Rick Riordan: Die Abenteuer des Apollo 04: Die Gruft des Tyrannen

Seitdem sein Vater, der allmächtige Zeus höchstselbst, seinen vorlauten, oberflächlichen und egoistischen Sohn Apollo in einem menschlichen Körper gesteckt und der Gnade einer menschlichen Jugendlichen ausgeliefert hat, musste der einstige Gott der Musik einige bittere Pillen schlucken. Im Kampf gegen drei ehemalige römische Kaiser, die sich zu den Herren der Welt aufschwingen wollen, gab es herbe Verluste zu beklagen. Im Camp Jupiter soll nun der im Kampf gefallene Jason Grace beigesetzt werden. Einen der Kaiser aus dem Triumvirat konnten Apollo und seine Mitstreiter schwächen, nur wachsen ihre Gegner scheinbar schneller nach, als Unkraut sprießt.

Zwei Kaiser nähern sich der Bay Area in 50 schwer bestückten Schiffen, das bengalische Feuer brennt schon, als sich zudem eine Horde Ghule erhebt und das Camp angreift. Apollo wird mit dem Zombi-Keim infiziert und ruft um Hilfe – allein, außer seinen Gefährten scheint ihn niemand zu hören. So führt er einen verzweifelten Kampf – um das Leben der zwölften Legion, der Dryaden und Faune, seiner Freunde und nicht zuletzt, um sein eigenes Schicksal …

Eigentlich hätte der Autor mit vorliegendem Band seinen Zyklus um den in einen Menschen verbannten Gott abschließen können. Hätte, denn Riordan liebt es seine Serien auf fünf Titel auszudehnen. Dies führt dazu, dass vorliegender Band im ersten Viertel etwas geruhsam daherkommt. Die Bedrohungslage wird ausführlich geschildert, die Aussichtslosigkeit des bevorstehenden Konflikts dem Leser anschaulich vor Augen geführt, und etwas Neues in die Sagen des Rick Riordan eingeführt. Leibhaftige Zombies bevölkern plötzlich und zumindest für mich unerwartet den Plot. Weiterlesen

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James Corey: Expanse 08: Tiamats Zorn

Die Crew der Rosinante hat schon einiges überstanden. Es begann damit, dass Kapitän Holder und seine Mannschaft den sich anbahnenden Krieg zwischen Gürtlern, dem Mars und der Erde zu verhindern suchte, dann stieß die Menschheit auf das Protomolekül. Seitdem ist nichts mehr, wie es vorher war. Das Protomolekül eröffnete mit einem Schlag, nun nennen wir es beim Namen, mit dem Torsystem, den Weg in die Galaxis. Plötzlich war sie da, die Chance auf ein neues Glück. Fremde Sonnensysteme, paradiesische Planeten, Bodenschätze zuhauf – allen Versuchen, das Torsystem unter Kontrolle, die Expansion geregelt ablaufen zu lassen war kein Glück beschieden.

Hochkonsul Duarte gründete auf Laconia sein Laconische Reich. Mit Hilfe der technischen Errungenschaften der Torbauer hat er sich zum körperlich unsterblichen Diktator über die Menschheit aufgeschwungen, selbst die Erde musste vor seiner militärisch-technischen Überlegenheit im wahrsten Sinne des Wortes die Waffen strecken.

James Holden befindet sich auf Laconia im Gewahrsam des Hochkonsuls. Er ist der Tanzbär des Diktators, lebt in einem goldenen Käfig und sinnt darauf, wie man den Diktator stürzen, die Menschheit befreien könnte. Seine ehemalige Crew ist da schon weiter. Bobbie und Alex haben sich dem bewaffneten Widerstand angeschlossen, Naomi versucht das System von Innen heraus zu sabotieren, Amos ist als Geheimagent hinter den Linien unterwegs.

Ein Versuch Duartes, den unbekannten Gegner der Torerbauer zu zeigen, dass die Menschheit schlagkräftig und selbstbewusst ist, misslingt. Tore verschwinden, mit diesen ein von Menschen besiedeltes Sonnensystem, eine Strahlung tritt aus, die den Hochkonsul lähmt. Seine 14-jährige Tochter und Vertraute versuchen den Fall des Reiches aufzuhalten. Eine Chance für die Rebellen – oder? Weiterlesen

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William Peter Blatty: Die neunte Konfiguration

Es ist eine Tatsache, vor der auch die größten Kommiss-Köpfe ihre Augen nicht verschließen können – auch hartgesottene Kämpfer, ausgezeichnete Soldaten, Helden der Nation gar sind vor psychischen Erkrankungen leider nicht gefeit. Ob sie nun salopp ausgedrückt durchdrehen und in Unterhose oder gar ohne öffentlich auftreten, ob sie kleine grüne Männchen, wilde Tiere oder Aliens sehen oder gar einen bemannten Mondflug platzen lassen – peinlich ist es für die Waffengattung, der sie angehören, allemal.

Die Erkrankten werden schnellstmöglich aus der Öffentlichkeit entfernt und in einer geheimen Einrichtung therapiert. Tief in den Wäldern im vergessenen Niemandsland der USA hat die Regierung ein altes Herrenhaus angemietet, um ihre prominentesten Fälle zu behandeln. Weitab von neugierigen Journalisten haben sie 27 Erkrankte untergebracht und einen neuen Psychiater, einen Marine, genauer Colonel Hudson Kane, Bruder des gefeierten Helden Kane, in Marsch gesetzt, die Patienten zu behandeln. Er soll herausfinden, wer von diesen simuliert, wer wirklich krank ist und wem man helfen kann. Doch wie so oft ist der Arzt eigentlich sein eigener und kompliziertester Patient – soll heißen, Colonel Hudson schleppt so einiges an mentalem Gepäck mit sich herum, das nur zu bald in Träumen anklopft und um Gehör bittet – fordert trifft es wohl besser … Weiterlesen

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Patricia Briggs: Jäger im Schatten: Mercy Thompsons spannendste Geheimnisse

Die Sagen um Mercy Thompson, ihres Zeichens eine Werkojotin und Alpha & Omega, den Werwölfen gehören zu den am längsten laufenden Urban Fantasy Reihen. Erstaunlicherweise können die Fans und Leser von den Geschichten noch immer nicht genug bekommen, und auch die Autorin ist weiterhin mit Feuereifer bei der Sache.

Nach immerhin bislang elf auf Deutsch publizierten Romanen um die KFZ-Mechanikerin aus Tri-City war es Zeit für eine kleine Pause. Diese füllten Verlag und Autorin mit einer Sammlung von zum Teil Novellenlänge erreichenden Geschichten aus der Welt Mercys. Dass sie selbst – leider – nur in einer Erzählung vorkommt, mindert den Lesespass nicht sonderlich, nutzt die Autorin die Gelegenheit doch, ihr Augenmerk bekannten Nebenfiguren der Serien zu widmen.

Allerdings fiel mir bei der Lektüre auf, dass Briggs eine gewisse Anzahl von Seiten braucht, um richtig in Fahrt zu kommen. Dann aber unterhält sie uns in ihren Serienkosmos sehr vergnüglich, schneidet auch immer wieder durchaus erste Themen wie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Diskriminierung von Minderheiten, Ausnutzung und Missbrauch von Schwächeren an und verleiht den Beiträgen so zusätzliche Tiefe. Weiterlesen

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Benedict Jacka: Alex Verus 04: Der Wächter von London

Es ist schon eine Krux mit der Vergangenheit – insbesondere dann, wenn es sich um die eigene Historie handelt. Fehler, die man als junger Mensch machte holen einen früher oder später immer ein. Sei es, dass man in der Retrospektive sieht, wie anders das Leben hätte verlaufen können, wenn man nicht wie getan agiert hätte, oder auch auf durchaus drastischere Art. Letzteres muss Alex Verus, Magiermeister und mit der Seher-Gabe ausgestattet schmerzhaft feststellen, als ihn seine lang zurückliegende Lehrzeit einholt.

Einst, fast ein Jahrzehnt ist es her, hatte er sich als Adept einem Schwarzmagier angeschlossen und während seiner Ausbildung Dinge getan, auf die er alles andere als stolz ist. Eine junge Frau, ein Teenager wurde grausam gefoltert, missbraucht und letztlich geopfert – und er hat seine Kommilitonen im Dienst seines Meisters zu dem Opfer geführt. Nun ist der Bruder auf Vendetta aus – und er hat sich Hilfe der magischen Art mitgebracht. Eine ganze Gruppe magisch Begabter heftet sich auf Alex´ Spuren und bringen dazu noch seine wenigen Freunde in Gefahr. Das kann, das muss und das wird Alex Verus sich nicht gefallen lassen – wenn nur dieses lästige Gewissen in seinem Hinterkopf nicht wäre. Doch wie lautet der alte weise Spruch? Nur ein toter Feind ist ein guter Feind – und so macht sich Alex auf, im Kampf dringend benötigte Hilfe zu suchen – ob diese nur freiwillig offeriert wird, oder man sie sich ergaunern muss, das sei einmal dahingestellt … Weiterlesen

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John Scalzi: Krieg der Klone – Die komplette Trilogie

Die Welt der Zukunft unterscheidet sich nicht wirklich von den uns bekannten Umständen. Menschen lieben und hassen, sie leiden und sind erfolgreich, Kriege werden geführt und am Ende eines jeden Lebens steht der Tot. Nun, manches Mal aber auch nicht!

Seitdem die Menschheit ins All aufgebrochen ist und mit dem Skip-Antrieb fernste Sterne erreichen kann, hat man die Bekanntschaft von mehr als 200 Alien-Rassen gemacht und erkannt, dass eine schlagkräftige Armee von Nöten ist. Nach der Gründung der Kolonialen Union hat sich die Ausbreitung der Menschheit im All beschleunigt, der Bedarf an Soldaten und Siedlern ebenfalls. So fährt die KU einen rigiden, letztlich aber erfolgreichen Kurs in der Rekrutierung ihres Nachwuchses.

Siedler werden nur von Entwicklungsländern und Norwegen akzeptiert, zum Militär dürfen sich nur Menschen aus den USA, Kanada und Westeuropa melden, die zudem ihr 75 Lebensjahr vollendet haben. Auf der Erde, die sie nie mehr betreten dürfen für tot erklärt, erhalten die Rekruten egal ob Männlein oder Weiblein einen neuen, genetisch aufgerüsteten grünen Klonkörper und dürfen ihren 10-jährigen Dienst antreten. Dass mehr als 75 % der Soldaten die ersten zwei Jahre ihres Dienstes an der Waffe nicht überleben wurde ihnen gesagt, doch was tut man nicht alles, um dem Sensenmann zumindest noch ein paar Tage, Wochen oder Jahre von der Schippe zu springen – und endlich einmal wieder guten Sex zu haben?

John Perry ist einer dieser Rekruten. Nachdem seine Frau vor ein paar Jahren einem Schlaganfall zu Opfer fiel, betritt er an seinem 75 Geburtstag zum zweiten Mal in seinem Leben das Rekrutierungsbüro der KU. Kurz darauf findet er sich in seinem verjüngten Grünkörper wieder und darf zur Ausbildung. Schnell wird deutlich, dass Perry ideales Soldatenfutter darstellt. Bescheiden, intelligent, loyal und dabei effektiv steigt er schnell in der Hierarchie der KVA auf. Zu Hilfe kommt ihm dabei sein Instinkt fürs Töten, sein Überlebenswille, Glück und seine Kritiklosigkeit am totalitären Führungsstil der KU. Als eine Alienrasse eine Vorrichtung, mit der sie eintreffende KVA-Raumschiffe aufspüren kann einsetzt, wird er zur Geisterbrigade abkommandiert – und trifft dort auf eine alte, liebe Bekannte … Weiterlesen

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Dmitry Glukhovsky: Metro – Die Trilogie

Wir schreiben das Jahr 2033. Vor 25 Jahren hat ein Krieg das Leben auf der Erdoberfläche weitestgehend ausgelöscht. Nur in den weit verzweigten Tunnelsystemen der öffentlichen U-Bahnen haben die wenigen Menschen, die sich zum Zeitpunkt des verheerenden Schlags gerade unter der Erde aufhielten die Chance gehabt, dem nuklearen Inferno zu entgehen. Dies ist die Geschichte eines der Überlebenden. Seit seiner Kindheit lebt Artjom im Untergrund. Mittlerweile ist er Anfang 20 und hat nur einmal, verbotenerweise noch dazu, den nächtlichen Himmel gesehen. Sein Alltag besteht daraus, seine Dienste für seine Station abzuleisten. An der Strecke 500 schiebt er im Wechsel mit den anderen Kameraden Wache. Immer wieder kommen die Schwarzen, mutierte Geschöpfe von der Oberfläche und greifen die Kontrollpunkte an. Neben den Ratten stellen sie die größte Bedrohung für die Überlebenden dar.

Vor einigen Jahren büchsten drei Jungs, unter ihnen Artjom aus der WDNCH Station aus, um alle Verbote zu überschreiten, und die Oberfläche zu sehen. Und wirklich gelang es den drei Abenteurern die metallenen Tore zu öffnen, und über die vom Rost zernagten Rolltreppen einen Blick auf die verwüsteten Ruinen und den Nachthimmel zu erhaschen. Bei ihrer überhasteten Flucht aber ließen sie die Schotts offen stehen. Noch nie hat Artjom gebeichtet, dass es ihre Schuld war, dass die Schwarzen zu einer immer größeren Bedrohung für alles Leben der Metro werden. Erst als er eine der wenigen Lichtgestalten, Hunter, einen Reisender, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen kennenlernt, schüttet er diesem sein Herz aus, und erleichtert sein Gewissen.

Hunter will versuchen, die Stahltüren zu schließen. Sollte er jedoch nach zwei Tagen nicht zurück sein, so muss ihm Artjom versprechen, muss sich der Junge auf den Weg nach Polis machen, um dort von der Gefahr zu berichten. Und wirklich begibt sich unser junger Mann auf eine Odyssee durch die Metro. Weiterlesen

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J. R. Ward: Black Dagger 33: Der Erlöser

Seit Jahrhunderten verfolgen die Black Dagger, der schlagende Arm der Vampire, die Lesser, die im Auftrag von Omega unterwegs sind, die Vampirspezies auszulöschen. In den letzten Jahrzehnten konnten die Black Dagger große Erfolge erringen, die Lesser sind kaum mehr als wirkliche Gefahr für die Vampire einzuschätzen. Seit kurzem aber, scheinen die Lesser zurückzuschlagen. Dunkle Schatten befallen Menschen wie Vampire, verwandeln die Menschen in wandelnde, gefährlich schnell agierende Untote. Die Black Dagger müssen sich dieser neuen Gefahr stellen, zumal es Hinweise darauf gibt, dass diese nichts mit den Lesser zu tun hat.

Bis vor einigen Jahrzehnten zählte auch Murhder zu den Black Dagger. Im Verlauf eines Einsatzes befreite er die damals von einem skrupellosen Biotechnologie-Unternehmen gefangen gehaltene Xhex aus dem Labor. Später gelang es Murhder in einer weiteren Forschungseichrichtung des Konzerns, zwei weitere gefangen gehaltene und zu Vampirversuchen gezwungene Angehörige seiner Rasse zu finden. Einen verwundeten Vampir konnte er retten, eine schwangere Vampirin blieb in den Fängen des Konzern zurück.

Murhder aber wurde von den Sympathen gefangen genommen, gefoltert und gebrochen. Ohne Skrupel nahm er daraufhin eine Vendetta auf, der die meisten der verantwortlichen menschlichen Forscher zum Opfer fielen. Seine damaligen Brüder hatten es schwer, die Spurens seines Amoklaufs zu kaschieren – und verstießen ihn aus ihrer Mitte. Jetzt soll er, auf Wunsch der zwischenzeitlich verstorbenen Vampirin, deren Befreiung ihm nicht gelang, deren in Gefangenschaft gehaltenen Sohn finden Weiterlesen

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Boris Koch: Dornenthron

Vor Jahrhunderten zerbrach das einst blühende Kaiserreich. Der Kaiser, seine ebenso intelligente, wie schöne Tochter und der gesamte Hofstaat wurde von den dreizehn Hexen in einen ewigen Schlaf versetzt, das Imperium zerfiel in dreizehn Königreiche. Mittlerweile sind das Kaiserreich und die schlafenden Adeligen mehr ein Mythos, als Realität. Die Dürre plagt die Reiche, Menschen hungern, die Könige herrschen mit harter, oftmals ungerechter Hand über ihre Untertanen. Besonders in Lathien regiert ein despotischer Herrscher und dessen nicht minder grausamer Sohn, die die darbende Bevölkerung bei Zuwiderhandlungen gegen das königliche Jagdverbot drastisch strafen. Dies muss auch Ukalion, einer der Bastarde des Königs schmerzvoll erfahren. Seine Geliebte wird mit einem toten Bock auf den wohlgeformten Schultern ertappt, vom Kronprinzen geschändet und anschließend gehängt. Die Schuld schiebt der Prinz seinem Stiefbruder in die Schuhe.

Ukalion beschließt in seiner Verzweiflung und seinem Hass seinen Vater, der König zu stürzen. Und wer ist mächtiger als der König – richtig, der Kaiser. Wer immer die kaiserliche Prinzessin mit einem Kuss aus ihrem magischen Schlaf weckt, so das Versprechen, der wird den Kaiserthron besteigen …

Zur gleichen Zeit wird der ehemaligen Duftfinderin Tyra, die in der Hafenstadt Myrthago lebt von einem offensichtlich magischen begabten Gaukler ihr Sohn gestohlen. Auch sie macht sich auf, das Unrecht zu rächen und den Dieb zu verfolgen … Weiterlesen

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Rebecca McLaughlin: Die Namenlose Königin

Im Königreich Seriden ist alles klar geregelt. Hier die Adeligen, dann die Bürger und schließlich, die rechtlosen Parias, die Namenlosen. Für diese gibt es nicht einmal Gesetze, die Soldaten können mit ihnen anstellen, was sie möchten. Münze gehört zu ebendiesen Namenlosen. Seitdem sie denken kann besteht ihr Leben aus Diebstählen, Betrügereien, Hunger und Gewalt. Früher gehörte sie zu einer Jugendbande, genoss hier zumindest ein wenig Schutz, doch seit einiger Zeit geht sie ihren eigenen, einsamen Weg. Nur ein Mensch, Hut genannt, eine jüngere Leidensgenossin, liegt ihr wirklich am Herzen.

Als der Herrscher stirbt, bestimmt er, wie dies usus ist, seinen Nachfolger, indem er dessen Namen ausspricht. Die Magie, die sich über eine in die Haut tätowierte Krone offenbart, geht aber nicht wie erwartet auf seine Tochter über. In der ganzen Stadt wird bei Adeligen wie Bürgerlichen nach dem oder der Empfängerin der tätowierten Krone geforscht. Was niemand auch nur vermutet, die Krone ist auf eine Namenlose, eben Münze übergegangen. Münze weiss, dass ihr Leben damit keinen Pfifferling mehr wert ist. Bevor sie die Stadt aber fluchtartig verlassen kann, wird Hut gefangen genommen und ins Gefängnis verfrachtet. Als Königin kann man Begnadigungen aussprechen, denkt sie zumindest und offenbart ihre Krone.

Was folgt ist ein wahrer Spießrutenlauf, denn niemand, wirklich niemand will. Eine Namenlose auf dem Thron, das kann, das will sich keiner vorstellen – am allerwenigsten Münze selbst. Und doch, um zu überleben, um Hut zu schützen und vielleicht, nicht sehr wahrscheinlich aber vielleicht doch möglich, kann sie an der Situation der Namenlosen ja doch auch etwas ändern. Dann aber kommt Münze einer Verschwörung auf die Spur … Weiterlesen

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