TKKG: Ein fast perfektes Weihnachtsmenü

Ein Wiederhören mit alten Bekannten: Ich habe TKKG seit über 20 Jahren nicht mehr gehört und wie ich feststellen musste, hat sich – bis auf einige wenige Sprecher (die bezogen auf Karl aber leider nicht besser geworden sind) –  kaum etwas verändert. Im Gegensatz zu ihren Kollegen von den drei ??? sind Tarzan, Karl, Gaby, Klößchen und auch Oskar nämlich kein bisschen gealtert. So verfolgen sie die Verbrecher noch immer auf ihren Fahrrädern, was zum Teil einer gewissen Komik nicht entbehrt.

Doch erst einmal zum Inhalt des Weihnachtsspecials: Tim und Karl essen kurz vor Weihnachten gemeinsam mit Karls Eltern im „Plaisier Royal“, einem Nobelrestaurant. Dort werden sie Zeuge, wie der bekannte und gefürchtete Restaurantkritiker Pierre Ragueneau nach dem Dessert vornüber auf seinem Zimtparfait landet. Ein Giftanschlag. Da Karls Ex-Onkel (dazu später mehr) in dem Restaurant arbeitet, schalten sich TKKG in die Ermittlungen ein. Je länger sie ermitteln, umso mehr Täter kommen in Frage – neben Karls Ex-Onkel auch seine Mutter.

Der vorliegende Fall ist ein solider Krimi: TKKG haben es diesmal mit einem höchst perfiden Verbrechen, einem Giftanschlag, zu tun und es gibt jede Menge Verdächtige und Spuren, denen nachgegangen werden muss. An Spannung mangelt es also nicht, auch wenn die Geschichte zum Teil etwas in die Länge gezogen wurde, um die 24 Kapitel bis Weihnachten vollzukriegen. Das sei verziehen.

Etwas mehr Mühe hätte man sich jedoch mit dem weihnachtlichen Background der Geschichte machen können. Da wird mal kurz ein Glühweinstand eingebaut und am Ende gibt es Geschenke, ansonsten bleibt die Ausgestaltung aber eher mager. Auch die musikalischen Zwischeneinlagen bringen einen nicht so recht in Weihnachtsstimmung – mal ganz abgesehen davon, dass sie nicht wirklich abwechslungsreich sind.

Tim ist immer noch so draufgängerisch wie früher und schießt bisweilen doch sehr über das Ziel hinaus. Aber dieses Überzogene zeichnet ihn ja auch irgendwie aus. Was mich aber am meisten genervt hat, war das oben bereits erwähnte Wort Ex-Onkel. Dieser Begriff wird so dermaßen überstrapaziert. Oder habe ich da irgendwie einen Insider verpasst? Dafür gibt es definitiv einen Abzug.

Fazit: Ich vergebe vier von fünf Christsternen 🙂

TKKG: Ein fast perfektes Weihnachtsmenü.
Europa, Oktober 2018.
3 CDs, Ungekürzte Fassung, 2 Stunden und 42 Minuten.

Diese Rezension wurde verfasst von Nadine Roggow.

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