Lars Simon: Lennart Malmkvist und der überraschend perfide Plan des Olav Tryggvason

Der letzte Band hatte ja einen wirklich gemeinen Cliffhanger. Denn der sprechende Mops Bölthorn lag so gut wie tot zu Füssen von Lennart und alles schien verloren. Aber zu Beginn des dritten Bandes gibt es wieder Hoffnung: Noch ist Zeit, wie ein herunterzählender Timer auf Böthorns Fell behauptet. Da gibt es den geheimnisvollen Kapitän Darraben, dessen Schiff die Macht haben soll, jedweden zu heilen, der einen Tag auf dem Schiff verbringt. Dumm nur, dass das Schiff nicht mehr existiert. Aber die orakelnde Keksdose kann helfen: die Statue des „Muschelmanns“ muß zum Leben erweckt werden, alsdann ist nicht das ganze Schiff, sondern lediglich ein bestimmter der Masten für das Wunder erforderlich, der muss gefunden werden und dann wird alles gut. Aber das alles bitte, bevor der Fell-Countdown abläuft.

Der Kapitän erweist sich als wild fluchender und saufender Seeräuber, dem seine Zeit als Statue gehörig auf den Keks gefallen ist. Der Mast ist inzwischen auf einem Wohn-Schiff verbaut, auf dem sich ausgerechnet Lennarts Eltern befinden und da ist da noch der Kampf um die 4 Stücke des dunklen Pergaments, der gegen Olav Tryggvason unbedingt gewonnen werden muss, damit das pure Böse in Gestalt des Krähenmannes nicht gewinnen kann.

Schade, dass es schon der letzte Band der Reihe ist. Denn die Reihe bietet liebevoll bis ins Detail ausgearbeitete Protagonisten und einen ganz eigenen Humor. Ich meine, wer ist schon gegen die Liebe allergisch? Und welcher Zauberer arbeitet mit einem bekennenden Nerd zusammen, der eine vor der Küste Schwedens auftauchende Insel mit einem X-Fighter auf Dagobah vergleicht? Aber obwohl ja am Ende eigentlich alles gelöst ist, könnte man ja vielleicht doch noch einen Band…? Mit Lennart und der Elfe? Mit einem Lennart, der sich jetzt endlich in Ruhe auf das Zaubern konzentrieren kann? Wäre doch toll.

Lars Simon: Lennart Malmkvist und der überraschend perfide Plan des Olov Tryggvason.
dtv, Dezember 2018.
384 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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