Maxime Herbord: Empire of Burning Shadows

Darum geht es: Echter Magie begegnet Joslin nur einmal im Jahr: während der Nacht des Lichterschattenfests, das mit einem Kuss um Mitternacht endet. Doch dieses Mal ist alles anders. Zwei mächtige Magier erkennen in ihr etwas Einzigartiges – und Gefährliches. Als Schattenläufer das Dorf überfallen, wird Joslins Familie auseinandergerissen. Entschlossen, ihren Bruder zu retten, stürzt sie sich in eine gefährliche Mission, die sie mitten in den Krieg zwischen Licht und Schatten führt – und zu den Männern, die Joslins Magie zum Leuchten bringen: einer so hell wie der Tag, der andere so verlockend wie die Nacht. 

Meine Meinung: Das Buch überzeugt mit einem flüssigen, leicht zu lesenden Schreibstil. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, dadurch entsteht eine große Nähe zu der Protagonistin. Leider war Joslin mir viel zu naiv; sie verliert ihr Ziel zu schnell aus den Augen, und damit hatte ich so meine Schwierigkeiten. Zudem habe ich die Liebesgeschichte nicht recht gefühlt. Auch das Worldbuilding hatte mehr als eine Schwäche: Bis zum Schluss wusste ich nie recht, wie die Welt nun wirklich aufgebaut ist.

An sich ist die Geschichte gut durchdacht und hätte Potenzial haben können. Dies wurde hier aber bei Weitem nicht ausgeschöpft. Teilweise gibt es zwar abwechslungsreiche Ereignisse und einige Wendungen, aber zum größten Teil entstehen Längen, und dadurch wirkt alles zäh. Es fiel mir teils sehr schwer, am Ball zu bleiben. Der Plot kommt ebenfalls lange nicht voran. Vieles wird nur angerissen, manche Szenen wirken zusammenhanglos und immer wieder werden Details erwähnt, die später keinerlei Bedeutung haben. Auch das Ende mit seinem Cliffhanger war mir zu vorhersehbar.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Band zwei lesen werde, auch wenn es noch einige offene Fragen gibt.

Maxime Herbord: Empire of Burning Shadows
Cove, April 2026.
432 Seiten, gebundenes Buch, 25,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.

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