Jo Nesbø: Koma

komaEin Polizistenmörder geht um. An Tatorten ungelöster Verbrechen scheint er genau die Kollegen zu ermorden, die an den damaligen Ermittlungen beteiligt waren und gescheitert sind. Eine Sonderkommission ermittelt unter Hochdruck, doch die Polizei hat keine Spur. Und währenddessen liegt im Krankenhaus in Oslo auf der Intensivstation bewacht und abgeschottet ein Mann, der mit seinem Wissen die Mächtigen belasten könnte…
Jo Nesbø spielt in „Koma“ ein kluges Katz- und Maus-Spiel mit dem Leser. Immer wieder legt er falsche Fährten und man ahnt bis kurz vor Schluss nicht, wer der Täter ist. Voller Anspannung hechelt man geradezu durch das Buch und kann kaum so schnell lesen, wie man möchte, um der Lösung auf die Spur zu kommen.
Anders als bei vielen anderen Krimireihen scheint sich Nesbø von Fall zu Fall zu steigern, seine Bücher werden immer ausgeklügelter. Da macht Krimilesen einfach Spaß!!! Allerdings seien Neueinsteiger in diese Reihe gewarnt: Will man den Kultkommissar Harry Hole in seiner ganzen Schnodderigkeit und Raubeinigkeit kennen lernen, so lohnt sich doch eher ein Griff zu früheren Bänden der Reihe.

Jo Nesbø: Koma.
Ullstein, November 2013.
624 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Nadine Roggow.

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