Urs Widmer: Reise an den Rand des Universums

Mit wideiner Autobiographie hat es der Schweizer Urs Widmer in diesem Jahr immerhin auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft. In „Reise an den Rand des Universums“ beschreibt der 1938 geborene Autor seine ersten 30 Lebensjahre bis 1968.

Dazu gehören Kindheitserinnerungen mit Familienurlauben in den Bergen oder die Angst davor, dass auch die Schweiz von den Deutschen überfallen und in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen wird – eine Angst, die der Autor schon als Kind mitbekommt.

Später kommen die ersten Liebschaften hinzu sowie Erfahrungen im Studium in Basel, Montpellier und Paris.

Das alles ist zwar nicht übermäßig spektakulär, bietet aber dennoch eine kurzweilige Lektüre. Das liegt auch daran, dass der Autor nicht versucht, sich selbst in ein möglichst helles Licht zu stellen. Wenn er Fehler gemacht hat, dann gibt er sie unumwunden zu. Auf diese Weise wirkt der Text ehrlich. Auch nimmt Urs Widmer kein Blatt vor den Mund. Er beschreibt seine erotischen Erfahrungen genauso unverblümt wie Angstvorstellungen, die ihn manchmal in der Nacht plagen.

Urs Widmer: Reise an den Rand des Universums.
Diogenes, August 2013.
346 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,90.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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