Arne Dahl: Neid

neidMit „Neid“ legt Arne Dahl den dritten Fall um seine Opcop-Gruppe – der geheimen multinationalen Ermittlungsgruppe in Den Haag – vor. Und dieser Fall ist wieder wesentlich gelungener und schlüssiger als sein Vorgänger. Mit Themen wie dem Menschenhandel und dem Kampf gegen die Energielobby hat er sich großen gesellschaftspolitischen Themen gewidmet.

Wie üblich gibt es zwei zunächst unabhängige Fälle, in denen die Gruppe ermitteln muss: Während das Opcop-Team die Hintermänner eines internationalen Menschenhandelsrings observiert, begegnet Paul Hjelm bei einem Galadiner der französischen EU-Kommissarin Marianne Barrière. Sie bittet ihn um Hilfe in einem blutigen Kriminalfall von europäischer Tragweite: Einem Professor wird auf offener Straße die Kehle durchgeschnitten, und ein blinder Bettler flieht mit den sensiblen Daten, die sich auf dem Smartphone des Professors befinden. Anders als im Vorgängerband vermag Dahl hier wieder, die beiden Stränge schlüssig zu einem Ganzen zusammenzufassen und man kann am Ende nur hoffen, dass es sich bei der Erzählung wirklich um Fiktion handelt.

Besonders gefreut habe ich mich über das Auftreten Gunnar Nybergs, einem alten Vertrauten aus dem A-Team. Obwohl er sich eigentlich mittlerweile in Griechenland zur Ruhe gesetzt hat, löst er gekonnt souverän die ihm von Paul Hjelm sozusagen in geheimer Mission gestellte Aufgabe.

Ich freue mich jetzt schon auf den 4. Fall!

Arne Dahl: Neid.
Piper, Februar 2014.
512 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Nadine Roggow.

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