Stefan Klein: Wie wir die Welt verändern – Eine kurze Geschichte des menschlichen Geistes

Stefan Klein erzählt mit „Wie wir die Welt verändern“ eine weitere „kurze Geschichte“ wie sie in letzter Zeit sehr populär sind. Dieses Buch also ist „Eine kurze Geschichte des menschlichen Geistes“ – und vorab gesagt: Es hält das Versprechen dieser Art Bücher. Nämlich dem Leser wissenschaftliche, oft komplexe Inhalte in interessanter Form und verständlicher Sprache nahe zu bringen

In der Schule war Geschichte schon immer eins meiner Lieblingsfächer. Besonders habe ich mich für die Antike interessiert. Und niemals losgelassen hat mich die Geschichte der Bibliothek von Alexandria. Als der Lehrer damals erzählte, dass dort, zweitausend Jahre vor unserer Zeit, angeblich schon die Pläne für eine Dampfmaschine existiert haben sollen, hat mich das bis heute beschäftigt.

Wurde lediglich aufgrund der Zerstörung der Bibliothek nichts aus diesen Plänen?? Konnten und wussten die Menschen damals viel mehr als wir heute noch ahnen? Und warum gab es dann erst jetzt, beginnend ungefähr mit der Industriellen Revolution, eine wahre Wissensexplosion? Wo es der Großteil unserer Spezies Jahrtausende lang nicht über Ackerbau und Viehzucht heraus gebracht hat? Warum ausgerechnet jetzt? Und nicht z. B. schon zur Zeit der Römer? Dieses Buch brachte mir nun endlich die Lösung: „Jedes schöpferische Denken entspricht dem Zusammenspiel vieler Menschen“. Stefan Klein legt dar, wie das Bevölkerungswachstum Innovation und Fortschritt Vorschub leistete. Weiterlesen

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Kevin Hearne: Tinte und Siegel – Die Chronik des Siegelmagiers 01

Mit „Tinte und Siegel“ erzählt Kevin Hearne Neues aus der Welt des Eisernen Druiden. Seine Bücher gehören zum Genre der „Urban“ oder „Contamporary“ Fantasy, die sich dadurch auszeichnet, dass die Handlung nicht in fremden Fantasiewelten spielt, sondern in unserer realen Gegenwart angesiedelt ist. Das darf den Fantasyfan aber nicht abschrecken. Die Welt der Sagen, Mythen und Götter sickert ordentlich durch den dünnen Schleier unserer Realität.

In „Tinte und Siegel“ bemüht sich Aloysius „Al“ McBharrais seinen Pflichten als sogenannter Siegelagent in Glasgow nach zu kommen. Er betreibt als Tarnung eine Druckerei, ist aber in Wahrheit dafür zuständig, Götter und andere Geschöpfe aus mythischen Gefilden daran zu hindern, ungeregelt in unsere Welt zu kommen und alles Mögliche anzurichten, von Schabernack bis hin zu Tod und Verderben. Hierzu wurden einst Verträge geschlossen und Siegelagenten können mittels sehr spezieller Tinten und ihren Siegeln dazu beitragen, dass diese eingehalten werden. Die Geschöpfe, mit denen Al hauptsächlich zu tun hat, kommen aus dem irischen Pantheon Tir Na Nog. Weiterlesen

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Anthony Ryan: Das Lied des Wolfes: Rabenklinge 01

Nach seiner Rabenschatten-Trilogie nun also die Rabenklingen-Serie. Die Vorgänger-Trilogie begann mit zwei außerordentlich guten ersten Bänden und einem Helden, der mit so viel Tiefe gezeichnet wurde, dass es eine helle Freude war, die Bücher zu verschlingen. Leider war der letzte Teil der Rabenschatten sehr enttäuschend und das Ende hinterließ beim erwartungsvollen Leser ein schales Gefühl.

In „Rabenklinge 1: Das Lied des Wolfes“ findet Ryan wieder zu den Anfängen zurück. Vaelin wird wieder mit dem Verbündeten konfrontiert und begibt sich auf die Suche nach seiner verlorenen Liebe Sheryn. Alte Gefährten und neue Freunde begleiten ihn in asiatisch anmutende Länder. Dort trifft er auf seinen direkten Gegner – Kehlbrand, den Anführer der Barbarenhorde „Stahlhast“. Ryan lässt über längere Strecken des Buchs Kehlbrands Schwester Luralyn vom Aufstieg ihres Bruders erzählen. Sie ist eine „Begabte“, so wie Vaelin es einst auch war. Für ihn war seine magische Begabung sein „Lied“, das er allerdings bereits in der Rabenschatten-Trilogie verloren hat. Nach einigen Fährnissen treffen Kehlbrand und Vaelin, beide im jeweils eigenen Volk die „Dunkelklinge“ genannt, zusammen. Bei dieser Begegnung tritt das Lied, das bisher nur vage beschrieben war,  in den Fokus der Erzählung. Auch wird klar, dass Kehlbrand und seine Anhänger die Feinde sind, mit denen Vaelin es in der Folge zu tun haben wird. Weiterlesen

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Dr. Jürgen Todenhöfer: Die große Heuchelei: Wie Politik und Medien unsere Werte verraten

„Die Außenpolitik des Westens beruht auf einer zentralen Lüge: Seine oft terroristischen Militärinterventionen dienen nie der Freiheit und Demokratie, sondern stets ökonomischen und geostrategischen Interessen.“ Das ist die Kernaussage des Buchs „Die große Heuchelei“ von Jürgen Todenhöfer. Und das ist wirklich keine angenehme Botschaft.

Zusammen mit seinem Sohn hat Todenhöfer weltweit Krisengebiete besucht, unbeschreibliche Gräuel gesehen und weit mehr Hintergründe in Erfahrung gebracht, als den meisten von uns bekannt sind. Insbesondere die USA stehen bei ihm in der Kritik als intrigante Machtstrategen, deren brutale militärische Vorgehensweise oft genug nicht zum gewünschten Ziel führt, sondern destabilisierend wirkt und den Terrorismus gar erst hervorgebracht hat. So erklärt Todenhöfer, dass die USA Israel helfen wollten, mit dem Iran und seinem Nuklearprogramm fertig zu werden. Dazu sollten die Syrer dabei unterstützt werden, das Assad-Regime zu stürzen. Tatsächlich aber führte dies dazu, den Iran zu stärken und Russlands Position im Nahen Osten zu verbessern.

In Deutschland ist man nach dem Krieg mit dem sicheren Glauben aufgewachsen, die USA seien „die Guten“ in der Welt. Daran zweifelt wohl so mancher schon seit längerem. Und je mehr man im Buch liest, desto eindeutiger wird, dass es in dieser Welt nicht um Gut oder Böse geht. Weiterlesen

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George R. R. Martin: Feuer und Blut: Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen von Westeros

Nach vielen Jahren, in denen sich die Geschichte von Westeros nur noch filmisch abspielte und die Fangemeinde vergeblich auf eine Fortsetzung der Buchreihe wartete, hat George R. R. Martin nun ein Geschichtswerk verfasst, das eindrücklich beweist, wie sehr er – ganz in Tolkiens Nachfolge – ein Autor ist, der beim Verfassen seiner Werke offensichtlich die größte Freude daran hat, komplexe Welten zu erschaffen. Feuer und Blut zeigt, dass sich das nicht nur auf Orte, Menschen und Strukturen der Gegenwart seiner Erzählungen betrifft. Er gibt seiner Schöpfung auch gleich einen historischen Kontext, der in Umfang und Vielfalt sehr an die mittelalterliche europäische Geschichte erinnert.

Martin lässt Erzmaester Gyldayn die Geschichte der sieben Königslande seit der Ankunft der Targaryens auf Drachenstein bis ungefähr 150 Jahre vor Beginn der Romane des Lieds von Eis und Feuer erzählen. Weiterlesen

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James Hawes: Die kürzeste Geschichte Deutschlands

Im Zuge der aktuellen Mode, komplexe und umfangreiche Sachverhalte einer großen Leserschaft gefällig und komprimiert nahezubringen, gibt es nun also auch „Die kürzeste Geschichte Deutschlands“. Und tatsächlich verfügt das Buch auch nur über handliche 336 Seiten. Hiervon sind gut zwei Drittel der Neuzeit gewidmet.

Man erhält aber im ersten Drittel trotzdem einen guten Überblick, was seit der Antike in dem Bereich Zentraleuropas, der heute Deutschland heißt, alles geschehen ist. Der Autor schafft es, sowohl mithilfe mancher Quellen als auch mit Vergleichen zur Populärkultur den jeweiligen Zeitrahmen lebendig erscheinen zu lassen.

So erfährt der Leser, dass „Germanien“ eine Erfindung der Römer ist, liest von der Wanderung der Germanenstämme und landet schließlich im Mittelalter, in dem nach Karl dem Großen – der vom Autor großzügig als Deutscher betitelt wird (unsere französischen Nachbarn wären da anderer Meinung…) erstmalig von so etwas wie „Deutschland“ die Rede sein. Weiterlesen

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Michael Hamannt: Die Dämonenkriege 01: Die Dämonenkriege

„Die Dämonenkriege“ ist Michael Hamannts Debut-Roman.

Die Schwebenden Reiche sind Inseln, verbunden durch Feuerflüsse. Geschaffen wurden sie von Überlebenden des ersten Dämonenkriegs. Diese Menschen erlangten in ihrer Versklavung in der Gegenwelt selbst magische Kräfte, retteten die letzten ihres Volks und schufen nach der gemeinsamen Flucht die Schwebenden Reiche auf der Erde. Die Grenzen zur Gegenwelt wurden gesichert – aber Risse, durch die Dämonen auf die Erde kommen konnten, gab es immer wieder. Zum Schutz der Menschen wurden magisch begabte Dämonenjäger eingesetzt.

Ryk ist der mächtigste unter ihnen. Getrieben von Rache jagt er die Val’kai, wie die Dämonen in ihrer eigenen Sprache heißen. Und bald schon wird offensichtlich, dass ein mächtiger Dämon das Menschenreich betreten hat. Steht ein neuer Dämonenkrieg bevor? Ryk geht mit Kela, einer Halbdämonin und dem jungen Prinzen Ishan auf die Jagd.

Ein weiterer Hauptcharakter ist die Keesa Catara, deren Volk einst von einem Dämon verflucht wurde und die nun als Attentäterin dient. Sie ist meines Erachtens die interessanteste Persönlichkeit im Buch. Weiterlesen

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Markus Heitz: Ulldart: Die komplette Saga 01

„Ulldart: Die komplette Saga 01“ beinhaltet die ersten drei Bände der insgesamt neunbändigen „Ulldart Saga“ von Markus Heitz.

Vor langer Zeit brachte der dunkle Gott Tzulan Tod und Zerstörung  über den Kontinent Ulldart. Doch schließlich konnten seine Horden besiegt werden und es herrschte Frieden zwischen den Königreichen. Da kommt aus einem Kloster eine Prophezeiung, die die Rückkehr dieser dunklen Zeit ankündigt. Darin verwickelt sein soll Lodrik, der dickliche und tollpatschige Thronfolger des Königreichs Tarpol. Um ihn zu schützen, sendet ihn sein Vater in eine abgelegene Provinz, wo der Junge mit Hilfe väterlicher Freunde und Berater zu einem besonnenen und körperlich gestählten jungen Mann heranwächst. Weiterlesen

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Andreas Brandhorst: Das Arkonadia-Rätsel

Jasper und Jasmin sind Reisende im Auftrag von Omni, eines Bundes von Superzivilisationen, der die Galaxis beherrscht. Beide erhalten den Auftrag zum Planeten Arkonadia zu reisen und dort das Rätsel des Nerox zu lösen.

Der Nerox ist ein geheimnisvolles Objekt, das alle 453 Jahre erscheint und jedwede höhere Technologie lahmlegt. Unter den vielen Spezies, die Arkonadia bevölkern, gibt es machtgierige Gruppen und Karrieristen, die versuchen, den Nerox zu erreichen, um durch ihn den ganzen Planeten zu beherrschen. Dazu ist ein „Werkzeug“ nötig und so wird Zirzo, der beste Werkzeugmacher Arkonadias, gezwungen die Reise zum Nerox mitzumachen. Weiterlesen

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Brandon Sanderson: Die Nebelgeborenen 05: Schatten über Elantel

„Schatten über Elantel – ein Nebelgeborenenroman“ von Brandon Sanderson  ist der fünfte Teil der „Nebelgeborerenen-Serie“. Die ersten drei Teile spielen in einer mittelalterlich-feudalen Gesellschaft, deren Machtstrukturen auf einer ganz besonderen Art der Magie fußen. Hier hatte Sanderson eine völlig neue und wie ich finde, hoch interessante Idee. Nebelgeborene sind Menschen, die über eine besondere Begabung verfügen.  Sie können Metalle verbrennen und erlangen dadurch besondere Fähigkeiten. So gibt es zum Beispiel sogenannte „Münzwerfer“, die Stahl verbrennen. Das befähigt sie, sich von metallischen Objekten abstoßen und dadurch zum Beispiel geradezu durch eine Stadt „fliegen“ zu können.

Ab dem vierten Teil erleben wir Elantel in einer Zeit mehrere Jahrhunderte nach dem Ende der ersten Trilogie. Unser Protagonist heißt Waxilium Ladrian. Er ist ein Adeliger Elantels, den es aber ins sogenannte „Rauland“ verschlagen hat. Während seine Heimatstadt sich bereits in einer Zeit der frühen Industrialisierung befindet, ist das Rauland am ehesten mit dem Wilden Westen zu vergleichen. Weiterlesen

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