Pippa Goldschmidt: Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen

Die surreale  Endzeitstory „Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen“ beginnt damit, dass weltweit die GPS-Systeme versagen. Dann krachen „die Satelliten wie himmlische Autoscooter ineinander, und die Astronomen waren in ihren Raumstationen gefangen und warteten auf die Unendlichkeit.“

Diese Geschichte versteckt sich auf kurzen zwei Seiten in der Mitte des Buches und zeigt die ganze Eindringlichkeit und Lakonie der Sprache, mit der Pippa Goldschmidt unterschiedlichste Geschichten erzählt, von Frauen in der Wissenschaft, die nicht durch Teleskope sehen dürfen, aber klassifizierte Sterne in Listen eintragen; von den privaten Tragödien des Albert Einstein und Alan Turings; von Robert Oppenheimers Zeit als unsicherer Doktorand in Camebridge und Bertold Brecht im Exil.

Die promovierte Astronomin Goldschmidt webt wissenschaftliche Begriffe und große Entdeckungen in die kleinen privaten Universen ihrer Protagonisten ein, die „geordnet“ und in unerwartete Zusammenhänge gebracht werden.

Unbedingt lesen. Es ist wunderschön, es ist spannend, es ist traurig und manchmal ist es wahr.

Pippa Goldschmidt: Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen.
CulturBooks Verlag, März 2018.
224 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Corinna Griesbach.

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