Caleb Roehrig: Niemand wird sie finden

Flynn wird von der Nachricht völlig überrascht. Seine Freundin January ist verschwunden. Von Anfang an hat die Polizei ihn in Verdacht – schließlich war sie seine Freundin. Aber Flynn hat January schon lange nicht mehr gekannt – ebenso wenig wie sie ihn. Das muss er feststellen, als er sich selbst auf die Suche nach ihr macht. Vor einigen Monaten hat Januarys Mutter wieder geheiratet – einen reichen Politiker  – und hat ihr neues Leben gehasst, das neue Haus, die neue Schule. Soviel wusste Flynn. Aber war das wirklich so? Flynn lernt Menschen kennen, die January auf der neuen Schickimicki-Schule getroffen haben und behaupten, mit ihr befreundet gewesen zu sein. Und ihren Job im Spielzeugladen, von dem sie immer behauptete, er würde ihr ein letztes Stück Unabhänigkeit bewahren, hat sie längst gekündigt. Ihr ehemaliger Kollege erweist sich überraschenderweise als ziemlich nett – obwohl er behauptet, ebenso wie ihre neuen Schulkameraden, sie hätte sich längst von Flynn trennen wollen, weil er ihr auf die Nerven ging. Weiterlesen

Sally Nicholls: Eine Insel für uns allein

Holly ist 13 Jahre alt, als sie die Erlebnisse des vergangenen Jahres zu Papier bringt. Sie lebt mit ihrem 19-jährigen Bruder Jonathan und ihrem 7-jährigen Bruder Davy in London. Die Mutter ist vor einiger Zeit gestorben, seitdem kümmert sich Jonathan ganz offiziell um die beiden jüngeren Kinder. Trotzdem muss Holly viel Verantwortung übernehmen und passt meistens auf Davy auf. Eines fehlt den dreien ständig: Geld! Als Davys Kaninchen schwer erkrankt, gibt Holly nicht auf. Das Kaninchen gehört schließlich zur Familie und Familienmitglieder lässt man nicht im Stich! Durch die Erbschaft ihrer Tante tut sich eine Möglichkeit auf, doch die will erstmal gefunden werden. Eine abenteuerliche Schatzsuche beginnt. Weiterlesen

Chris Weitz: Young World 02: Nach dem Ende

Der erste Band erzählte die Geschichte der New Yorker Jugendlichen in einer Welt, in der eine Seuche alle Erwachsenen getötet hat und auch sie töten wird, sobald sie Erwachsen werden. Das haben sie geglaubt, danach haben sie gelebt, aber es war eine Lüge. Denn es gibt auf der Welt sehr wohl überlebende Erwachsene. Es gibt sogar noch eine Welt, wie sie sie früher gekannt haben, mit Regierungen und Militär und IPhones. Diese Welt hatte New York aufgegeben, abgeschottet, um die Seuche einzudämmen, und sie waren damit erfolgreich.

Donna und Jeff werden getrennt, unterschiedliche Organisationen bemühen sich um sie, denn es sieht so aus, als gäbe es doch endlich ein Mittel gegen die Seuche. Jeff kehrt nach New York zurück. Weiterlesen

Guiseppe Fava: Bevor sie Euch töten (1976)

»… Als ich jung war, dachte ich, man müsse kämpfen und Widerstand leisten, um etwas zu erreichen. Aber ich war ein Wirrkopf. Ich dachte, wenn ein Mensch lebt, dann muss es auch ein Ziel für ihn geben. Aber ich habe nichts erreicht, und jetzt weiß ich nicht einmal mehr, was ich gesucht habe, als ich jung war.« (S. 312)

Lorenzos Leben als einfacher Arbeiter in Sizilien ist hart. Am Ende seiner Tage muss er hungern. Als er beim Wildern erwischt wird, hat der einfache Bauer ohne Bildung keine Chance auf einen gerechten Prozess. Er wird gefoltert und schikaniert. Um seine Ehre zu retten, tötet er einen Menschen. Natürlich wird er von der Polizei gesucht. Er kann sich in den Bergen verstecken, wo er auf drei jüngere Schicksalgefährten trifft. Jeder von ihnen hat ein Ziel; die Liebe, ein besseres Leben oder genug Geld, für Medikamente. Wie Lorenzo haben sie die Regeln der Reichen gebrochen. Die unterschiedlichen Männer, die nur als Verbrecher eine Überlebenschance haben, bilden eine Gemeinschaft. Während die Suchtruppen der Polizei ihr Versteck immer mehr einkreisen, erhalten sie einen Mordauftrag. Der Preis hierfür sind neue Pässe für eine Flucht nach Venezuela. Weiterlesen

Graham Swift: Ein Festtag

Ein zauberhaftes Büchlein legt der 1949 geborene englische Autor Graham Swift vor. Es heißt „Ein Festtag“ und spielt in einer Zeit, in der sich begüterte englische Familien noch Personal leisteten und es allgemein recht gesittet und förmlich zuging.

Zumindest nach außen hin – denn als die Familie, in der die junge Jane als Dienstmädchen arbeitet, am Muttertag 1924 einen Picknick-Ausflug ohne sie unternimmt, fährt die junge Frau schnurstracks zu ihrem Geliebten Paul. Der ist reicher Sprössling einer anderen begüterten Familie und soll demnächst standesgemäß verheiratet werden. Die beiden widmen sich an diesem herrlich frühlingshaften „Festtag“ vor allem einem: der körperlichen Liebe. Paul, der schnelle Autos liebt, hat seiner Familie und seiner Verlobten weisgemacht, dringend für sein Jura-Studium pauken zu müssen. Der Tag – soviel, aber auch nicht mehr, sei verraten – endet nicht gut. Weiterlesen

Amy Gentry: Good as Gone

Vor acht Jahren ist die 13-jährige Julie nachts spurlos aus ihrem Elternhaus verschwunden. Einziger Anhaltspunkt ist die Beobachtung ihrer damals 10-jährigen Schwester Jane, die aus einem Versteck heraus beobachtet haben will, wie Julie von einem Mann mit einem Messer aus dem Haus geführt wurde. Das ist nun acht Jahre her und von Julie fehlt jede Spur. Doch eines Abends steht wie von Geisterhand eine junge Frau vor der Tür der Eltern: Julie! Freudig wird sie wieder in die Familie aufgenommen und umsorgt. Sie scheint Schlimmes erlebt zu haben und berichtet von Verschleppung und jahrelanger Vergewaltigung durch einen mexikanischen Drogenring. Doch Anna, Julies Mutter, beginnt bald an der Geschichte zu zweifeln. Weiterlesen

Alexey Pehov: Chroniken der Seelenfänger 03: Goldenes Feuer

Ludwig von Normayenn hatte es wahrlich nicht leicht im Leben. Als Kind musste er mit ansehen, wie seine Eltern umgebracht wurden, dann kam er ins Waisenhaus bevor ihn die Bruderschaft der Seelenfänger aufnahm, ausbildete und in die Welt entsandt, um ruhelose Seelen zu erlösen und in die nächste Welt weiterzuschicken. Dass die Erlösung der bösen Seelen dem Seelenfänger zusätzliche Lebenszeit bringen ist der Bonus, die Gefahr, die von den Seelen, aber auch anderen Anderswesen, die sich unseren Kämpen in den Weg stellen ausgehen, die schlechte Seite des Berufs.

Zusammen mit Apostel, dem unsubstanziellen Überbleibsel eines Pfarrers und Scheuch, einem Animatus wandert Ludwig durch seine Welt, versuche Gutes zur tun und den Bösewichtern, und von denen gibt es mehr als genug, eine auf die Nase zu geben. Dabei sucht er nicht nur das Schicksal alter, verschollener Kameraden aufzuklären, sondern auch dem Rätsel um merkwürdige Dolche auf den Grund zu gehen. Weiterlesen

Sara Oliver: Die Welten-Trilogie 02: Verloren zwischen den Welten

Ve ist zurück in ihre eigene Welt gereist und natürlich hat sie es nicht über sich gebracht, den Fahrstuhl zwischen den Welten vollständig zu zerstören. Sie ist mit ihrer Mutter zurück nach New York gekehrt, die zweite Welt scheint sehr weit weg zu sein. Da erkrankt ihre Mutter ganz plötzlich. Ve ist überzeugt davon, dass der TRADE-Konzern hinter der Erkrankung ihrer Mutter steckt, dass der seltsame Heiler, dem sie seit Monaten vertraut, sie mit seinen Tees erst krank gemacht hat. Ves Mutter braucht eine Spenderniere und es scheint nur eine einzige Person zu geben, die ihr helfen könnte: ihr anderes Ich Karla. Also setzt Ve Himmel und Hölle in Bewegung, um den Teleporter wieder in Gang zu setzen, unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen selbstverständlich.

Zurück in der zweiten Welt findet sie heraus, dass Karla erfreulicherweise gerade eine Entziehungskur gemacht hat (was bedeutet, dass sie zur Transplantation immerhin fähig wäre) und weniger erfreulicherweise sich neu verliebt hat. Wird sie sich trotzdem überreden lassen, mit Ve in ihre Welt zu reisen, um Ves Mutter zur retten? Weiterlesen

Andrea Camilleri: Die Spur des Lichts

Unermüdlich schreibt der italienische Schriftsteller Andrea Camilleri  weiter an seinen Commissario-Montalbano-Krimis. „Die Spur des Lichts“ ist der neunzehnte dieser Reihe, der am 24. April 2017 in einer Übersetzung von Rita Seuß und Walter Kögler im Verlag Bastei Lübbe erschienen ist.

Commissario Salvo Montalbano träumt schlecht, steht doch ein Sarg mit einer Leiche auf einem Acker in der Contrada Casuzza. Dabei hat sich doch nur der Innenminister zu einem Besuch in den Notunterkünften für Flüchtlinge in Vigàta angekündigt. Dann ändert sich der Terminplan des Ministers und Montalbano besucht eine Kunstgalerie mit der sehr attraktiven und schönen Galeristin Marian, die ein gemeinsames Essen vorschlägt. Was wohl Salvos Freundin Livia davon halten würde? Weiterlesen

Viola Shipman: So groß wie deine Träume

Don und Mattie sind seit fast 50 Jahren verheiratet. Vor vier Jahren erhielt Mattie die zerstörende Diagnose ALS, amyotrophe Lateralsklerose. Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, ist eine nicht heilbare Krankheit des Nervensystems. Sie führt unter anderem zu Lähmungen und lässt die Patienten immer mehr die Kontrolle über ihren Körper verlieren. Auch atmen können sie irgendwann nicht mehr und müssen dauerhaft an ein Beatmungsgerät angeschlossen sein. Im Kopf allerdings bleiben sie völlig normal und bekommen alles mit. Die Pflege von Mattie wird für Don jedoch immer schwerer und mit dem Umzug in ein kleineres Domizil, stellt er auch die Mittzwanzigerin Rose als Pflegerin ein. Sie bringt mit ihrer siebenjährigen Tochter Jeri neuen Wind in das Haus des Ehepaares. Mattie lässt anhand der Gegenstände in ihrer aus Zedernholz gefertigten Hochzeitstruhe ihr Leben Revue passieren. Weiterlesen