Anne Freytag: Mein bester letzter Sommer

Tesommerssa ist 17 Jahre alt und weiß, dass sie bald sterben wird. Jahre lang haben ihre Eltern ihr verheimlicht, wie schlimm es wirklich um ihren Herzfehler steht und jetzt ist es zu spät. Denn Tessa war immer Musterschülerin, brav und angepasst. Dabei hat sie im Leben so viel verpasst und jetzt ist keine Zeit mehr, um all das, was sie noch tun möchte, nachzuholen. Als sie Oskar, den Sohn von Freunden ihrer Eltern trifft, wendet sich das Blatt. Oskar entwickelt Gefühle für Tessa und vielleicht kann sie doch noch den perfekten Kuss, den ersten Sex und ein wildes Abenteuer erleben? Doch Tessa möchte nicht, dass Oskar verletzt wird und stößt ihn, sobald er näherkommt, von sich.

„Mein bester letzter Sommer“ ist ein Buch für alle jene Fans von Autoren wie John Green. Anne Freytag entwirft eine zarte Teenager-Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer tödlich endenden Krankheit. Dabei vergisst sie keine wichtige Zutat und es gelingt ihr hervorragend, trotz des Ernstes, eine sommerlich-leichte Stimmung aufkommen zu lassen. Tessa möchte noch einige unbeschwerte Sommertage erleben und endlich aus dem Schatten ihrer nur knapp jüngeren, allerdings gesunden Schwester hervortreten. Denn die konnte in ihrem Leben immer alle Wünsche und Träume verwirklichen – das glaubt zumindest Tessa. Die Schwesternbeziehung wird ein wichtiges Thema des Romans, auch wenn Tessas Schwester letztlich nicht mit zum Roadtrip nach Italien kommt.

Einfühlsam werden im Roman unterschiedlichste Gefühle von Liebe bis Trauer thematisiert und toll umgesetzt. Die Lesezeit vergeht wie im Flug, auch wenn Anne Freytag das Thema natürlich nicht neu erfinden kann. Vieles bleibt vorhersehbar, das schwächt den sehr guten Gesamteindruck des Jugendromans für Mädchen ab 15 Jahren allerdings nicht ab! „Mein bester letzter Sommer“ hat ganz klar eine Leseempfehlung verdient! Ein toller Sommerroman mit ernstem Hintergrund, der im Gedächtnis bleibt.

Anne Freytag: Mein bester letzter Sommer.
Heyne, März 2016.
368 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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