Eddie Joyce: Bobby

bobDas Grundthema im Debütromans des US-amerikanischen Autors Eddie Joyce – Trauer – klingt nach einem trübseligen, tieftraurigen Buch.

Doch das ist „Bobby“, so heißt das Werk, gar nicht. Der Roman zeigt vielmehr, wie jeder Familienangehörige mit dem Verlust der Titelfigur fertig wird, der als Feuerwehrmann bei den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York umkam. Und wie das Leben mit all seinen Ärgernissen, kleinen Freuden, Flirts, Partnerschaftsproblemen und dem ganzen Alltagswahnsinn, dem wir alle permanent ausgesetzt sind, trotz allem einfach weitergeht. Weiterlesen

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Annette Hug: Wilhelm Tell in Manila

tellHugs Roman erzählt die Lebensgeschichte von José Rizal und gleichzeitig das klassische Drama „Wilhelm Tell“. Dabei liegt der Fokus auf Rizals Zeit in Deutschland, in der er Schillers „Wilhelm Tell“ liest und übersetzt.

Der Augenarzt und Freiheitskämpfer José Rizal kommt 1886 nach Deutschland, als die Philippinen noch eine Kolonie des spanischen Weltreichs sind.

In Heidelberg praktiziert er als Augenarzt,  lernt  die deutsche Sprache und arbeitet an einem Roman.

Als er Friedrich Schillers Wilhelm Tell liest, beschließt er, den Text in seine Muttersprache Tagalog zu übersetzen. Weiterlesen

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Dana Alison Levy: Die verflixten Fletcher Boys

boyIn einer Familie mit vier Jungs im Alter von sechs bis 12, zwei Vätern, einem Hund und einer Katze wird es nie langweilig: Ob Sam (12) Halloween retten muss, indem er seinem Talent entsprechend eine Gruselgeschichte zum Besten gibt; Jax (10) eine Schularbeit erledigen muss, bei der ihm unter anderem ein Stinktier in die Quere kommt oder Eli (10) – das Superhirn der Familie – plötzlich nicht mehr in die Schule gehen will. Und hat der kleine Jeremiah (6), genannt Frog, wirklich eine Freundin namens Ladybug Li mit drei Schwestern und zwei Müttern oder ist sie genauso eine Erfindung wie Flare, sein erfundener bester Freund, der angeblich ein Gepard war. Zuviel versprochen? Weiterlesen

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Jonas Karlsson: Das Zimmer

zimmerMit „Das Zimmer“ gelang dem schwedischen Autor Jonas Karlsson, der in seinem Land auch zu den angesehensten Schauspielern zählt, der internationale Durchbruch.

Schauplatz dieser genialen Studie ist ein Großraumbüro mit ungeliebten Kollegen, unbeliebten Tätigkeiten und der kolossalen Selbstüberschätzung eines Protagonisten, dem autistische Züge anhaften.

Björn ist ein Kollege, dem man am liebsten aus dem Weg geht. Er ist ein Pedant und Eigenbrötler der sich schwer damit tut, Kontakte zu knüpfen und an gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei ist Björn von sich und seinen Fähigkeiten voll überzeugt. Obwohl er Hilfsdienste verrichtet, glaubt er, eines Tages Karriere zu machen und selbst Chef zu werden. Weiterlesen

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Angelika Jodl: Die Grammatik der Rennpferde

Salome Sturm, genannt Salli, kennt nur eine große Liebe: die Liebe zur deutschen Sprache! 52 Jahre alt und Single, geht sie ganz in ihrer Lehrtätigkeit an einem Sprachinstitut auf. Ihr größter Wunsch lautetrenn, eine eigene Studie zu veröffentlichen.  Als Sallis Arbeitgeber Stellen abbauen muss, meldet sie sich angesichts drohender Arbeitslosigkeit und durch eine Wette mit Freundin Barbara auf die Zeitungsannonce eines gewissen Sergey: „Brauch ich Lehrer für Deutsch. Bitte anrufen mir.“ Salli möchte beweisen und dokumentieren,  dass sie selbst derart aussichtslosen Kandidaten die hiesige Grammatik samt Dativ, Passiv und Syntax beibringen kann. Nicht zuletzt möchte sie damit ihren attraktiv-intellektuellen Kollegen Anselm beeindrucken. Weiterlesen

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Kit de Waal: Mein Name ist Leon

leonKit de Waal, britische Juristin mit irischer Mutter und karibischem Vater, legt mit „Mein Name ist Leon“ ihren ersten Roman vor. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie zuvor mehrfach ausgezeichnet.

Das Debüt – erschienen bei Rowohlt POLARIS – verdient Aufmerksamkeit.
Leon, ein neunjähriger, dunkelhäutiger Junge, aus dessen Sicht Kit de Waal die Geschichte konsequent in Präsens schreibt, hat es richtig schwer: der Vater weg, die Mutter depressiv und der (Halb-) Bruder noch ein Baby. Leon kümmert sich so gut er kann um seine labile, kranke Mutter Carol und den gerade geborenen Jake, den er zunächst nur „das Baby“ nennt. Weiterlesen

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Lo Malinke: Alle müssen mit

alleAls ihr Opa gestorben ist, fährt Jule aus dem fernen Münster zurück nach Berlin, um sich mit ihrer Familie die Testamentseröffnung anzuhören. Ihre Familie, dazu zählen Mutter Ilse, Onkel Uwe und Onkel Klaus. Sonst niemand. Und die drei sind wie Feuer und Wasser, man kann sie kaum gemeinsam in einem Raum halten. Und deshalb fallen die vier aus allen Wolken, als der Notar verliest, dass sie gemeinsam mit dem polnischen Notargehilfen Krzysztof eine vorgegebene Route durch Polen bereisen sollen, um dort die Asche des Verstorbenen zu verstreuen. Erst dann können sie ihr Erbe antreten. Widerwillig begeben sich die drei Geschwister mit Jule und Krzysztof auf den Weg. Weiterlesen

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Rainer Wittkamp: Stumme Hechte

raiMit bösem Humor und viel lakonischem Witz hat der der in Münster geborene Autor Rainer Wittkamp seinen Berliner Kommissar Martin Nettelbeck die ersten drei Fälle lösen lassen. Im vierten Krimi, „Stumme Hechte“, ist Nettelbeck etwas weniger lakonisch.
Seine Nerven liegen blank, denn nach einem Mord an einem Kollegen wird er selbst Zielscheibe eines Verbrechens: Die kleine Tochter seiner Lebensgefährtin wird entführt. Nettelbeck schlägt sich durch, muss drei hochrangigen Kollegen auf den Zahn fühlen, die eine Mauer des Schweigens bilden. Weiterlesen

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John Darnielle: Wolf in White Van

wolfEin ungewöhnlicher und intensiver Roman ist dem Sänger der US-amerikanischen Band „The Mountain Goats“ gelungen. John Darnielle heißt der Autor, „Wolf in White Van“ sein Roman.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines jungen Mannes, der durch ein zunächst nicht näher beschriebenes Ereignis in der Vergangenheit sein Gesicht verloren hat. Es ist vollkommen entstellt und ruft Entsetzen bei allen hervor, die es erstmals sehen.  Deswegen verlässt Sean, so heißt der Mann, kaum seine Wohnung. Von dort aus managt er ein Brief-Fantasyspiel, einem Vorläufer der heutigen Online-Rollenspiele. Weiterlesen

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Tommy Wallach: We All Looked Up

up„We all looked up“ ist ein Count Down zum Ende der Welt: 10 … 9 …
Dabei sind die einzelnen Kapitel sind mit den Namen der jugendlichen Protagonisten überschrieben: Andy, Peter, Anita, Eliza.
Sie verbindet etwas, das erst in der Extremsituation erkennbar wird, in der sie sich befinden: Sie gehören zum selben Karass. Das Wort hat Kurt Vonnegut geprägt. Der Autor Tommy Wallach packt ziemlich viele literarische und musikalische Zitate in den Text, was absolut authentisch und reizvoll ist.
„Das ist nicht das Ende der Welt“, sagte Stacy … so beginnt der Roman von Tommy Wallach. Das ist es dann aber vielleicht doch. Weiterlesen

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