Torsten Sträter: Sträters Gutenachtgeschichten: Die gesammelten Horror-Storys

Wer hier den Kabarett-Sträter erwartet, der sei gewarnt: Denn in diesen Horrorgeschichten aus seiner Anfangszeit als Schriftsteller geht es düster, blutrünstig und gruselig zu. Aber natürlich darf auch eine Prise schwarzer Humor nicht fehlen. Die 27 Kurzgeschichten in diesem Sammelband sind zwischen 2003 und 2006 entstanden – viele Jahre bevor Torsten Sträter seinen Weg auf die Bühne fand. Und an manchen Stellen merkt man ihnen das Alter natürlich auch an. So gibt es in den Geschichten noch Faxgeräte oder das supermoderne 😉 Nokia Handy. Und fast immer hört jemand WDR4. Der Horror jedoch ist zeitlos. Neben dem klassischen Werwolf oder einem Voodoo-Zauberer darf auch Satan höchstpersönlich nicht fehlen. Daneben gibt es aber auch sanftere, fast leise  Geschichten wie „Nachtprogramm“ in der der verstorbene Ehemann jede Nacht in einer Nebenrolle  im Fernsehen erscheint.

Die Geschichten sind immer etwas skurril, spielen mit Klischees ohne sich darin zu verlieren – auch wenn Sträter auf die ihm typische Art immer mal wieder abschweift und vom Kurs abkommt. Dortmunder Lokalkolorit gibt es natürlich inklusive, wenn man sich in der Westfalenhalle zum Beispiel auf die Ankunft des „Vaters“ vorbereitet oder im Dortmunder Norden Junkies und Obdachlosen der Garaus gemacht wird.

Fazit: Vielleicht nicht für jeden Sträter-Fan geeignet, aber aber auf jeden Fall für jeden Fan des – skurrilen – Horrors!

Torsten Sträter: Sträters Gutenachtgeschichten: Die gesammelten Horror-Storys.
Ullstein, März 2021.
512 Seiten, Taschenbuch, 14,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Nadine Roggow.

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