Titus Müller: Der Tag X, gelesen von Svenja Pages

Nelly Findeisen und ihre Eltern haben den Krieg gerade überstanden, da bricht das nächste Drama über sie hinein. 1946 dringen Russen in ihre Wohnung ein und wollen sie alle nach Rußland verschleppen. Als klar wird, dass es nur um den Vater, den Wissenschaftler geht, trifft ihre Muter die Entscheidung, mit dem kleinen Kind in Berlin zu bleiben und den Vater alleine gehen zu lassen. Nelly wird ihr diese Entscheidung niemals verzeihen. Durch den russischen Offizier Ilja hält sie brieflichen Kontakt zu ihrem Vater in seltenen, viel gelesenen Briefen. Die kirchliche Jugendorganisation gibt ihr den Halt, den ihr die Familie nicht mehr bieten kann und später lernt sie Wolf kennen. Wolf, den unschuldigen Uhrmacher, der nichts will außer mit Uhren zu arbeiten und durch Nelly doch tief in die Revolution gerät. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Ben Aaronovitch: Der Galgen von Tyburn

Jetzt hat er es doch getan. Er wollte doch nicht. Aber es war stärker. Peter ist in Beverlys Armen und tiefer gelandet. Dabei ist sie doch nicht ganz von dieser Welt. Und hat noch diese mächtige Schwester in Form des Tyburn. Und eben jene Lady Tyburn ruft ihn an, weil ihre Tochter in eine ganz dumme Sache reingeraten ist. Er soll sie da gefälligst rausholen – unauffällig versteht sich. Drogen sind im Spiel, ein leeres Haus und eine ausgeuferte Party. Und leider auch eine tote Freundin. Nicht ganz einfach, dazu ist es der Wunsch der Lady, dass gerade Peters Chef Nightingale nichts erfährt. Wer Peter kennt, dem ist klar, dass der als Erster erfährt, was vorgefallen ist.

Neben dem Hauptfall muss sich Peter aber auch noch mit seiner abtrünnigen Ex-Kollegin rumschlagen, mit ungläubigen Kollegen aus den normalen Revieren und den üblichen Todesgefahren. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Rebecca Gablé: Die fremde Königin

Der Panzerreiter Gaidamar kennt weder seinen Vater, noch seine Mutter. Er wurde Um 930 einem Adeligen als Ziehsohn übergeben und weiß nicht mehr, als dass während seiner Kindheit ein adeliger Mann manchmal heimlich zu Besuch kam und dass das sein Vater gewesen sein muss. Eines Tages hörten die Besuche einfach auf.

Inzwischen ist Gaidamar erwachsen und ein erfolgreicher Panzerreiter – ebenso wie sein Ziehbruder. Aber Gaidamar wird ausgewählt, um die italienische Königin Adelheid und ihre Tochter aus der Gefangenschaft zu befreien zum zu König Otto zu bringen und das bindet ein Band, dass die beiden nie wieder werden lösen können.

Die fremde Königin ist bereits der zweite Teil von Rebecca Gablés Romanreihe um König Otto und schließt fast nahtlos an den ersten Teil an – es empfiehlt sich, diesen zuerst zu lesen, da der zweite Band ziemlich viele Andeutungen enthält, die dann einfach mehr Spaß machen. Auffällig fand ich, dass mit Gaidamar zwar eine fiktive Figur eine recht große Rolle hat, aber bei weitem ist das hier nicht so ausgeprägt wie in anderen Gablé-Romanen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Annie Proulx: Aus hartem Holz

Mehr als 10 Jahre sind vergangen, seit die Pulitzerpreisträgerin Annie Proulx ihren letzten Roman veröffentlicht hat. Sie hat so erfolgreich und polarisierende Werke wie „Brokeback Mountain“ geschrieben und auch in ihrem neuen Roman ist wenig so, wie es zu sein scheint.

1693 möchten zwei junge Franzosen in Kanada (Neufrankreich zu dieser Zeit natürlich noch) ihr Glück machen. Beide finden zunächst einmal die Gefangenschaft, weil sie in eine Art Leibeigenschaft geraten und den lieben langen Tag Bäume fällen müssen. Sie gehen damit unterschiedlich um. Der eine wird der beste Baumfäller von allen, der andere flüchtet und scheint in der endlosen kanadischen Wildnis einfach zu verschwinden. Der eine heiratet eine einheimische Indianerin legt damit die Grundlage zu einer Familie von Holzfällern, die sich über das ganze Land verteilen werden. Der andere pflegt seinen Hass und gründet das erfolgreichste Holzunternehmen der nächsten 300 Jahre. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Shari Lapena: The Couple Next Door, gelesen von Friederike Kempter

Anne und Marco gehen das erste Mal aus, seit die kleine Cora auf der Welt ist. Nur ein netter Abend bei den Nachbarn, Cora bleibt allein im Haus zurück, aber das Babyfon reicht ja soweit und die beiden gehen alle halbe Stunde nachsehen. Trotzdem ist Cora verschwunden, als die Nachts endlich nach Hause gehen. Wie konnte das passieren? Die sofort eingeleitete Suche bleibt erfolglos und nach und nach taucht der Zuhörer ein in das doch nicht so perfekte Leben der beiden Paare. Anne kommt aus reichem Haus, Marco eher nicht. Mit Hilfe von Annes Vater hat er sich selbstständig gemacht, aber der Laden läuft nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Kann er etwas mit der Entführung seiner geliebten Tochter zu tun gehabt haben? Oder war doch eher Cora beteiligt, die früher schon Gedächtnisaussetzer hatte und sich immer weniger an den wahren Verlauf der Nacht erinnern kann, je länger sie darüber nachdenkt. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Sebastian Fitzek: AchtNacht

Fake-News sind gefährlich. Vor allem, wenn sie den Leuten das erzählen, was sie hören wollen. Jemand wird für eine Nacht geächtet (bitte, es heißt geächtet und Geächtete und nicht „Achtnachter“), angeblich hat sogar die Bundesregierung Straffreiheit für denjenigen zugesichert, der den Geächteten zur Strecke bringt und natürlich gibt es eine dicke Belohnung. Muss wahr sein, stand ja schließlich im Internet. Dass das jeder gültigen Rechtsprechung in Deutschland widerspricht, stört kaum einen der Jäger, dabei hätte es gereicht, das Grundgesetz aufzuschlagen. Die wenigen, die darauf hinweisen, werden niedergethreated.

Es trifft Ben. Plötzlich hört er seinen Namen im Radio, erkennt sein Gesicht auf Videowänden und weiß nicht, wie ihm geschieht. Der Einstieg ist gewohnt spannend und lässt den Leser mit der Frage weiterlesen: Wieso Ben? Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Caleb Roehrig: Niemand wird sie finden

Flynn wird von der Nachricht völlig überrascht. Seine Freundin January ist verschwunden. Von Anfang an hat die Polizei ihn in Verdacht – schließlich war sie seine Freundin. Aber Flynn hat January schon lange nicht mehr gekannt – ebenso wenig wie sie ihn. Das muss er feststellen, als er sich selbst auf die Suche nach ihr macht. Vor einigen Monaten hat Januarys Mutter wieder geheiratet – einen reichen Politiker  – und hat ihr neues Leben gehasst, das neue Haus, die neue Schule. Soviel wusste Flynn. Aber war das wirklich so? Flynn lernt Menschen kennen, die January auf der neuen Schickimicki-Schule getroffen haben und behaupten, mit ihr befreundet gewesen zu sein. Und ihren Job im Spielzeugladen, von dem sie immer behauptete, er würde ihr ein letztes Stück Unabhänigkeit bewahren, hat sie längst gekündigt. Ihr ehemaliger Kollege erweist sich überraschenderweise als ziemlich nett – obwohl er behauptet, ebenso wie ihre neuen Schulkameraden, sie hätte sich längst von Flynn trennen wollen, weil er ihr auf die Nerven ging. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Chris Weitz: Young World 02: Nach dem Ende

Der erste Band erzählte die Geschichte der New Yorker Jugendlichen in einer Welt, in der eine Seuche alle Erwachsenen getötet hat und auch sie töten wird, sobald sie Erwachsen werden. Das haben sie geglaubt, danach haben sie gelebt, aber es war eine Lüge. Denn es gibt auf der Welt sehr wohl überlebende Erwachsene. Es gibt sogar noch eine Welt, wie sie sie früher gekannt haben, mit Regierungen und Militär und IPhones. Diese Welt hatte New York aufgegeben, abgeschottet, um die Seuche einzudämmen, und sie waren damit erfolgreich.

Donna und Jeff werden getrennt, unterschiedliche Organisationen bemühen sich um sie, denn es sieht so aus, als gäbe es doch endlich ein Mittel gegen die Seuche. Jeff kehrt nach New York zurück. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Sara Oliver: Die Welten-Trilogie 02: Verloren zwischen den Welten

Ve ist zurück in ihre eigene Welt gereist und natürlich hat sie es nicht über sich gebracht, den Fahrstuhl zwischen den Welten vollständig zu zerstören. Sie ist mit ihrer Mutter zurück nach New York gekehrt, die zweite Welt scheint sehr weit weg zu sein. Da erkrankt ihre Mutter ganz plötzlich. Ve ist überzeugt davon, dass der TRADE-Konzern hinter der Erkrankung ihrer Mutter steckt, dass der seltsame Heiler, dem sie seit Monaten vertraut, sie mit seinen Tees erst krank gemacht hat. Ves Mutter braucht eine Spenderniere und es scheint nur eine einzige Person zu geben, die ihr helfen könnte: ihr anderes Ich Karla. Also setzt Ve Himmel und Hölle in Bewegung, um den Teleporter wieder in Gang zu setzen, unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen selbstverständlich.

Zurück in der zweiten Welt findet sie heraus, dass Karla erfreulicherweise gerade eine Entziehungskur gemacht hat (was bedeutet, dass sie zur Transplantation immerhin fähig wäre) und weniger erfreulicherweise sich neu verliebt hat. Wird sie sich trotzdem überreden lassen, mit Ve in ihre Welt zu reisen, um Ves Mutter zur retten? Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Veronica Roth: Der Rat der Neun, gelesen von Laura Maire u.a.

Veronica Roth hat diesmal ein ganzes Universum geschaffen und ihre Protagonisten auf verschiedene Planeten verteilt. Obwohl mich die einzelnen Planetenbewohner schon ein bisschen an die Star Trek Aufteilung erinnern (Shotets und Klingonen haben eine Menge gemeinsam) und es eine Menge Arbeit ist, sich die einzelnen Planeten geistig auseinander zu sortieren, hat das auch einen ganz eigenen Reiz. Der Kernpunkt der Geschichte ist das Schicksal und die Gabe. Ausgewählte Familien – die nicht zufällig meist in den Herrscherhäusern ihrer Planeten sitzen, haben eine Gabe und ein vorbestimmtes Schicksal. Die Gabe ist ein Geschenk, aber oft genug auch ein Fluch. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: