A. K. Larkwood: Die dunklen Pfade der Magie

Csorwe hat ihr Leben im Haus der Stille zugebracht, in dem Wissen, dass sie als Braut dem Unaussprechlichen geopfert wird. Ihre Lebenszeit ist genau so begrenzt wie einsam, denn keiner in ihrem Alter, möchte mit einer Todgeweihten befreundet sein. Doch dann kommt ein Fremder, ein Magier namens Belthandros Sethennai, auf der Suche nach einem uralten Artefakt.

Sethennai ist es auch, der Csorwe an ihrem 14. Geburtstag in der Höhle des Unaussprechlichen erwartet. Er stellt sie vor die Wahl. Hier sterben oder mit ihm kommen und leben? Sie entscheidet sich dafür, mit ihm zu kommen und zieht somit den Zorn eines Gottes auf sich.

Gemeinsam verlassen sie Oshaar und reisen nach Grauhaken. Csorwe lernt zu kämpfen und nach einem kleinen Vorfall mit einem Fluchsiegel, ist es für die beiden Zeit, wieder weiterzuziehen. Denn sie sind nicht die Einzigen, die nach dem alten Artefakt suchen.

Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Ein gefährlicher Gott, ein Magier, ein kämpfendes Mädchen… Das ist eine Kombination, die ich wirklich zu schätzen weiß. Die Charaktere waren tiefgründig und ich konnte ihre Handlungen weitgehend nachvollziehen. Auch der Plot wies keine größeren Löcher auf. Csorwe, unsere Protagonistin, war mir von Beginn an sympathisch. Das hat sich bis zum Ende hin nur noch verstärkt.

Was mich jedoch gestört hat, waren die Namen. Als Beispiel nehmen wir Csorwe. Ich musste mir bei jedem erneuten lesen nochmal darüber Gedanken machen, wie ich diesen Namen eigentlich auszusprechen habe. Letztendlich habe ich es mir leicht gemacht und sie nur noch ‚Sorwe‘ genannt. Und das war keine Seltenheit. Hier ein paar Beispiele: Cweren, Iriskavaal, Tenocwe… Natürlich kann man diese Namen aussprechen, wenn man sich darauf konzentriert, doch beim Lesen stolpert man immer wieder darüber, was den Lesefluss massiv stört.

Schlussendlich soll gesagt sein, dass Die dunklen Pfade der Magie von A. K. Larkwood mir gut gefallen haben. Ich möchte nicht so weit gehen zu sagen, dass ich dieses Buch überragend fand, doch wer eine Lektüre für zwischendurch sucht und kein Problem mit exotischen Namen hat, sollte hier fündig werden.

A. K. Larkwood: Die dunklen Pfade der Magie.
Fischer Tor, Juni 2020.
544 Seiten, Taschenbuch, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Zoé Höh.

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.