Steven James: Das tote Mädchen

Daniel ist 16 Jahre alt, als eine Mitschülerin, die 14-jährige Emily, tot am örtlichen See gefunden wird. Als er mit seinem Vater, dem Sheriff, auf die Beerdigung geht, passiert etwas Seltsames. Daniel glaubt zu sehen, wie sich das tote Mädchen aus ihrem Sarg erhebt und ihn laut darum bittet, ihren Tod aufzuklären! Überwältigt fällt Daniel in Ohnmacht, muss jedoch kurze Zeit später vorstellen, dass nur er die seltsamen Vorkommnisse bemerkt hat. Ist das alles wirklich nur in seiner Fantasie passiert? Auch seine Mitschülerin Stacy scheint an Emilys Tod interessiert und so beginnt Daniel mit eigenen Recherchen zu Emilys Todesumständen.

Steven James‘ „Das tote Mädchen“ ist ein netter Roman für Zwischendurch, mehr aber auch nicht. Selbst für die Zielgruppe der 14- bis 16-Jährigen Mädchen und Jungs sollte es nur ein Durchschnittsbuch sein. Dabei ist die Geschichte gar nicht so schlecht aufgebaut. Ein Schüler forscht zu den erst gar nicht so mysteriös scheinenden Todesumständen eines 14-jährigen Mädchens, das zuvor in der Schule nicht sonderlich beliebt war. Schnell stößt er auf Ungereimtheiten und fordert die Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen ein. Leider ist James‘ Schreibstil nicht der allerbeste und es gelingt ihm selten, Situationen wirklich spannend zu umschreiben.

Deshalb geht die prinzipiell gute Story dann doch eher den Bach herunter. Die Auflösung ist nicht schlecht, der Weg dahin aber bisweilen eher langweilig. Ein nettes Buch für Zwischendurch, aber eben nicht mehr.

Steven James: Das tote Mädchen.
cbt, Januar 2017.
384 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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