Birgit Böckli: Friesensturm

sturmEin mystisch anmutender Kriminalroman mit Namen „Friesensturm“. Ein Wochenende mit schlechtem Wetter. Und eine Frau, die sich nach dem Frühstück überlegt, zweiteres zu nutzen, um ersteres zu lesen. Soweit die Fakten. Was dann geschah, hätte ich mir nicht erträumen lassen. Birgit Böckli fesselte mich am Ausgang einer Disko und verschleppte mich auf die Insel Spiekeroog, auf der ein Mörder sein Unwesen treibt, konfrontierte mich mit den Insulanern und gab mir einen Fall zu lösen. Ich nahm an.

„Friesensturm“ ist der erste Roman, der den Sprung vom Neobook hin zum Knaur Taschenbuch geschafft hat. Birgit Böckli, die man trotz ihres federleichten Schreibstils noch nicht so oft im Bücherregal findet, schafft es, mit ihrem Debütroman einen nicht zu leisen Knaller zu landen. Die gelernte Wirtschaftskorrespondentin hat mit einer Leseprobe online für Wind gesorgt und nun offline einen Sturm verursacht. Eine Herangehensweise, die in den Verlagen erst wenig Anwendung findet.

Der handliche Roman von 255 Seiten liest sich in einer Tour. Wer ist der Mörder? Gibt es überhaupt einen? Sind es gar zwei? Und welche Rolle spielt der Helfer auf der Polizeiwache? Und warum werden denn plötzlich alle krank? Zahnschmerzen? Kopfschmerzen? Ein fesselndes Buch, dass besonders die Mütter erfreuen wird, die zum Vatertag ein paar Stunden für sich haben. Und PS an alle Kinder: Zusammen mit „Spiekeroogyssee“ das perfekte Muttertagsgeschenk!

Birgit Böckli: Friesensturm.
Knaur, März 2012.
256 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

 

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