Mary E. Garner: Das Buch der gelöschten Wörter 01: Der erste Federstrich

Hope Turner lebt in London und träumt sich nur zu gern in die Welt von Jane Austen. Hier kann sie schlechte Gedanken und Ereignisse hinter sich lassen und einfach allen Sorgen entkommen. Nur mit einem Buch vor der Nase kann ein Tag für Hope gut werden. In Jane Austens Geschichten gibt es Romatik, die große Liebe und Abenteuer für Frauen … all das, was es in Hopes Leben nicht gibt. Doch dann trifft sie in einem alten Buchladen auf einen mysteriösen Fremden und wird zudem von einem Mann namens Rufus übers Internet gestalkt. Plötzlich nimmt Hopes langweiliges Leben eine rasante Wende und sie erfährt, dass man über den Buchladen eine Welt betreten kann, in der die Romanfiguren, die sie so sehr liebt, ein Eigenleben führen.

Mary E. Garners Geschichte ist sehr bemerkenswert. In ihr kämpft nicht eine Anfang 20-Jährige an der Seite ihre hübschen Prinzen darum, dass alle beide nur noch hübscher und perfekter werden. Hope und mit ihr alle Figuren dieses Romans haben zahlreiche Ecken und Kanten. Sie ist nicht mehr in den besten Abenteurerinnen-Jahren und auch sonst alles andere als perfekt. Und doch schafft Garner es, mit ihrer ungewöhnlichen Geschichte zu fesseln. Sie entführt ihre Leserinnen und Leser in eine Welt der Romanfiguren und lässt vielleicht so manchen Traum von ihren Leserinnen und Lesern Wahrheit werden.

Der Roman ist Teil einer Trilogie, die mit den Titeln „Zwischen den Seiten“ (Juni 2020) und „Die letzten Zeilen“ (August 2020) abgeschlossen werden soll. Deshalb bleibt das Abenteuer rund um Hope am Ende dieses Bandes natürlich wie zu erwarten spannend und offen.

Mary E. Garner: Das Buch der gelöschten Wörter 01: Der erste Federstrich.
Bastei Lübbe, April 2020.
416 Seiten, Taschenbuch, 14,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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