Mikkel Robrahn: Signs of Magic 02: Die Suche nach Tzunath

Matilda Godwins hat sich nach der Jagd auf den Jadefuchs in das Anwesen der Familie zurückgezogen. Nach ihrer Mutter ist nun auch ihr Vater spurlos verschwunden – und zwar im Keller des riesigen Gebäudes. Als sie diesen selbst zu erforschen beginnt, stößt sie auf einen seltsamen feuchten Raum voller Muscheln.

Der Zauberer Albert Tubbs hat sich inzwischen sein eigenes Theater gekauft und fiebert seiner ersten Aufführung entgegen. Bei dieser wird er von einer rothaarigen Frau namens Cynthia angesprochen, die sich als Schuldeneintreiberin im Auftrag von Mrs. Lynbrook entpuppt. Albert soll mit ihr zusammen zu Matilda reisen, mehr verrät Cynthia vorerst nicht.

Matilda hat gerade einen Baugutachter in ihrem Muschelraum verloren, als Albert und Cynthia bei ihr auftauchen. Cynthia will mit den beiden Freunden ebenfalls durch den Muschelraum – und zwar direkt in die Marschlande, einem versteckten Verbindungssystem zwischen den Kontinenten, um für Mrs. Lynbrook nach ihrem Ex-Mann zu suchen. Und da Matilda ohnehin nach ihren Eltern suchen möchte, willigen sie und Albert schließlich ein, sich auf ein gefährliches Abenteuer in die düstere Sumpflandschaft zu begeben, bei der Mr. Lynbrook nicht die einzige unheilvolle Kreatur sein wird, der sie begegnen werden. Weiterlesen

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Nadia Al Omari: Alles Humbug

Tante Chapiquita wohnt am anderen Ende des Dorfes. Ein Mädchen wird jede Woche von ihrer Mutter zu der seltsamen alten Frau geschickt, um Eier zu holen. Wie an jedem Mittwoch hat das Mädchen auch dieses Mal ein mulmiges Gefühl, als sie sich auf den Weg zu Tante Chapiquita macht. Denn alle im Dorf behaupten, sie sei eine Hexe.

Als das Mädchen bei Tante Chapiquita ankommt, ist wirklich alles ziemlich unheimlich. Ihr ganzes Haus hängt voller Blüten und Wurzeln, die sie dort trocknet. Möglicherweise, um daraus Zaubertränke zu brauen? Und welches merkwürdige Arbeitsmaterial verbirgt sich in den geheimnisvollen Jutesäcken in ihrer Wohnstube? Weiterlesen

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Lousie Doughty: Was die Nacht verschweigt

Lisa Evans beobachtet, wie sich nachts am Bahnhof von Peterborough ein Mann vor einen Zug wirft. Lisa kann nichts gegen den Selbstmord unternehmen – denn sie ist ein Geist. Vor 18 Monaten hat es an derselben Stelle einen ganz ähnlichen Todesfall gegeben. Nur ein Zufall? Oder gibt es einen Zusammenhang zwischen den Suiziden?

Nicht nur Lisa, sondern auch die Polizei wird auf den örtlichen Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen aufmerksam. So beginnt auch PC Lockhart, sich erneut mit dem Selbstmord vom letzten Jahr auseinanderzusetzen, auf der Suche nach möglichen Verbindungen.

Für ihren neunten Roman „Was die Nacht verschweigt“ wählt die britische Autorin Louise Doughty eine ungewöhnliche Perspektive. Lisa, deren Geist an den Bahnhof gefesselt ist, berichtet uns als entrückte, übergeordnete Ich-Erzählerin über ihre Beobachtungen rund um ihre unfreiwillige Heimat. Unterbrochen werden diese Schilderungen davon, dass sie sich stückchenweise daran zu erinnern beginnt, wer sie einmal war. Diese Sequenzen kommen meist plötzlich wie eine Art Flashback, wenn Lisa durch irgendetwas an ein früheres, eigenes Erlebnis denken muss. Weiterlesen

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Judith Merchant: Hanni hat Tomaten in den Ohren

Das kennt wohl jeder, der kleine Kinder hat: Wenn Mama oder Papa bestimmte Sachen sagen, funktionieren die Kinderohren einfach nicht richtig. Alles Wichtige kriegt man zwar mit, aber besonders schlimm ausgeprägt ist die temporäre Taubheit bei jeglichen Aufforderungen. Vor allem „Aufräumen“ oder „Wegpacken“ sind Wörter, die den kindlichen Gehörgang einfach nicht passieren wollen.

So geht es auch Hanni und ihrer Mutter. Hanni ist gerade sehr beschäftigt und malt ein tolles Bild, als ihre Mama möchte, dass sie endlich ihren Teller in die Spülmaschine räumt. Doch das hört Hanni einfach nicht. Hat sie vielleicht Tomaten auf den Ohren? Ja, das muss es sein, denkt Hanni, sie hat Tomaten IN den Ohren! Deshalb kann sie absolut gar nichts hören! Oder sind es Gurken?

Schnell bringt Mama sie zu Doktor Mertens. Der hat eine Trompete und kann damit nachsehen, was in Hannis Ohren los ist. Und was er da alles findet, überrascht nicht nur Mama… Weiterlesen

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Diane Cook: Die neue Wildnis

Amerika (oder irgendein anderer Ort auf der Welt) in nicht allzu ferner Zukunft: Alle Menschen leben in gigantischen, verdreckten Städten, die nur aus gedrängten Hochhäusern bestehen und in denen die Luft pures Gift für menschliche Atemwege ist. Alle Flächen im Umland müssen für die Versorgung der Städte oder zur Lagerung von Müll genutzt werden. Immer mehr Menschen werden krank aufgrund der ungesunden Bedingungen und da das Land ohnehin heillos überbevölkert ist, hat die Versorgung dieser Kranken keine Priorität.

Auch Beas kleine Tochter Agnes ist krank. Als klar ist, dass ihre Lunge die vergiftete Atemluft nicht mehr lange aushalten wird, entschließt sich Bea dazu, ihr altes Leben zu verlassen. Im Rahmen einer Studie will sie zusammen mit Agnes, ihrem Lebensgefährten Glenn und 17 weiteren Freiwilligen in den Wildnis-Staat gehen, um dort als Nomaden zu leben. In diesem letzten geschützten Nationalpark soll erforscht werden, wie die Gruppe mit der so rar gewordenen Natur interagiert. Weiterlesen

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Tracey Turner & Åsa Gilland: Das ist unsere Welt

Esrin lebt in Göreme, das ist ein kleines Dorf in der türkischen Region Kappadokien. Mit ihrer Familie wohnt sie in Felsenwohnungen, die vor über tausend Jahren in die Formationen der versteinerten Vulkanasche geschlagen wurden.

Namelok ist eine Massai und lebt in der Serengeti Kenias in einem Dorf, das aus acht Hütten besteht. Sie geht gerne zur Schule und kümmert sich ansonsten um das Melken der Kühe und Ziegen oder spielt Fußball. Wenn sie groß ist, möchte sie Ärztin werden.

Jaimes Heimat sind die Yungas in Bolivien, Bergnebelwälder, die sich entlang der Anden erstrecken. Um zur Schule zu kommen, muss er ein großes Tal überqueren. Damit das möglich ist, hat sein Vater ein Seil quer über das Tal gespannt, an dem Jaime mithilfe einer Rollenkonstruktion auf die andere Seite rutscht. Pünktlich um 14:00 endet die Schule, damit alle Kinder noch bei Tageslicht Zuhause ankommen – denn im Dunkeln könnte man giftige Schlangen übersehen. Weiterlesen

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Andrea Schomburg & Barbara Scholz: Mattwoch, der 35. Miau

Was ist denn das, ist dieses Buch voller Fipptehler und Bachstubendreher? Nein, nein, aber es ist Mattwoch der 35. Miau, und da ist bei Herrn Käsemeer alles ein bisschen besonders. An diesem speziellen Tag hat er nämlich freu. Und so begleiten wir ihn nach seinem Haferflecken-Frühstück durch einen verrückten Tag voller Waldschwane, Klopperschlingen und Furchtbären.

Andrea Schomburg präsentiert mit ihrem neusten Kinderbuch ein rasantes Buchstabenspektakel, das Eltern und Kindern Spaß macht. Nicht nur in den Zwei- bis Fünfzeilern auf jeder Seite, sondern auch in den Illustrationen finden sich zahlreiche Wortspielereien, bei denen auch Erwachsene gelegentlich überlegen müssen, welches Wort da verdreht wurde. Dabei sind die bunten Seiten von Barbara Scholz so verrückt und wirr gestaltet wie der Text selbst. So können (Vor-)Leser und Zuhörer auch nach wiederholtem Lesen immer noch Neues entdecken. Weiterlesen

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Zhou Haohui: 18/4 – Der Hauptmann und der Mörder

In der chinesischen Metropole Chengdu ist ein Mord passiert, der unter den hiesigen Polizisten für Aufsehen sorgt: Zheng Haoming, geschätzter Kollege und Hauptkommissar, wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Und damit nicht genug: Es scheint ganz so, als sei ein mit dieser Tat ein Serienkiller wieder aktiv geworden, der zuletzt vor 18 Jahren gemordet und sich selbst den Namen Eumenides gegeben hat.

Schnell stellt sich heraus, dass Zheng vor seinem Tod Nachforschungen zu Eumenides angestellt hat. Pei Tao, eigentlich Hauptmann in einer anderen Stadt, ist zum Zeitpunkt des Mordes deshalb auch gerade in Chengdu. Er war in die Mordfälle vor 18 Jahren verwickelt, und wollte mit seinem Kollegen über die alten Fälle sprechen, doch dafür ist es nun zu spät.

Eilig wird die alte Ermittlungsgruppe mit dem Namen 18/4 wieder einberufen, samt Hauptmann Pei Tao. Eine scheinbar aussichtslose Jagd nach dem Mörder beginnt. Denn obwohl Eumenides all seine Taten vorab per Todesanzeigen ankündigt, wird es für die Polizei von Chengdu keine leichte Aufgabe, seine potentiellen Opfer vor ihm zu schützen.

„Der Hauptmann und der Mörder“ ist der erste Teil von Haohuis 18/4-Trilogie, die in China bereits vor einigen Jahren erschienen ist. In seiner Heimat war sein Roman-Debüt ein großer Erfolg. Die Trilogie ist sowohl als Streaming-Serie als auch für das Kino verfilmt worden. Weiterlesen

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Mikkel Robrahn: Signs of Magic 01: Die Jagd auf den Jadefuchs

Albert Tubbs aus London ist ein mäßig erfolgreicher Event-Zauberer, der neben seinem Job als Pizza-Lieferant auf Kindergeburtstagen und ähnlichen Veranstaltungen auftritt. Zaubertricks sind seine Leidenschaft – doch leider verdient er damit kaum genug, dass es zum Leben reichen würde. Ganz aufgeben will er seinen Traum von einer erfolgreichen Magier-Karriere aber doch noch nicht, auch wenn seiner Verlobten Patty lieber wäre, er würde so langsam „etwas Richtiges“ mit seiner Zeit anfangen.

Verständlich also, dass Albert ganz aus dem Häuschen ist, als er einen Anruf bekommt: Matilda Godwins möchte ihn buchen, allem Anschein nach für eine große Tour durch ganz Großbritannien! Das könnte nun endlich Alberts großer Durchbruch sein, deshalb fragt er auch gar nicht weiter nach, sondern sagt kurzerhand zu.

Matilda ihrerseits hat ganz andere Probleme: Ihr Vater hat das Familienvermögen verloren und nun droht die Bank, das Anwesen der Godwins zu pfänden. Dieses Gutshaus stellt aber die einzige verbleibende Verbindung zu ihrer Mutter da, weshalb Matilda schnell an sehr viel Geld kommen muss. Ihr einziger Einfall: Sie will an der Jagd auf den Jadefuchs teilnehmen. Weiterlesen

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Markus Gasser: Die Verschwörung der Krähen

Markus Gasser, österreichischer Literaturwissenschaftler und Schöpfer des YouTube-Kanals „Literatur ist alles“, bringt uns in seinem ersten Roman „Die Verschwörung der Krähen“ das Leben des Schriftstellers Daniel de Foe näher. Den meisten ist de Foe vermutlich als Autor des Romans „Robinson Crusoe“ ein Begriff, aber eigentlich war der Brite viel mehr als das.

De Foe wird Mitte des 17. Jahrhunderts in London geboren. Dieses London um 1700, in dem Gassers Geschehen spielt, zeichnet er als wenig einladenden Ort. Als Angehöriger des presbyterianischen Glaubens gehört de Foe in dieser Welt zu den Ausgegrenzten, den sogenannten „Dissentern“. Dies liegt nicht zuletzt an Queen Anne Stuart, die wenig übrig hat für politische oder religiöse Gesinnungen, die nicht ihren eigenen entsprechen. Wenig verwunderlich also, dass de Foe wiederum nicht zu den Befürwortern seiner Königin gehört. Und so veröffentlicht de Foe diverse Schriften und Flugblätter, die über politische Machenschaften aufklären, was ihn zeitweise sogar hinter Schloss und Riegel und an den Pranger bringt.

Gasser erzählt die Geschichte de Foes und seiner Lebenswelt in mehreren Episoden verschiedener Zeitebenen, die nicht immer in chronologischer Reihenfolge aufeinander folgen. Neben dem intriganten Königshof und dem Gefängnis „Newgate“ bildet auch die Londoner Unterwelt einen Schauplatz des Romans, wo recht ausführlich das illegale Imperium des Jonathan Wyldes beleuchtet wird. Weiterlesen

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