François Lelord: Hector und die Kunst der Zuversicht

Mit Hector hat der französische Autor François Lelord vor einigen Jahren eine Figur erschaffen, die sich in bisher sieben Bänden mit den Fragen des Lebens auseinandergesetzt hat. Nun ist mit ‚Hector und die Kunst der Zuversicht‘ ein weiterer Band der Reihe erschienen. Nachdem Hector sich bereits auf die Suche nach dem Glück begeben und sich mit der Zeit und der Liebe beschäftigt hatte, befasst er sich diesmal mit dem Thema Optimismus.

Leider läuft es in seinem Leben nicht ganz so, wie er es gerne hätte. Während er mit seiner Arbeit als Psychiater noch einigermaßen zurechtkommt, kriselt es privat: seine Frau Clara zweifelt an ihrer Ehe. Hector merkt, dass er etwas tun muss. Aber was? Zum Glück hat er von seinen Reisen her zahlreiche Bekannte, von denen er sich Ratschläge erhofft. So macht Hector sich auf den Weg nach Asien und Amerika. Auf seiner Reise lernt er, dass man das Leben immer durch unterschiedliche Brillen betrachtet. Da gibt es solche, die uns immer nur die Fehler sehen lassen, aber natürlich auch andere, die die Welt in ein positives Licht rücken. Die junge Journalistin Géraldine, die ihn begleitet, drängt ihn, ein Buch über das Thema Optimismus zu schreiben. Denn nicht nur er, sondern auch andere Menschen würden gerne lernen, wie sie zuversichtlicher durch ihr Leben gehen können.

Der Autor vermittelt auch in diesem Hector-Band psychologische Erkenntnisse und einfache Lebensweisheiten auf leichte Art und Weise. Die Lektüre geht gut von der Hand und man merkt bereits beim Lesen, das man optimistischer wird. Oder, um es mit Hector zu sagen, dass man eine andere Brille aufzieht.

Insgesamt hätte es vielleicht etwas mehr Handlung sein können. Aber das fällt letztlich kaum ins Gewicht, da das Buch trotzdem nie langweilig ist, sondern unterhaltsam und dabei lehrreich. Mir gefällt auch die Aufmachung des Buches, die zu den bereits erschienenen Ausgaben passt und wieder sehr gelungen ist.

Wer Hector noch nicht kennt, sollte das unbedingt nachholen: Dieses Buch bietet voller Optimismus die Möglichkeit dazu. Für alle anderen dürfte die Lektüre des Buches ohnehin keine Frage sein.

François Lelord: Hector und die Kunst der Zuversicht.
Piper, April 2018.
240 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Christian Rautmann.

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