Willi Achten: Rückkehr

Jakob kehrt in das Dorf in den Bergen zurück, in dem er aufgewachsen ist. Dort muss vor vielen Jahren etwas Schlimmes vorgefallen sein. Jakob und seine Freunde setzten sich damals gegen einen gewissen Bolltner zur Wehr, der aus der unberührten Natur ein modernes Skigebiet machen wollte.

Willi Achtens Roman „Rückkehr“ ist für den Leser ein langes Tappen im Dunkeln. Erst im letzten Viertel des Romans erschließt sich, was damals vorgefallen ist. Es ist eine langsam erzählte Geschichte, die immer wieder von Natur- oder Landschaftsbeschreibungen ausgebremst wird, aber andererseits dadurch eine zur Bergwelt, in der der Roman spielt, stimmige Atmosphäre aufbaut.

​Als „archaisch“ ließe sich wohl die Grundstimmung dieses Textes beschreiben. Die Natur ist übermächtig, und die Menschen, die in ihr leben, sind etwas maulfaul und in sich gekehrt. So etwas wie Humor sucht man in vergebens. Neben dem Naturschutz geht‘s um verhinderte Liebschaften, Eifersucht und Vogelkunde, den Jakobs Vater widmete sich einst der Ornithologie.

Rückblenden und erzählte Gegenwart wechseln ab, und man weiß nicht immer gleich, wo man sich befindet. Die – recht vielen – Nebenfiguren, meist alte Freunde Jakobs, bleiben etwas konturlos, und man hat als Leser Schwierigkeiten, die Namen immer gleich richtig zuzuordnen.

Willi Achten: Rückkehr.
Piper, Januar 2022.
256 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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