Andrea Camilleri: Die Spur des Lichts

Unermüdlich schreibt der italienische Schriftsteller Andrea Camilleri  weiter an seinen Commissario-Montalbano-Krimis. „Die Spur des Lichts“ ist der neunzehnte dieser Reihe, der am 24. April 2017 in einer Übersetzung von Rita Seuß und Walter Kögler im Verlag Bastei Lübbe erschienen ist.

Commissario Salvo Montalbano träumt schlecht, steht doch ein Sarg mit einer Leiche auf einem Acker in der Contrada Casuzza. Dabei hat sich doch nur der Innenminister zu einem Besuch in den Notunterkünften für Flüchtlinge in Vigàta angekündigt. Dann ändert sich der Terminplan des Ministers und Montalbano besucht eine Kunstgalerie mit der sehr attraktiven und schönen Galeristin Marian, die ein gemeinsames Essen vorschlägt. Was wohl Salvos Freundin Livia davon halten würde? Weiterlesen

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Toni Morrison: Gott, hilf dem Kind

Toni Morrison, 86jährige Literaturnobel- und Pulitzerpreisträgerin, beschäftigt sich in ihren Werken mit Rassendiskriminierungen und Rassenkonflikten in den USA. Sie ist nicht nur dort, sondern auch  international die Stimme afroamerikanischer Literatur. Und diesem Ruf wird sie nun wieder mit ihrer 2015 unter dem Originaltitel erschienenen Novelle „God Help the Child“ gerecht. Jetzt liegt das Buch in einer Übersetzung von Thomas Piltz unter dem Titel „Gott, hilf dem Kind“ bei Rowohlt auf Deutsch vor.

Da bekommt die sehr hellhäutige Sweetness Bridewell in den 1990er Jahren ein teerschwarzes Baby, das sie Lula Ann nennt, und dessen Vater Louis die kleine Familie umgehend verlässt, weil er annimmt, das Kind sei nicht von ihm. Weiterlesen

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Henning Sußebach: Deutschland ab vom Wege. Eine Reise durch das Hinterland

Henning Sußebach (Jahrgang 1972) arbeitet als Redakteur und Reporter im Bereich Dossier für die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ und lebt in Hamburg. Er schreibt zeitgenössische Reportagen zu Themen der deutschen Gesellschaft und Politik, wie beispielsweise Wohnungslosigkeit oder Leben im Alter. Zuletzt erschien 2016 sein Buch „Unter einem Dach“ bei Rowohlt, in dem er über sein Zusammenleben mit einem syrischen Flüchtling berichtet. Sein neuestes Projekt „Deutschland ab vom Wege – Eine Reise durch das Hinterland“ hat Sußebach ebenfalls zu einem Buch verarbeitet, das am 22. April 2017 bei Rowohlt erschienen ist.

Bei einem Waldspaziergang an einem Neujahrsmorgen reift bei Henning Sußebach die Idee, Deutschland von Norden nach Süden abseits von Asphalt und Beton zu durchwandern. Rund 1000 Kilometer von der Ostsee bis zur Zugspitze will er Straßen und Städte weitestgehend meiden und sich über Äcker, Wiesen, Felder und Wälder zu Fuß von Mecklenburg nach Bayern durch Deutschland bewegen. Weiterlesen

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Margaret Atwood: Das Herz kommt zuletzt

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (Jahrgang 1939) ist die (Erzähl-) Meisterin der bedrohlichen Zukunftsszenarien („Dystopien“). Sie nimmt  politische und gesellschaftliche Entwicklungen einer nahen Zukunft in ihren teils absurden, teils gefährlichen Auswirkungen erzählerisch vorweg und zeichnet so ein eher düsteres Bild vom zukünftigen Leben auf der Erde. So wie in ihrem neuesten Roman „Das Herz kommt zuletzt“, der am 3. April 2017 in einer Übersetzung von Monika Baark im Berlin Verlag erschienen ist. Darin erleben Charmaine und Stan ihr persönliches Desaster. Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise haben sie Haus, Jobs und Geld verloren und leben in ihrem Auto, einem „Dritte-Hand-Honda“, im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Leben auf der Straße zerrt an ihren Nerven und ihrer Beziehung. Charmaine hat einen Job als Kellnerin in der Bar „PixelDust“, in der Drogendealer und Prostituierte verkehren, Stan bleibt arbeitslos. In ihrer Not muss Stan sich Geld von seinem zwielichtigen, kriminellen Bruder Conor leihen. Weiterlesen

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Jussi Adler-Olsen: Selfies

Der dänische Autor Jussi Adler-Olsen (Jahrgang 1950) hat mit seiner Thriller-Reihe um das Sonderdezernat Q in Kopenhagen international Erfolg. Der erste Band „Erbarmen“ von 2008 verkaufte sich millionenfach. Dieser und die nachfolgenden Bände „Schändung“ und „Erbarmen“ wurden verfilmt. In Deutschland haben Jussi Adler-Olsen und sein Ermittlungsteam eine große und treue Fangemeinde. So wundert es auch nicht, dass der siebte Fall für Kommissar Carl Mørck und seine Assistenten Assad und Rose die Bestseller-Listen stürmt. „Selfies“ (in einer Übersetzung von Hannes Thies) erschien am 10. März 2017 bei dtv.

Und es gibt viel zu tun für das Sonderdezernat Q im Keller der Kopenhagener Polizei. Da ist der alte, ungelöste Fall einer jungen Lehrerin, die erschlagen wurde, der auch den pensionierten Kollegen von der Mordkommission Marcus Jacobsen  beschäftigt. Weiterlesen

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Arnaldur Indriðason: Tage der Schuld

Arnaldur Indriðason, 1961 geborener isländischer Krimiautor, ist in Deutschland vor allem durch seine Kommissar Erlendur-Reihe bekannt. Inzwischen sind elf Titel dieser Reihe auf Deutsch erschienen. Mit dem zwölften Band „Tage der Schuld“ (in einer Übersetzung von Coletta Bürling), der am 16. Februar 2017 bei Bastei Lübbe erschienen ist, führt  Indriðason die Leser zu Kommissar Erlendurs Anfängen bei der isländischen Kriminalpolizei in Reykjavik Ende der 1970er Jahre.

In „Tage der Schuld“ ermitteln Erlendur Sveinsson und sein Vorgesetzter Marian Briem in einem Mordfall, in dem eine männliche Leiche in einem See mitten in einem Lavafeld auf der Halbinsel Reykjanes gefunden wurde. Weiterlesen

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Mary Miller: Big World: Storys

Mary Miller ist eine junge (Jahrgang 1977) US-amerikanische Autorin, deren Romandebüt „Süßer König Jesus“ (Originaltitel „The last days of California) von 2013 hierzulande hochgelobt wurde („Sie wird als »the next big thing« gehandelt.“ s. Klappentext Metrolit Verlag). Im Februar 2017 ist ihr Kurzgeschichtenband „Big World“ aus dem Jahre 2009 in einer Übersetzung von Alissa Walser bei dtv erschienen. Darin zwölf Kurzgeschichten über junge Frauen in den USA.

Da ist das namenlose Paar in „Cedars of Lebanon“, die einen verdreckten, gebrauchten Campingwagen herrichten, um damit ein paar Tage wegzufahren. Und während die Frau im Grunde schon weiß, dass sie ihren Freund verlassen wird, wie sie alle Männer verlassen hat, raucht er seinen Joint, guckt einen Film auf DVD oder grillt Hotdogs. Oder das Mädchen und sein Vater, die nach dem Tod der Mutter miteinander zurechtkommen müssen. Die zwei Schwestern Melissa und Audrey verbringen ihre Zeit vor dem Fernseher und in Bars, trinken und schleppen Jungs ab. Weiterlesen

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Fabian Hischmann: Das Umgehen der Orte

Fabian Hischmann, 1983 geborener Autor, war 2014 für seinen ersten Roman „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Der Protagonist  dieses Buches, Max Flieger, taucht auch in Hischmanns neuem Roman „Das Umgehen der Orte“ auf, der am 12. Januar 2017 im Berlin Verlag erschienen ist.

Max Flieger, der seine Eltern durch ein Unglück verlor, ist inzwischen 36 Jahre alt und wird zunächst im Jahr 2018 von Tim in eine psychiatrische Einrichtung gebracht, Weihnachten 2019 liefert er sich dann selbst ein. Neben Max Flieger treten in Fabian Hischmanns Roman viele andere Figuren auf, junge Leute, Männer und Frauen. Da ist die fette Lisa, die unglücklich in die selbstbewusste Anne verliebt ist und nach Island auswandert in der Hoffnung, dort nicht mehr zu schwitzen. Oder Dylan, Magnus, der aussieht wie ein Frettchen, und Samuel, die Schriftsteller werden wollen. Weiterlesen

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Jochen Rausch: Im Taxi: Eine Deutschlandreise

Jochen Rausch (Jahrgang 1956) ist Journalist, Autor und Musiker. Seit 2000 ist er Programmchef von 1LIVE und seit 2015 zusätzlich von WDR 2 und WDR 4. Rausch hat seit 2008 mehrere Bücher geschrieben, darunter Erzählungen und Romane. Der Grimme-Preisträger lebt in Wuppertal und bezeichnet sich selbst als „notorischen Taxinutzer“. Nun hat er seine über Jahre gesammelten Taxi-Gespräche in einem Buch vereint. Das Taschenbuch erschien am 12. Januar 2017 im Berlin Verlag.

Darin 120 Mini-Monologe von Taxifahrerinnen und –fahrern in Deutschland, die eindrücklicher nicht sein könnten. Auf je einer Taschenbuchseite erzählen die Männer und (wenige) Frauen aus Berlin, Hamburg, Bochum, Köln, Chemnitz oder München über sich: wer sie sind, woher sie kommen, was sie denken. Weiterlesen

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Richard Ford: Rock Springs: Short Storys

Richard Ford, amerikanischer Schriftsteller (Jahrgang 1944), erhielt  den Pulitzerpreis und PEN/Faulkner Award für seinen 1995 erschienenen Roman „Unabhängigkeitstag“. Ich-Erzähler und Protagonist Frank Bascombe aus diesem und den Romanen „Der Sportreporter“, „Die Lage des Landes“ und „Frank“ steht für den „American Everyman“. Und den Durchschnittsamerikaner treffen die Lesenden auch in den Kurzgeschichten „Rock Springs“ aus dem Jahre 1987, die dtv im November 2016 kurz nach den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen in einer Taschenbuchausgabe (übersetzt von Harald Goland) herausgegeben hat.

Darin zehn Short Storys, in denen Richard Ford über Menschen in ihren Alltagsleben erzählt. In einem Leben, das wenig mit dem amerikanischen Traum vom Tellerwäscher zum Millionär gemein hat. Die Menschen in Fords Kurzgeschichten bleiben, wenn sie Glück haben, Tellerwäscher. Weiterlesen

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