Rudi Assauer: Wie ausgewechselt

ausgNatürlich bin ich Fußball-Fan. Es ist der Nationalsport schlechthin. Ich erkundige mich nach den wichtigsten Bundesliga-Spielen und sitze mit Fan-Schal im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Und als ich höre, dass der Assi ein Buch geschrieben hat, und dazu noch schwer krank sein soll, ist klar, dass ich es lesen muss. Auch wenn Schalke in der Tabelle ruhig noch ein wenig weiter nach unten kommen könnte …

Rudolf Assauer, genannt Rudi oder Assi, hat Ende des letzten Jahres bekannt gegeben, dass er an Alzheimer leidet. Mit seinem Buch Wie ausgewechselt – Verblassende Erinnerungen an mein Leben will er “das Kind beim Namen nennen”, mit dem Gerücht aufräumen, er habe Alkohol-Probleme, und nicht zuletzt weitere Fragen vermeiden. Denn wo er das Rampenlicht in früheren Jahren genossen hat, fühlt er sich heute im Mittelpunkt schnell unsicher. Es scheint, dass er schüchtern geworden ist. Er ist wie ausgewechselt.

Halb Erinnerung, halb Biografie. Halb Roman, halb Interview. Die Geschichte um Schalke-Legende Rudi Assauer rührt von der ersten Seite an, entführt die Leser zu einer Zeitreise durch die Fußball-Welt und schießt für die jüngere Generation die wichtigsten Tore noch einmal. Ein Mutmacher für Schalke-Fans und Fußballer, Angehörige von Alzheimer-Erkrankten und für diejenigen, die nicht alt werden wollen.

Rudi Assauer: Wie ausgewechselt.
Riva, Februar 2012.
256 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Annett Bergk.

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