Andreas Brandhorst: Eklipse

Jahrzehntelang waren sie unterwegs – die Rede ist von dem Raumschiff Eklipse und deren Crew, die nur mit Hilfe des Kälteschlafs ihre Mission erfüllen kann. Und diese Mission hat es in sich – es geht um nichts weniger, als die überall in der Galaxis verteilten Hinterlassenschaften einer verschollenen Alien-Rasse.

Vor tausenden von Jahren beherrschten die Tahota das All, ihre wissenschaftlichen Errungenschaften weisen der Menschheit und anderen Rassen den Weg. Dass die Tahota beileibe keine friedliebenden Wohltäter waren beweisen ihre weiteren Hinterlassenschaften – die Spikes, wie man die biologischen Waffen nennt, haben schon ganze Zivilisationen ausgemerzt. Eine Berührung genügt, um das Opfer zu infizieren, dessen Geist dann übernommen wird.

Als sich die Eklipse der heimatlichen Erde nähert, kommt es zu einer Katastrophe – ein Spike ist an Bord und hinterlässt nicht nur getötete Besatzungsmitglieder, aufgebrochene Lagerräume und ein Loch in der Hülle des Raumschiffs, sondern auch einen Verräter innerhalb der Crew.

Als wäre dies nicht schon genug, antwortet die Erde auf die Funksprüche nicht. Das Spike nähert sich der Heimat der Menschheit, die kaum mehr wiederzuerkennen ist. Kontinente haben sich verschoben, die Zivilisation scheint untergegangen zu sein. Weiterlesen

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Jeff Wheeler: Königsfall 01: Die Geisel

Man kennt das zu Genüge – ein despotischer Herrscher nimmt die Kinder seiner wankelmütigen Gefolgsleute als Geisel, um die Fürsten auf Linie zu halten. So ergeht es auch dem acht-jährigen Owen Kiskaddon, dessen Vater, seines Zeichens Herzog der Westmark, seinen König im Kampf im Stich gelassen hat. Sein Ältester wurde daher der Quelle übergeben, sprich gefesselt auf einem kleinen Boot einen Wasserfall hinuntergesandt. Unnötig zu erwähnen, dass der Junge den Fall nicht überlebte.

Nun soll also der Jüngste der Kiskaddons, ein verschüchterter, lungenkranker Hänfling dem Fürsten als neue Geisel dienen. Der despotische Herrscher, von dem gemunkelt wird, dass er um den Thron für sich zu sichern gar seine eigenen Neffen umgebracht habe, versammelt jeden Morgen zum Frühstück seine jungen adeligen Gäste, allesamt Geiseln, um diese als Vorkoster zu nutzen. Geheimer Zweck des gemeinsamen Frühstücks ist aber auch, die magische Gabe des Herrschers, die sich aus Beleidigungen und verbalen Verletzungen der Kinder stärkt, zu füllen. Weiterlesen

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Dmitry Rus: Play to Live 01: Gefangen im Perma-Effekt

Das Leben ist scheiße! Entschuldigung, aber das musste jetzt einmal raus, es ist einfach beschissen. Warum, fragen Sie, warum?

Nun, nehmen sie einmal mich – Mitte Zwanzig, habe gerade mein Hobby zum Beruf gemacht, und repariere PC-Hardware in Moskau – so langsam spricht sich rum, dass man bei mir gute Leistung für ein angemessenes Entgelt bekommt. Die Zukunft sieht rosig aus – ein Hyundai steht vor der Tür, meine kranke Mutter kann ich auch unterstützen, da kommt die Diagnose – Gehirntumor, inoperabel, die Ärzte geben mir noch einen Monat. Sagte ich schon, dass das Leben wirklich scheiße ist?

Chronos bietet mir für schlappe 70.000 $ an, meinen toten Körper einzufrieren – keine Option, da ich keine 70 Riesen habe und tot bin ich da allemal. Doch dann zwitschert mir ein Vögelchen, dass immer mehr Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, sich in ein Virtual Reality Game einloggen – permanent, und im Spiel dann lebendig bleiben, auch wenn der Körper stirbt. Auch eine Art und Weise, die Unsterblichkeit abseits der haltlosen Versprechend er Religionen zu finden.

Nachdem mir kein anderer Ausweg bleibt, logge ich mich in AfterWorld ein und beginne meinen Charakter zu entwickeln. Als dunkler Hochelf und Hexenmeister beginne ich meinen Weg – zunächst gilt es Erfahrungen zu sammeln, Questen anzunehmen und Beute zu machen – schließlich kostet alles auch in der Spielwelt seine Münzen. Nach und nach beginne ich den Aufstieg zu Fähigkeiten und Macht – wobei ein wenig Glück auch dabei ist, finde ich doch Unterstützung, Verbündete und Freunde – nur leider auch gnadenlose Gegner. Weiterlesen

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Shirley Jackson: Wir haben schon immer im Schloss gelebt (1962)

Constance Blackwood und ihre Schwester Mary-Katherine, genannt Merricat Blackwood, der senile alte Onkel Julian und Kater Jonas leben gemeinsam im Blackwood Anwesen. Jeden Dienstag und Freitag geht Merricat, obwohl sie es hasst, ins nahe gelegene Dorf, um Lebensmittel einzukaufen und Bücher aus der Bibliothek auszuleihen. Für die jüngere der beiden Blackwood Schwestern ist es ein wahres Spießrutenlaufen, wird sie doch von den Dorfbewohnern angefeindet, ja so mancher begegnet ihr mit offen zur Schau getragenem Hass.

Grund für den schlechten Ruf der wohlhabenden Familie ist ein Massenmord, der das Geschlecht vor ein paar Jahren dezimierte. Arsen im Zucker sorgte dafür, dass nur drei der früheren Bewohner des Anwesens überlebten, Constance wurde damals wegen Mordes angeklagt, letztlich aber frei gesprochen. Constance, die das Haus nicht mehr verlässt, geht ganz im Gärtnern und Kochen auf, während Julian sich dem Niederschreiben der Familienchronik widmet. Als sich ein entfernter Cousin der Familie bei ihnen einnistet, um auf das vermeintliche Vermögen zuzugreifen, fühlt Merricat sich in ihrer Existenz bedroht – das Unheil nimmt seinen Lauf … Weiterlesen

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Madeleine Puljic: Noras Welten 01: Durch den Nimbus

Wir alle lesen gerne, manche mehr, andere weniger, aber das Eintauchen in die Phantasie des Autors, in eine fremde Welt fasziniert uns. Nun stellen Sie sich einmal vor, wie es wäre, wenn Sie leibhaftig in den Roman, den Sie gerade lesen eintauchen könnten? Nun, in einen Horror-Roman würde man wohl eher nicht besuchen wollen, aber so ein zünftiges Fantasy-Abenteuer komplett mit Burgbelagerung, Verliesbesuch und Drachen, das hätte doch schon etwas, oder?

Nora, die Protagonistin des vorliegenden Buches kann genau das, was sich so mancher von uns wünscht. Sie fällt bei der Lektüre durch, besser in die Seiten, besucht den Handlungsort des Textes, egal ob Roman, Novelle oder Artikel und ist darüber alles andere als glücklich. Eines Tages las sie ein Werbeplakat von New York und fand sich fluchs auf der anderen Seiten des Atlantiks wieder.

So kann das nicht weitergehen, hat sie doch keinerlei Kontrolle über ihre Gabe. Sie beschließt einen Psychiater aufzusuchen, der ihr mittels Hypnose notfalls die Fähigkeit zu Lesen nehmen soll. Weiterlesen

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F. I. Thomas: Krieg der Drachen 02: Flammendes Erbe

Einst, vor langer, langer Zeit erschütterten zwei Kriege die Welt. Gemeinsam mit den Elfen kämpften die Menschen gegen die Drachen, Magie war damals allgegenwärtig. Seit dem ersten Drachenkrieg sind die Elfen verschwunden, man munkelt, sie haben sich nur aus den jungen Königreichen zurückgezogen, im zweiten Drachenkrieg konnten die Lindwürmer von den Zauberern, unter großen Opfern insbesondere bei der Zivilbevölkerung, endgültig besiegt werden. Ungeschickt, dass sich eine der Drachen in Gestalt einer menschlichen Magierin unerkannt unter die wenigen überlebenden Zauberfähigen gemischt hat. Sie täuscht nicht nur ihre Kollegen, auch die Lehrlinge der Zauberer werden an der Nase herumgeführt. Dass die Magiekundigen selbst nicht unbedingt integer agieren, dass sie ihre Lehrlinge dazu nutzen, diesen Lebenskraft für die eigene Jugend zu entziehen, weiss niemand.

Alles ändert sich, als die überlebenden Drachen auf die Welt zurückkehren und es diesen in einem nekromantischen Ritual gelingt, Yolsulgur, den besiegten Drachenkönig aus dem Totenreich zurückzuholen. Mit dessen Wissen um die Nekromantie stellen sie ein Heer auf, wie es die Welt größer, mächtiger und furchteinflößender noch nie gesehen hat – ein Heer der Toten. Diesem gegenüber die mehr als brüchige Allianz des letzten Magiers, der ehemaligen Zauberlehrlinge und der Menschen … Weiterlesen

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Justin Travis Call: Die Keos-Saga 01: Sohn der Sieben

Das versteckt liegende Dorf Chaenbalu hat ein Geheimnis. Nein, ich meine jetzt weder den einäugigen Schmied, noch den findigen Priester Sodar, sondern den Orden, der hier, fernab der Metropolen, eine Akademie betreibt. Hier werden sie ausgebildet, die jungen Novizen die eines Tages die Welt bereisen und dabei auf Suche nach magischen Artefakten gehen sollen um sie im unterirdischen Verlies sicher wegzuschließen. Dass die Stäbe und Kleidungsstücke, Waffen und Hilfsmittel von Keos, dem Verderber höchstelbst geschaffen wurden ist den Ordensmitgliedern Grund genug, alles was mit diesen zusammenhängt zu verdammen und für immer aus dem Verkehr zu ziehen.

Eine der Akolythen, Annev, lebt nicht mit seinen Mitschülern in der Akademie, sondern wird von Sodar im Tempel aufgezogen. Sein Tag beginnt noch weit früher, als die seiner Mitstudierenden, unterrichtet sein Mentor ihn doch in etwas, das, so es bekannt würde, dazu führen würde, dass Beide, Lehrer wie Schüler gesteinigt würden. Annev besitzt die Gabe der Magie. Einst, bei seiner Geburt wurde er als Kind Leos mit nur einem Arm geboren. Der Vorsteher des Dorfes sorgte dafür, dass seine Eltern geopfert wurden, das Kind sollte im Wald ausgesetzt, den wilden Bestien als Nahrung dienen. Weiterlesen

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Michael Templar: Die Sternen-Saga 02: Orion: Die Jäger des Schicksals

Die Welt wird untergehen. So zumindest die Weissagungen der Kassandren, die diesen Untergang schon vor Jahrtausenden prophezeiten. Nur eine Person kann das Armageddon vielleicht aufhalten – eine junge Prophetin, die vom Schicksal bereits arg gebeutelt wurde. Zwei Geheimgesellschaften stehen sich hierbei feindlich gegenüber. Die Gilde der Anhänger Eris, die sich vom Untergang die Weltherrschaft versprechen, und der Orden des Orphischem Mysterium, der sich dem Untergang entgegenstemmt. Die Seherin Idris Kahlis hat bereits vor Jahrhunderten geweissagt, dass nur Natalie das Verhängnis aufhalten kann. Ihr Vater vegetiert, seit die Anhänger Eris ihn ungeschützt gezwungen haben in den Aether zu blicken, im Irrenhaus vor sich hin, ihre Mutter ist vor den Schergen Eris geflohen.

Die alte Weissagung und ihre eigenen Fähigkeiten als Seherin führen Natalie auf die Spur von drei antiken Omentexte. Bei jedem Untergang einer Hochkultur sollen in diesen Hinweise auf die letztendliche Rettung verborgen sein. Natalie und Giles machen sich, entgegen den Anweisungen des Mysteriums auf, die Texte zu suchen und zu sichern – immer verfolgt von den Agenten Eris und in Versuchung geführt, weit tiefer in den Aether vorzudringen als ratsam . Weiterlesen

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Dominic Dulley: Shattermoon – Der zerbrochene Planet

Man kennt sie zumindest in gewissen Kreisen. Die Rede ist von der Familie Kent, Vater, Tochter und Sohn. Sie gehören zu den gewieftesten Gaunern der Galaxis, wobei sie sich auf Trickbetrügereien mit Adeligen spezialisiert haben. Jeder Fischzug wird minutiöse geplant und durchgeführt, aufgeflogen sind sie noch nie. Die neueste Mode unter den gelangweilten Adeligen ist das Sammeln von alten Büchern. Alt, wie von der verschollenen Erde stammend, aus echtem Papier und mega-selten. Auf ihrem Raumfrachter, der Bonaventure sind sie bereits einige Sonnensysteme weiter, wenn der Betrug mit dem natürlich gestohlenen Buch auffliegt. Als der Enkel eines einflussreichen Grafen die vereinbarte Summe nicht zur Verfügung hat, besteht Orry, die den Deal durchzieht darauf, dass er ihr, zum Ausgleich der Restsumme, ein altes Familienschmuckstück überlässt.

Kurz darauf ist der Käufer tot, die gesamte imperiale Flotte ist hinter den Kents her. Was nur ist so besonders, so wertvoll an dem Amulett und seinem Stein? Dumm dann, dass der wahre Mörder des Grafen ihnen ebenfalls hinterherjagt – und sie findet. Er ermordet Orrys Vater, entführt ihren Bruder und stößt sie, ohne Raumanzug versteht sich, aus der Luftschleuse ihres eigenen Schiffs. Weiterlesen

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Naomi Novik: Das kalte Reich des Silbers

Das Leben eines Pfandleihers ist kein einfaches. Nicht nur, dass er mit geschultem Blick erkennen muss, ob und was das angebotene Stück wert ist, er muss auch die Bonität des Gläubigers einschätzen und die Schulden notfalls mit Härte eintreiben.

Mirjems Vater ist von Beruf Pfandleiher. Der Beruf selbst ist verschrien, alle schimpfen auf die gierigen Finanziers, doch wenn Not am Mann ist, geht doch ein Jeder zu ihnen hin. Ganz ungeschickt ist es, wenn der Pfandleiher dann ein zu großes Herz hat und seine Schulden nicht eintreibt. Mirjems Vater ist ein Mann mit einem Herz, was viele, zu Viele seiner Schuldner ausnützen.

Als die Familie Not leidet, als gar der Hunger Einzug hält nimmt Mirjem selbst die Sache in die Hand. Und sie kann dies weit besser, als ihr Vater. Schnell eilt ihr der Ruf einer mitleidlosen, kaltherzigen Frau voraus, doch das Familienvermögen wächst wieder, der Hunger ist kein Gast mehr unter ihrem Dach. Die Schuldner sagen ebenso ängstlich wie respektvoll, dass die junge Frau Silber in Gold verwandeln könne.

Als dies dem König des magischen Landes Staryk zu Ohren kommt, bemächtigt er sich der jungen Frau und fordert sie auf, seinen Reichtum zu mehren. Und wirklich gelingt es Marjem das Silber des Landes in Schmuckstücke zu fassen und diese für gutes Gold zu verschachern. Doch damit gerät sie nur vom Regen in die Traufe. Weiterlesen

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