Harry Bingham: Fiona: Das Leben und Sterben

In Harry Binghams zweiten Kriminalroman werden Fiona und ihr Kollege zu einer angeblich illegalen Müllbeseitigung gerufen. Möbelpacker schicken sie in die Garage zu einer alten Gefriertruhe, in der unter anderem das beschuhte Bein einer Frau liegt. Für die Waliser Polizei beginnt mit diesem Fundstück eine extrem aufwändige Ermittlungsarbeit, die täglich nur Fragen aber keine Antworten bringt. Auch die Suchaktion nach dem restlichen Körper in der Umgebung sorgt für mehr Verwirrung, denn schon bald werden weitere Leichenteile, auch die eines vor kurzem ermordeten Mannes, entdeckt. Stetig und mit jedem neuen Fundort vergrößert sich die Zahl der Verdächtigen auf fast dreihundert Personen, ohne dass eine konkrete Spur für Klärung sorgt.

Unter der allseits gefürchteten Leitung von DI Watkins macht Fiona das, was sie am besten kann. Sie ordnet sich scheinbar unter und ermittelt privat in andere Richtungen. Fionas Alleingänge fallen trotzdem auf. Weiterlesen

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Harry Bingham: Fiona: Den Toten verpflichtet

Es gibt genug Gründe, Fiona den Polizeidienst zu verweigern. Zum einen verdient ihr Vater, ein polizeibekannter ‚Verbrecher‘ ohne Verurteilung, sein Geld mit Stripteaselokalen. Darüber hinaus hält Fiona ihre psychische Erkrankung geheim, die sie unter der Maske der verschrobenen Einzelgängerin mit Verstand verbirgt. Jeden Tag könnte dieses Geheimnis entdeckt werden.

Seit vier Jahren arbeitet DC Fiona Griffith bei der Polizei in Wales, als sie in die Ermittlung eines Doppelmordes eingebunden wird. Der Anblick der toten Mutter und Tochter in dem verwahrlosten Haus lässt sie nicht los. Vor allem die ungewöhnlich brutale Ermordung des sechsjährigen Mädchens treibt Fiona zu unzähligen Überstunden. Statt sich nur auf den einen Ermittlungsauftrag zu konzentrieren, betreibt sie noch eigene Recherchen, die mehr in Gang setzen, als sie ahnen kann. Und dann werden noch mehr Menschen ermordet. Tote schweigen bekanntlich für immer. Weiterlesen

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Susanne Gärtner: Borreliose – Die verschwiegene Volkskrankheit

Vereinfacht ausgedrückt, ist Borreliose eine durch Borrelia verursachte Infektionserkrankung, bei der es weder eine eindeutige Diagnose noch ein eindeutiges Erkrankungsbild gibt. Darin liegt die Tücke. Wer kann sich noch erinnern, wann und wo eine Zecke, eine Mücke oder eine Bremse gebissen oder gestochen hat? Möglicherweise hat dabei das Insekt auch andere Krankheitserreger weitergereicht. Wer eine Wanderröte auf der Haut bemerkt, kann sofort bei einem Arzt eine Behandlung mit Antibiotika beginnen. Wer diesen ersten Schritt versäumt, kann irgendwann chronisch erkranken. Viele Menschen haben Bakterien aus der Familie der Borrelia im Blut. Manche wissen es, manche nicht. Wer eines Tages unter einer chronischen Erkrankung leiden wird, läuft Gefahr, dass der Arzt an der wahren Ursache vorbei seine Diagnose und Behandlung beginnt.

Die Autorin und Heilpraktikerin Susanne Gärtner hat am eigenen Leib erfahren, wie lang- und schwerwiegend eine chronische Erkrankung sein kann. Erst als ein Arzt ihr mitteilte, sie müsse sich endgültig mit einem Rollstuhl abfinden, begehrte sie auf. Sie trug Informationen über Borreliose zusammen und probierte die unterschiedlichsten Behandlungsmethoden aus. Der Erfolg nach fünfzehn Jahren hat ihr ein neues, gesundes, selbstbestimmtes Leben geschenkt. Weiterlesen

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Lone Theils: Das Meer löscht alle Spuren

Normalerweise arbeitet die Journalistin Nora Sand nicht für die Sparte Kultur. Trotzdem soll sie den iranischen Dichter Manash Ishmail interviewen. Dieser wurde auf sie aufmerksam, als er in einem dänischen Auffanglager zufällig erfährt, Nora Sand sei London-Korrespondentin für ein dänisches Magazin. Weil Manash seit seiner Ankunft in Dänemark mit Interviewanfragen überschüttet wird, trifft er mit Nora und ihrem Chef eine Vereinbarung. Für ein Exklusivinterview soll Nora in London die verschollene Ehefrau des Dichters suchen. Erste Spuren weisen auf ein privat geführtes Auffanglager für Asylanten hin, das wie ein Hochsicherheitstrakt kaum zugänglich ist. Und je tiefer Nora gräbt, um so häufiger tauchen Indizien auf, die aus der banalen Geschichte einer Verschwundenen eine brisante Story über eine kriminell agierende Organisation machen. Bei ihren Recherchen kommt Nora den Hintermännern so nahe, dass es nicht nur für sie persönlich gefährlich wird. Weiterlesen

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Hala Kodmani: »Sie können mir den Kopf abschlagen, aber nicht meine Würde nehmen«

„… 1. Juni 2015

Baghdadi hat für die Provinz Rakka die allgemeine Mobilmachung ausgerufen. Also, meine Herren Daeschler, ich werde für euch beten! Aber nur, wenn ihr auch brav als Märtyrer sterbt und kein Einziger von euch übrig bleibt!“ (S. 129)

Zwischen August und Oktober 2015 wurde Ruqia von der IS hingerichtet. Weil sie insbesondere über die Unterdrückung und den Terror in Rakka bzw. Syrien auf Facebook berichtet hatte, wurde sie „Journalistin“ genannt und als gefährlich eingestuft. Denn ihre Berichte standen im Widerspruch zu den offiziellen Bekanntmachungen.

Hala Kodmani ist eine syrische-französische Journalistin, die im Rahmen ihrer Recherchen 2016 auf „Nissan Ibrahim“ aufmerksam wurde. Nissans umfangreiche Chronik beeindruckte sie so sehr, dass sie sich auf eine Spurensuche begab. Wer verbarg sich hinter dem Pseudonym Nissan, wie lebte und starb sie? Weiterlesen

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Raja Alem: Sarab

Es gibt viele Geschichten, die von einem Rollenwechsel berichten: Frauen, die sich als Männer verkleiden, Männer als Frauen. Bei dem Beduinenmädchen Sarab beginnt der Rollenwechsel bereits bei der Geburt. Denn ihre Mutter behauptet, sie habe einen zweiten Sohn geboren. Kurz darauf stirbt ihr Mann, ein alter Scheich, und sie muss mit ihren zwei Söhnen ohne männlichen Schutz überleben.

»… Sie verbrachten ihre Kindheit in einem eingebildeten Kriegslager, in dem die Mutter sie zu Kämpfern gegen den Satan ausbildete. Ihr Glaubenskrieg wurde für den Stamm zu einer Quelle der Offenbarung. (S. 144)

Als ihre Mutter stirbt, folgt ihr Bruder Saifallah dem Ruf des Predigers Mudschan nach Medina. Und Sarab folgt ihm wie gewohnt als sein Schatten in Männerkleidern. Während Saifallah von Mudschan begeistert ist, fühlt sich Sarab von Mudschans Schwager, dem auserkorenen Mahdi, angezogen. Die Geschwister befolgen nicht nur die neuen Doktrin, sie ziehen mit Mudschan und dem Mahdi in den Krieg nach Mekka, um die große Moschee in ihre Gewalt zu bringen. Danach seien sie alle erlöst, behauptet Mudschan. Weiterlesen

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Karola Briese: Dragonerkind

1758 ist das Ende des Siebenjährigen Krieges noch nicht absehbar. Jeans Vater wird wieder gezwungen, erhöhte Steuern zu zahlen. Diese Geldforderung bedeutet für seine Familie mehr als nur Hungern und Frieren. Nachdem Jeans Lieblingsschwester einem fremden Haushalt übergeben wird, eine jüngere Schwester an Hunger und Kälte stirbt, muss nun auch er bei Fremden sein Brot verdienen. Das Schicksal führt den Zwölfjährigen zu dem jungen Dragoner Philippe de Belsace. Dieser kuriert gerade seine Verwundung aus dem letzten Kriegsgemetzel aus und braucht für seinen temperamentvollen Hengst einen neuen Burschen. Jean als erfahrener Bauernjunge kann sich schnell mit dem außergewöhnlich großen Fuchs des Herrn Leutnant anfreunden. Auch sonst geht es in Jeans Leben aufwärts. Er bekommt genug zu essen, warme Kleidung und lernt unter anderem Lesen und Schreiben. Während zwischen ihm und seinem Herrn eine Freundschaft entsteht, müssen sich beide tödlichen Gefahren und politischen Ränkespielen stellen. Weiterlesen

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Horst Eckert: Der Preis des Todes

25 Jahre ging Sarah ihrem Vater aus dem Weg. Damals hatte er sie und ihre Mutter verlassen.  25 Jahre hat sie ihr Leben ohne ihn gelebt, bis der Zufall ihre Wege kreuzt.

Nach der Ermordung ihres Freundes Christian steht sie ihrem Vater im Präsidium gegenüber. Der Düsseldorfer Kommissar Sellin ist inzwischen alt und grau geworden und untersucht gerade den Mord an einer jungen Frau. Sein neuer Fall und der Tod von Christian Wagner haben zwei Gemeinsamkeiten. Beide Opfer kannten sich über eine Hilfsorganisation und waren in Dadaab, dem größten afrikanischen Flüchtlingslager. Während der Tod des Staatssekretärs Christian Wagner mediale Wellen schlägt, interessiert sich kaum einer für junge Frau.

Nach 25 Jahren braucht Sarah ihren Vater. Er verfügt über Insiderinformationen, die ihr für die Suche nach Christians Mörder fehlen. Im Gegenzug berichtet Sarah ihm die Ergebnisse ihrer Recherchen. Vater und Tochter kommen sich dabei näher und geraten, ohne es zu ahnen, in den Fokus einer kriminellen Organisation. Deren Wirkungskreis ist erschreckend groß und vernichtend zugleich. Weiterlesen

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Nicholas Searle: Verrat

Bridget ist katholisch und lebt in Nordirland. Seit ihrer Kindheit kennt sie nichts anderes als Kämpfe zwischen Protestanten und Katholiken, aber auch Brutalität von Seiten der britischen Soldaten oder Polizisten. Sie erfährt Armut, Kälte und ständig Ungerechtigkeit, die ihr ein normales Leben mit Ausbildung, gut bezahlter Arbeit und einem angstfreien Alltag unmöglich machen. Nach der Schule wollte sie studieren. Doch ihre Mutter bat sie, noch eine Weile damit zu warten. Und während sie auf den geeigneten Moment wartet, begegnet sie Francis, einem erfahrenen Freiheitskämpfer, der für ein vereintes Irland Menschen tötet. In sein verwegenes Lächeln verliebt sie sich. Nach ihrer Heirat bleibt ihre einzige Fortbildung das Rauf- und Runterlesen der mobilen Bücherei. Häufig verschwindet Francis ohne eine Erklärung. In den Zeitungen liest Bridget von diversen Angriffen im Süden oder in England, die wiederum Angriffe in Nordirland nach sich ziehen.

Bridget kennt ihr ganzes Leben lang nur die Eskalation von Gewalt. Sie hat Angst um Francis, und sie hat Angst um sich. Ständig sucht sie einen Ausweg, der unverhofft über Sarah, einer britischen Geheimagentin, angeboten wird. Weiterlesen

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Daniel Fuhrhop: Einfach anders wohnen

Ein Grundgesetz für bezahlbaren Wohnraum gibt es nicht. Und täglich kaufen Investoren weitere Quadratmeter. Wer sein Studium finanziell alleine stemmt, von einer kleinen Rente lebt oder als Normalverdiener keine bezahlbare Wohnung mehr findet, darf in diesem klugen Ratgeber die Ideen von 66 Raumwundern aufgreifen.

Eines wird beim inspirierenden Schmökern mehr als deutlich: Das klassische Wohnen war gestern. Heute braucht man Kreativität, um die vorhandenen Ressourcen erstens zu erkennen und zweitens zu nutzen.

Entrümpeln und sich auf das Wesentliche konzentrieren dürfte die leichteste Übung sein. Die inzwischen bekannten und geschätzten Tiny Houses bringen die Konzentration im Leben quasi auf den Punkt, während intelligente Möbelarchitektur im beengten Wohnraum mehr Möglichkeiten eröffnet. Aber die eigene Wohnung mit anderen zu teilen, bedeutet ein gravierendes Umdenken, bei dem für jede Form von Egoismus kein Raum bleibt. Nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark, zeichnet der Autor Daniel Fuhrhop unterschiedliche Lebensmodelle auf. Ob Arbeiten für Wohnen, der gemeinsame Erwerb von leerstehenden Häusern, klassische Wohngemeinschaften, für jeden Bereich gibt es Wege herauszufinden, wer passt zu wem. Im Zeitalter der Digitalisierung lassen sich Fragekataloge leicht entwerfen und auswerten. Inzwischen entwickeln sich daraus immer mehr Geschäftsmodelle, deren Eigendynamik gerade erst begonnen hat. Weiterlesen

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