cora beteiligt, die früher schon Gedächtnisaussetzer hatte und sich immer weniger an den wahren Verlauf der Nacht erinnern kann, je länger sie darüber nachdenkt. Weiterlesen

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Veronica Roth: Der Rat der Neun, gelesen von Laura Maire u.a.

Veronica Roth hat diesmal ein ganzes Universum geschaffen und ihre Protagonisten auf verschiedene Planeten verteilt. Obwohl mich die einzelnen Planetenbewohner schon ein bisschen an die Star Trek Aufteilung erinnern (Shotets und Klingonen haben eine Menge gemeinsam) und es eine Menge Arbeit ist, sich die einzelnen Planeten geistig auseinander zu sortieren, hat das auch einen ganz eigenen Reiz. Der Kernpunkt der Geschichte ist das Schicksal und die Gabe. Ausgewählte Familien – die nicht zufällig meist in den Herrscherhäusern ihrer Planeten sitzen, haben eine Gabe und ein vorbestimmtes Schicksal. Die Gabe ist ein Geschenk, aber oft genug auch ein Fluch. Weiterlesen

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Karen Rose: Dornenmädchen, gelesen von Sabina Godec

Faith möchte ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Es passt gut, dass die das Haus ihrer Großmutter – und damit einen unbekannten Rückzugsort – geerbt hat. Denn seit mehr als einem Jahr versucht sie schon, einem Stalker zu entkommen. Da sieht sie sogar darüber hinweg, dass sie mit dem Haus selbst keine ungetrübten Erinnerungen verbindet. Vor mehr als 20 Jahren hat hier ihre Mutter Selbstmord begangen, seitdem ist Faith von Albträumen geplagt.

Auch der erste Besichtigungsversuch des Hauses endet im Fiasko: Ihr taumelt eine nackte junge Frau mit einer Menge Blessuren direkt vors Auto. Dadurch lernt sie dann den FBI-Agenten Deacon Novak kennen, Weiterlesen

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Rob McCarthy: Todeszeitpunkt, gelesen von Steffen Groth

Harry Kent ist Intensivmediziner mit Fronterfahrung. Viele seiner Nächte verbringt er im Dienste der Polizei. In einer solchen Nacht wird er in ein Take-away gerufen, in dem ein Jugendlicher Geiseln genommen hat. Der Jugendliche ist krank, und durcheinander führ Harry in eine Szene, die er lieber nicht kennengelernt hätte. Er merkt plötzlich, dass in seinem Umfeld, um engsten Kollegen- und Freundeskreis Dinge passieren, die niemand für möglich halten würde. Weiterlesen

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