Jo Nesbø: Durst

Der 57jährige, norwegische Schriftsteller Jo Nesbø ist durch seine Kriminalromane um den Ermittler Harry Hole weltweit bekannt geworden. Mitte Oktober 2017 kommt die Verfilmung von „Schneemann“ (Harry Holes siebter Fall) in die deutschen Kinos. Die Ullstein Buchverlage haben am 15. September 2017 Harry Holes elften Fall mit dem Titel „Durst“ in einer Übersetzung von Günther Frauenlob herausgebracht.

Um Harry Hole ist es ruhig geworden. Wie in seinem letzten Fall „Koma“, unterrichtet er weiter an der Polizeihochschule Oslo. Er hat seine Liebe, Rakel, geheiratet und führt ein zufriedenes und glückliches Leben am Holmenkollen mit Blick auf die Stadt Oslo und den Fjord. Oleg, Rakels Sohn, studiert inzwischen an der Polizeihochschule. Weiterlesen

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William Saroyan: Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich

William Saroyan wurde 1908 im US-Staat Kalifornien geboren. Seine Eltern stammen aus Armenien. Nach der Veröffentlichung seiner ersten Short Storys  arbeitete Saroyan als Drehbuchautor für Hollywoods Filmindustrie. 1943 bekam er einen Oscar für das beste Drehbuch zu dem Roman „The Human Comedy“. Den Pulitzer Preis für „The Time of your Life“ lehnte er dagegen schon 1940 ab. William Saroyan starb 1981.

Bei dtv erschienen am 8. September 2017 (zum Teil erstmals) sechzehn seiner Kurzgeschichten unter dem Titel „Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich“ von Nikolaus Stingl ins Deutsche übersetzt.

Da geht ein junger, arbeitsloser, armenischer Schriftsteller zum Haareschneiden zu dem assyrischen Friseur Theodore Badal, und sie kommen ins Gespräch über ihre eigenen kleinen, verfolgten Völker. Weiterlesen

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Claudio Paglieri: Kein Vorteil für Commissario Luciani

Der italienische Journalist und Schriftsteller Claudio Paglieri (Jahrgang 1965) lebt in Genua und arbeitet seit 1990 für eine regionale Tageszeitung. Vor zehn Jahren startete er seine Krimireihe um den mageren Genueser Kommissar Marco Luciani mit „Kein Espresso für Commissario Luciani“, in dem es um Verbrechen im Profifußball-Milieu ging. Seitdem sind vier weitere Krimis erschienen. Am 18. August 2017 legte der Aufbau Verlag den sechsten Band mit dem Titel „Kein Vorteil für Commissario Luciani“ vor. Darin widmet sich Claudio Paglieri kriminellen Verstrickungen im Tennissport.

Marco Luciani hat mit seinem Sohn Alessandro die Stadt Genua, seine Arbeit bei der Polizei und Alessandros Mutter Sofia verlassen und ist in Barcelona untergeschlüpft. Dort vermietet er die Wohnung seiner Ex-Freundin, der Sängerin Alice, an Touristen, während Alice mit ihrer Band auf Tournee ist. Eines Tages bittet sie ihn um Hilfe bei der Suche nach der Tochter von Mauro Rossi, Weiterlesen

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Sabrina Janesch: Die goldene Stadt

Sabrina Janesch (Jahrgang 1985) ist die diesjährige Annette-von-Droste-Hülshoff-Preisträgerin. Sie arbeitet als Schriftstellerin und Journalistin in Münster. „Die goldene Stadt“, ihr vierter Roman, ist am 18. August 2017 bei Rowohlt Berlin erschienen.

Angeregt durch einen Artikel in der „Süddeutschen Zeitung“ aus dem Jahre 2012 über einen deutschen Entdecker, der Machu Picchu vor dem Amerikaner Hiram Bingham gefunden haben soll, machte Sabrina Janesch sich daran, das Leben dieses Mannes zu recherchieren. In dem Roman „Die goldene Stadt“ erzählt sie die Geschichte von Rudolph August Berns, der 1842 im rheinischen Uerdingen geboren wurde und 1876 als Augusto R. Berns die Ruinenstadt Machu Picchu in Peru entdeckte.

Rudolph August Berns wächst als ältester Sohn von Johann und Caroline Berns (geb. Dültgen) in den 1840er Jahren in Uerdingen auf. Der Vater betreibt eine Weinhandlung. Rudolph gilt als verträumter, phantasievoller Junge, der Legenden und Geschichten liebt. Weiterlesen

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Valeria Parrella: Liebe wird überschätzt

Die italienische Autorin Valeria Parrella (Jahrgang 1974) wurde für die Erzählungen „Die Signora, die ich werden wollte“ 2003 in ihrem Heimatland ausgezeichnet. Hierzulande ist sie eher weniger bekannt. Dies sollte sich jedoch bald ändern, denn mit ihrem neuesten Buch „Liebe wird unterschätzt (und andere menschliche Geschichten)“ legt sie ein Stück guter Erzählkunst vor. Es ist am 24. Juli 2017 in einer Übersetzung von Annette Kopetzki beim Carl Hanser Verlag erschienen. Darin acht Erzählungen oder wie der Untertitel sagt „menschliche Geschichten“, die (fast alle) überzeugend geschrieben sind und mich als Lesende beeindruckt haben.

Den Auftakt zu dem Lesevergnügen macht die titelgebende Geschichte „Liebe wird überschätzt“, in der die Sportjournalistin Federica und ihr Arztgatte Giorgio gemeinsam mit der fast erwachsenen Tochter Susanna in den Urlaub in die Berge fahren. Das Ehepaar hat sich mit seiner beidseitigen sexuellen und emotionalen Untreue arrangiert, bis eine unerwartete Todesnachricht die Heimlichkeiten und Lügen aufdeckt. Und die Tochter den Eltern ordentlich die Leviten über die Liebe liest. Weiterlesen

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Michael Robotham: Der Schlafmacher

Der australische Schriftsteller Michael Robotham, geboren 1960, hat mit „Der Schlafmacher“ den zehnten Band seiner Psychothriller mit den Hauptfiguren Joseph (Joe) O’Loughlin (forensischer Psychologe) und Vincent Ruiz (Ex-Detective) geschrieben. Das Original ist unter dem Titel „Close your eyes“ 2015 erschienen. Nun liegt die Taschenbuchausgabe in einer Übersetzung von Kristian Lutze bei Goldmann vor. Professor O’Loughlin bekommt es dieses Mal mit einem Doppelmord zu tun. Mutter Elizabeth und Tochter Harper Crowe werden in ihrem Haus, der Windy Hill Farm, in Clevedon, einer englischen Küstenstadt, tot aufgefunden. Detective Chief Superintendent Veronica (Ronnie) Cray bittet den Psychologen um Unterstützung bei der Bearbeitung des Falls.

Joe O’Loughlin lebt nach wie vor getrennt von seiner Frau Juliane, nachdem er sie nach Erhalt seiner Parkinson-Diagnose mit einer anderen Frau betrogen hatte. Ihre ältere Tochter Charlie ist auf dem Weg an die Universität, die jüngere Tochter Emma ist zehn Jahre alt. Joe liebt Juliane immer noch und ist erfreut, dass sie ihn bittet, den Sommer über bei ihr und den Kindern zu wohnen. Weiterlesen

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Håkan Nesser: Elf Tage in Berlin

Håkan Nesser, 1950 geborener schwedischer Schriftsteller, ist vor allem mit seinen Kriminalromanen um Kommissar van Veeteren weltberühmt geworden. Sein Roman „Elvar dagar i Berlin“ erschien 2015 in Schweden und liegt seit dem 13. Juni 2017 als Taschenbuch bei btb unter dem deutschen Titel „Elf Tage in Berlin“ vor. Es ist die unterhaltsame und liebenswerte Geschichte von Arne Albin Hektor Murberg und seiner Reise nach Berlin.

Aber zunächst zum Inhalt: Torsten Murberg, Arnes Vater, stirbt an einer Krebserkrankung und gesteht seinem Sohn kurz vorher, dass seine Mutter Violetta Dufva nicht gestorben ist. Sie hatte Torsten verlassen, als Arne ein Jahr und sieben Monate alt war, und lebt nun in Berlin. Torstens letzter Wille ist, dass Arne sie in Berlin besuchen und ihr ein kleines, verschlossenes Kästchen überreichen soll. Weiterlesen

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Richard Russo: Ein Mann der Tat

Der US-amerikanische Autor und Pulitzer-Preisträger von 2002, Richard Russo (Jahrgang 1949),  legt mit dem Roman „Ein Mann der Tat“ (Originaltitel: „Everybody’s Fool“) die Fortsetzung von dem 1993 erschienenen Buch „Nobody’s Fool“ (Deutscher Titel: „Ein grundzufriedener Mann) vor. Der DuMont Buchverlag hat beide Titel im Mai 2017 auf Deutsch herausgebracht.

Der Lesende findet sich am Memorial-Day-Wochenende zunächst auf dem Hilldale-Friedhof von North Bath im US-Staat New York anlässlich der Beerdigung von Richter Barton Flatt wieder. Dort stürzt der unglückliche, von Zweifeln geplagte Polizeichef Douglas Raymer ohnmächtig ins offene Grab des Richters und verliert dabei sein einziges Beweisstück für die Untreue seiner vor einem Jahr bei einem Sturz auf der Treppe tödlich verunglückten Frau Rebecka (Becka): eine Garagentorfernbedienung.

Es ist heiß in North Bath und es stinkt. Rub Squeers, einfältiger Gelegenheitsarbeiter, wartet darauf, dass sein einziger Freund Donald Sullivan (genannt Sully) endlich etwas Zeit für ihn hat. Er ist schwer genervt von seiner Frau Bootsie, die ihm mit ihren Vorwürfen das Leben schwer macht. Weiterlesen

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Clemens Meyer: Die stillen Trabanten: Erzählungen

Clemens Meyer (1977 in Halle an der Saale geboren) lebt und arbeitet in Leipzig. Für seine Arbeiten wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Presse ist voll des Lobes für den Autor, der schon mit großen Erzählern wie Salinger oder Hemingway verglichen wurde. Im März erschien Meyers neuestes Werk „Die stillen Trabanten – Erzählungen“ beim S. Fischer Verlag.

Darin drei mal drei Erzählungen, die von jeweils einer Miniatur eingeleitet werden. Da ist der alternde Mitarbeiter eines Wachdienstes, der seinen Dienst in einer Trabantenstadt versieht, zu der auch ein Ausländerwohnheim, das Objekt 95, gehört. Für ihn verweben sich während eines nächtlichen Rundganges Vergangenheit und Gegenwart miteinander, in denen er sich seiner Zuneigung zu einer Bewohnerin des Objektes 95 (wieder-)erinnert. Oder der alte Mann auf einer Bank, der einem Unbekannten von der alten Strandbahn entlang der Küste erzählt. Weiterlesen

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Andrea Camilleri: Die Spur des Lichts

Unermüdlich schreibt der italienische Schriftsteller Andrea Camilleri  weiter an seinen Commissario-Montalbano-Krimis. „Die Spur des Lichts“ ist der neunzehnte dieser Reihe, der am 24. April 2017 in einer Übersetzung von Rita Seuß und Walter Kögler im Verlag Bastei Lübbe erschienen ist.

Commissario Salvo Montalbano träumt schlecht, steht doch ein Sarg mit einer Leiche auf einem Acker in der Contrada Casuzza. Dabei hat sich doch nur der Innenminister zu einem Besuch in den Notunterkünften für Flüchtlinge in Vigàta angekündigt. Dann ändert sich der Terminplan des Ministers und Montalbano besucht eine Kunstgalerie mit der sehr attraktiven und schönen Galeristin Marian, die ein gemeinsames Essen vorschlägt. Was wohl Salvos Freundin Livia davon halten würde? Weiterlesen

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