Andreas Dorau & Sven Regener: Ärger mit der Unsterblichkeit

sterbWenn man selbst Fred heißt, eben ich auch, also nur Fred – nicht Alfred, Frederic, etc… nur Fred, dann kommt man sicher tausende Male an ganz originellen Zeitgenossen vorbei, die aus meinem Namen mal eben „Fred Feuerstein“ machen oder eben aus den Achtzigern „Fred vom Jupiter“. Immer noch beliebt bei den ganz Kleinen. Es ist schließlich auch ein Kinderlied. So wie viele der Lieder der NDW textlich tatsächlich nicht mehr hergaben, wobei es natürlich extrem gute Kinderlieder gibt. Ohne Frage. Ich hörte Anfang des Jahres (2015) zufällig ein Radiointerview mit Andreas Dorau, dessen Name ich bis dahin nie gehört hatte und fand seine Sicht der Dinge reflektiv, ehrlich und unterhaltend. Daraufhin kaufte ich mir das Buch. Und was soll ich sagen? Ich fand das Buch ehrlich, reflektiv und unterhaltend. Manchmal ein wenig undurchschaubar, ob der vielen Zeitsprünge, aber es hat halt Methode, denn das Leben, bzw. oder auch das von Dorau, verläuft nie gradlinig. Ein Zeitportrait wird hier geliefert, welches man schmunzelnd oft genug nachvollziehen kann und im nächsten Moment kopfschüttelnd kaum glauben mag. Ob es um seine ganzen Versuche als Musiker (nach seinem Hit) geht oder seine Filmperformances gedreht mit öffentlichen Mitteln, mit kuriosesten Ergebnissen und Hausverboten. Selbst eine Oper zu schreiben ist ihm nicht zu viel, und sei es nur aus dem Grund, gesellschaftliche Konventionen und Sichtweisen zu sprengen. Ein positiv Verrückter spricht hier mit mir und zeigt mir meine Grenzen auf, die ich selbst gerne überschritten hätte. Aber es ist gut so. Ich will mich nicht beklagen. Dorau hat sein Auskommen – solange es die GEMA gibt, und ich auch. Was will man mehr?

Andreas Dorau & Sven Regener: Ärger mit der Unsterblichkeit.
Galiani Berlin, Mai 2015.
192 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Fred Ape.

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