Leia Stone: Celestial City – Akademie der Engel: Jahr 1

Der Krieg zwischen Himmel und Hölle hat auf der Erde großen Schaden angerichtet. Alle Menschen sind in die Berührung einer übernatürlichen Kraft gekommen, die nun in ihnen weiterlebt. In einer Welt, die nun von Engeln und Dämonen regiert wird, müssen sich alle Achtzehnjährigen einer Zeremonie unterziehen, die zeigt, mit welcher Kraft sie ausgestattet sind und vor allem, ob diese Kraft von Engeln oder von Dämonen stammt.

Die achtzehnjährige Brielle macht sich keine großen Versprechungen von dieser Zeremonie, denn seit ihre Mutter ihre Seele an einen Dämonen verkauft hat, steht ihre Zukunft fest: Als Erstgeborene ist sie Teil des Pakts und wird ihr Leben als Dämonensklavin verbringen.

Als ihr bei der Zeremonie auf einmal schwarze Flügel aus dem Rücken wachsen, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Nur die weinigen Menschen, die von der Kraft der Erzengel getroffen wurden, werden zu Celestials – Menschen mit Flügeln. Auf einmal kämpfen beide Seiten um das Recht, Brielle für sich zu beanspruchen und obwohl sie durch den Pakt mit dem Dämon als verlorene Seele gilt, darf sie die Falllen Acadamy besuchen, die Schule, die von Engeln geleitet wird.

Brielles Leben wäre wie ein schöner Traum, wenn nicht ihre Familie noch immer in der Gewalt der Dämonen leben müsste. Wenn ihre schwarzen Flügel unter den Celestials nicht so einzigartig wären, dass sie als Erzdämon bezeichnet wird. Wenn sie nicht von einem attraktiven wie unausstehlichen Celestial namens Lincoln Grey trainiert werden würde, der ihr das Leben zur Hölle macht und ständig ihre Loyalität anzweifelt.

Als Brielle dann auch noch herausfindet, welche Engel für die Kräfte in ihr verantwortlich sind, stellt sie fest, dass sie nicht nur einzigartig, sondern auch noch Bestandteil einer Prophezeiung ist und darüber entscheiden wird, wer den übernatürlichen Krieg gewinnt: Gut oder Böse.

Der erste Band von „Celestial City“ ist der Auftakt zu etwas, das verspricht, eine großartige Buchreihe zu werden. Die Sprache ist sehr einfach und in den Dialogen oft umgangssprachlich gehalten, doch die erschaffene Welt in einem dystopischen Los Angeles unter dem Einfluss von Himmel und Hölle, zieht den Leser schnell in den Bann und ist in erster Linie sehr unterhaltsam. Es ist leicht, mit der Protagonistin zu fühlen, auf die ein Leben in Versklavung wartet, obwohl sie nichts falsch gemacht hat und deren Loyalität nur aufgrund ihres Aussehens und ihrer Vergangenheit ständig angezweifelt wird. Dass Brielle selbst mit der Situation, in der sie sich auf einmal befindet, hoffnungslos überfordert ist, kommt es zu einigen witzigen Situationen und der leicht ironische Tonfall, der ihre Erzählung begleitet, trägt zu einem leichten wie belustigenden Leseerlebnis bei. Das Buch ist nicht direkt tiefgründig, aber sehr unterhaltsam und jedem Fan der Urban Fantasy zu empfehlen. Auch Leser mit einer Vorliebe für starke Heldinnen, schwarzen Humor und unausstehlich gutaussehende Engel werden von „Celestial City“ begeistert sein.

Leia Stone: Celestial City – Akademie der Engel: Jahr 1.
ONE, August 2020.
368 Seiten, Gebundene Ausgabe, 17,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Isabella M. Banger.

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