Camille Aubray: Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten

Für mich ist der Roman „Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten“ schon jetzt das schönste Buch des Jahres. Der Amerikanerin Camille Aubray ist ein zauberhaftes Porträt einer französischen Familie gelungen, das den Duft der Provence verströmt und eine fiktive Episode aus dem Leben des spanischen Malers erzählt. Der hatte sich im Mai 1936 in ein provenzalisches Dorf zurückgezogen. Die junge Gastwirttochter Ondile hat ihn bekocht und ihm auch Modell gesessen. Picasso dankte mit einem Porträt des Mädchens, und dieses Bild rettet später Ondiles Enkelin Celine die Existenz.

Fast 80 Jahre später macht sich die junge Amerikanerin in der Heimat ihrer Großmutter auf die Suche nach dem Bild, und erfährt am Schluss, dass sie Picassos Enkelin ist.

Camille Aubray erzählt beide Geschichten, die der Großmutter und die der Enkelin, kapitelweise abwechselnd und mit einer wundervollen Leichtigkeit und am Schluss spannend. Mehr als ein zauberhaftes Sommerbuch ist dieser Roman auch ein tolles Künstlerbuch, denn diese Episode könnte sich im Leben von Picasso genau so zugetragen haben.

Camille Aubray: Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten.
Krüger, April 2017.
464 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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