Arthur Machen: Die drei Häscher (1895)

Arthur Machen gehört zu den, zumindest im Deutschen Sprachraum, unbekanntesten klassischen Phantastik-Autoren. Einzelne Bücher von ihm erschienen in der Bibliothek von Babel (Edition Weitbrecht), bei Suhrkamp und JMB sowie, 1993/1994 publiziert, eine sechsteilige Werksausgabe bei Piper.

Letztere, von Joachim Kalka damals kongenial ins Deutsche übertragene Edition dient als  Grundlage für die längst überfällige Neuedition, die der Elfenbein Verlag nun in drei Jahren schultert. Joachim Kalka steuert neben den Übersetzungen auch bislang unveröffentlichter Texte jeweils ein informatives Nachwort bei, das die Erzählung einordnet und uns den Verfasser näher bringt.

Vorliegend, bei Piper unter „Botschafter des Bösen“ veröffentlicht und nun um eine inhaltlich wunderbar passende Erzählung ergänzt, erwartet den Leser ein als Roman titulierter Text. In eine lose und eigentlich recht uninteressante Rahmenhandlung hat der Autor dabei diverse Erzählungen zusammengefasst und berichtet uns von einer klassischen Goldmünze, die ihrem jeweiligen Besitzer nicht unbedingt Glück und langes Leben verschafft, von einem britischen Gentleman im Wilden Westen, der beinahe massakriert wird, von einem Professor, der dem alten Volk, besser bekannt unter dem Begriff Elf auf der Spur ist und von einem Mann, der um sein medizinisches Leiden zu kurieren, unbeabsichtigt ein Höllengebräu zu sich nimmt … Weiterlesen

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Leigh Bardugo: Thron aus Gold und Asche 01: King of Scars

Nikolai hat es im Leben nicht einfach gehabt – als Bastard des Zaren aufgewachsen, erklomm er überraschend den Thron Ravkas. Dass sein kleines Königreich hoch verschuldet ist und sich eher mühsam durch die Untiefen der Politik laviert macht es für ihn nicht einfacher. Geschickte Diplomatie, fähige Spione und innovative Erfinder sollen sein Reich vor dem Schlimmsten bewahren. Eigentlich sollte Nikolai heiraten, einen Thronerben zeugen und mit der Mitgift die schlimmsten Löcher im Staatshaushalt stopfen. Dumm nur, dass er seit dem Bürgerkrieg etwas in sich hat, etwas Dunkles, etwas Böses. Nachts verwandelt er sich in einen geflügelten Dämon, der auf der Suche nach Blut die Umgebung unsicher macht.

Nicht unbedingt bestes Schwiegersohn-Material für eine bezaubernde Prinzessin und zukünftige Königin denken sie – nun, Nikolai und seine beste Freundin und Wächterin in Personalunion Zoya, versuchen das Schlimmste zu verhindern. Aber sexy ist ein Dämon im Schlafzimmer, der nichts anderes im Sinn hat, als der Holden die Kehle herauszureissen, nun wirklich nicht. Die Besessenheit darf nicht publik werden, sonst ist es mit dem wackligen Frieden im Land vorbei – das ist allen, die Bescheid wissen, mehr als bewusst.

Während Nikolai sich aufmacht, alte Stätten der Magie aufzusuchen, um sich des Dämons zu entledigen, versuchen seine Freunde und Verbündete, das Staatsschiff flott zu halten – doch nur zu bald geht einmal wieder alles schief, was nur schief gehen kann … Weiterlesen

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Jens Schumacher: Aufstand der Zwerge: Die Erdbebenmaschine

##Beat Menueslis Eltern sind gefeierte Stars. Sein Vater spielt in einer der Europäischen Basketball-Ligen, seine Mutter doubelt am Set Stars in Action-Filmen. Um so rätselhafter ist und bleibt es, dass ihr Sohnemann, eben unser Beat, eines Tages einfach aufhört in die Höhe zu schießen. Zwar wächst er noch, aber nur in die Breite. In der Schule nehmen ihn die Rüpel aufs Korn, Zwerg und Hobbit sind noch das Netteste, was er zu hören bekommt. Die Ärzte rätseln, murmeln etwas von hormoneller Störung und wissen auch nicht recht weiter. Da ist es gut, dass Beat bei den Dachsen eine Heimat gefunden hat. Moment, nein, nicht die vierbeinigen Tiere sind gemeint, sondern eine Schweizer Pfadfinder-Abteilung, der sich der Junge angeschlossen, und in der er Freunde gefunden hat.

Jetzt steht ein Campingausflug an, und Beat stößt inmitten der unberührten Bergwelt auf zwei gar merkwürdige Altersgenossen. Inmitten der nächtlichen Natur wartet ein Girl, das sich wie in einem Manga angezogen hat und ein Möchtegern-Rapper auf ihn – und eröffnen ihm eine unglaubliche Geschichte. Er sei nur adoptiert, er sei ein Zwerg und das Reich unter dem Schweizer Gebirgsmassiv benötige seine Hilfe! Die spinnen doch hochgradig, denkt Beat zunächst, doch dann fährt er über einen Druckluftlift ins Erdinnere, begegnet an der Decke hängenden Erdferkeln, Aufzieh-Helikoptern und einem mehr als fiesen Zwergenkönig, der nicht weniger, als die Vernichtung aller Menschen plant … Weiterlesen

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Kevin Hearne: Die Chronik des Eisernen Druiden 09: Zerschmettert

Der letzte Auftritt unseres Druiden steht an. Atticus O´Sullivan, Owen sein einstiger Lehrmeister und Granuaile, die erste von Atticus ausgebildete Druidin der Neuzeit stemmen sich gegen das Vorhaben Lokis, den Weltenbrand, auch Armageddon genannt, wahr werden zu lassen. Allein, all ihre aufopfernde Mühe ist vergebens – auf der ganzen Welt beginnen die Verbündeten Lokis ihre unheiligen Pläne in die Tat umzusetzen.

Atticus weiß, dass er die Verantwortung für den Untergang der Welt trägt, weiss, dass er nur durch und mittels Verbündeter eine noch so geringe Chance hat, die übermächtigen Horden Lokis, seine Zombiearmee und die Dämonen aus den Höllenreichen aufzuhalten. Doch, wie nur soll ausgerechnet er, der doch so gut wie alle Götter der Pantheons auf die eine oder andere Art gegen sich aufgebracht hat, hier eine schlagkräftige Truppe hinter sich vereinen?

Die Chancen für Gäa stehen wahrlich nicht gut, als Atticus und seine zögernden Verbündeten in ihren letzten Kampf ziehen … Weiterlesen

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Kendare Blake: Der Schwarze Thron 03: Die Kriegerin

Willkommen zurück auf der Insel Fennbirn. Geschützt von einem magischen Nebel leben die Menschen hier, zumindest auf den ersten Blick, ein reiches, behütetes Leben. Dass die Wahl der Königin allerdings durch eine gnadenlose Auswahl erfolgt, weist den Weg. Drei Schwestern machten sich auf, ihre Konkurrentinnen um die Königinnenwürde auszuschalten – endgültig.

Die Giftmischerin Katherine und ihre Verbündeten haben obsiegt, ihren beiden Schwestern sind vermeintlich zumindest, tot. Dass diese sich auf das Festland geflüchtet haben und bereits wieder Pläne schmieden, die Macht auf der Insel doch noch an sich zu reißen, weiss die frisch gekürte Monarchin noch gar nicht, als sich Unruhe in ihrem Reich ausbreitet. Es riecht nach Rebellion, die Zeit der Drillingsköniginnen auf Fennbirn soll zu Ende gehen. Damit nicht genug, rührt sich im schützenden Nebel der Insel etwas Unbekanntes. Schreckgestalten suchen die Insel heim und verbreiten weiteres Unbill und Leichen. Wird Fennbirn untergehen, oder kann die drohende Katastrophe doch noch vermieden werden?

Kendare Blake hatte ihre Saga um den „Schwarzen Thron“ eigentlich ursprünglich auf zwei Bände ausgelegt, die Geschichte schien erzählt. Weiterlesen

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Judith & Christian Vogt: Die dreizehn Gezeichneten – Die Verkehrte Stadt

Vor nicht allzu langer Zeit, war der Stadtstaat Sygna noch Bestandteil des Aquintienschen Reiches. Dann rebellierten die Zünfte, die Menschen und Gezeichneten und warfen die Besatzer buchstäblich aus den Mauern der Stadt. Dass dabei so einige Geheimnisse, die bislang in den tiefsten Katakomben der Stadt wohl verborgen waren ans Tageslicht gezerrt wurden, erweist sich als Krux. Die Särge, die geöffnet, die mächtigen Ur-Zeichen, die freigesetzt wurden suchten sich neue Wirte – und dies nicht nur unter den Einwohnern Sygnas, sondern auch bei der vor den Toren der Stadt lagernden Aggressoren. Während der Kaiser höchstelbst mit seiner übermächtigen Armee auf die Stadt zu marschiert, suchen die Rebellen verzweifelt nach Verbündeten. In einer ersten großen Schlacht gelingt es der Schmiedin Elisabetha Eisenhammer zusammen mit Dawyd dem Kaiser eine Niederlage beizubringen. Als Dank wird sie vom General Sygnas ihres Amtes enthoben und unter Arrest gestellt.

Schnell wird deutlich, dass, nachdem die Besatzer erfolgreich aus der Stadt geworfen wurden, die Zünfte ihre Pfründe zu sichern suchen. Die Begüterten und Mächtigen haben nur eines im Kopf – sich selbst.

Zeichen für die niederen Bürger, Wohlstand für alle gar ist für sie undenkbar. So gesellen sich zum äußeren Konflikt auch diverse innere Kämpfe – um Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann, zwischen Arm und Reich, zwischen Zeichenkundigem und einfachen Bürgern. Weiterlesen

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Andreas Brandhorst: Eklipse

Jahrzehntelang waren sie unterwegs – die Rede ist von dem Raumschiff Eklipse und deren Crew, die nur mit Hilfe des Kälteschlafs ihre Mission erfüllen kann. Und diese Mission hat es in sich – es geht um nichts weniger, als die überall in der Galaxis verteilten Hinterlassenschaften einer verschollenen Alien-Rasse.

Vor tausenden von Jahren beherrschten die Tahota das All, ihre wissenschaftlichen Errungenschaften weisen der Menschheit und anderen Rassen den Weg. Dass die Tahota beileibe keine friedliebenden Wohltäter waren beweisen ihre weiteren Hinterlassenschaften – die Spikes, wie man die biologischen Waffen nennt, haben schon ganze Zivilisationen ausgemerzt. Eine Berührung genügt, um das Opfer zu infizieren, dessen Geist dann übernommen wird.

Als sich die Eklipse der heimatlichen Erde nähert, kommt es zu einer Katastrophe – ein Spike ist an Bord und hinterlässt nicht nur getötete Besatzungsmitglieder, aufgebrochene Lagerräume und ein Loch in der Hülle des Raumschiffs, sondern auch einen Verräter innerhalb der Crew.

Als wäre dies nicht schon genug, antwortet die Erde auf die Funksprüche nicht. Das Spike nähert sich der Heimat der Menschheit, die kaum mehr wiederzuerkennen ist. Kontinente haben sich verschoben, die Zivilisation scheint untergegangen zu sein. Weiterlesen

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Jeff Wheeler: Königsfall 01: Die Geisel

Man kennt das zu Genüge – ein despotischer Herrscher nimmt die Kinder seiner wankelmütigen Gefolgsleute als Geisel, um die Fürsten auf Linie zu halten. So ergeht es auch dem acht-jährigen Owen Kiskaddon, dessen Vater, seines Zeichens Herzog der Westmark, seinen König im Kampf im Stich gelassen hat. Sein Ältester wurde daher der Quelle übergeben, sprich gefesselt auf einem kleinen Boot einen Wasserfall hinuntergesandt. Unnötig zu erwähnen, dass der Junge den Fall nicht überlebte.

Nun soll also der Jüngste der Kiskaddons, ein verschüchterter, lungenkranker Hänfling dem Fürsten als neue Geisel dienen. Der despotische Herrscher, von dem gemunkelt wird, dass er um den Thron für sich zu sichern gar seine eigenen Neffen umgebracht habe, versammelt jeden Morgen zum Frühstück seine jungen adeligen Gäste, allesamt Geiseln, um diese als Vorkoster zu nutzen. Geheimer Zweck des gemeinsamen Frühstücks ist aber auch, die magische Gabe des Herrschers, die sich aus Beleidigungen und verbalen Verletzungen der Kinder stärkt, zu füllen. Weiterlesen

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Dmitry Rus: Play to Live 01: Gefangen im Perma-Effekt

Das Leben ist scheiße! Entschuldigung, aber das musste jetzt einmal raus, es ist einfach beschissen. Warum, fragen Sie, warum?

Nun, nehmen sie einmal mich – Mitte Zwanzig, habe gerade mein Hobby zum Beruf gemacht, und repariere PC-Hardware in Moskau – so langsam spricht sich rum, dass man bei mir gute Leistung für ein angemessenes Entgelt bekommt. Die Zukunft sieht rosig aus – ein Hyundai steht vor der Tür, meine kranke Mutter kann ich auch unterstützen, da kommt die Diagnose – Gehirntumor, inoperabel, die Ärzte geben mir noch einen Monat. Sagte ich schon, dass das Leben wirklich scheiße ist?

Chronos bietet mir für schlappe 70.000 $ an, meinen toten Körper einzufrieren – keine Option, da ich keine 70 Riesen habe und tot bin ich da allemal. Doch dann zwitschert mir ein Vögelchen, dass immer mehr Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, sich in ein Virtual Reality Game einloggen – permanent, und im Spiel dann lebendig bleiben, auch wenn der Körper stirbt. Auch eine Art und Weise, die Unsterblichkeit abseits der haltlosen Versprechend er Religionen zu finden.

Nachdem mir kein anderer Ausweg bleibt, logge ich mich in AfterWorld ein und beginne meinen Charakter zu entwickeln. Als dunkler Hochelf und Hexenmeister beginne ich meinen Weg – zunächst gilt es Erfahrungen zu sammeln, Questen anzunehmen und Beute zu machen – schließlich kostet alles auch in der Spielwelt seine Münzen. Nach und nach beginne ich den Aufstieg zu Fähigkeiten und Macht – wobei ein wenig Glück auch dabei ist, finde ich doch Unterstützung, Verbündete und Freunde – nur leider auch gnadenlose Gegner. Weiterlesen

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Shirley Jackson: Wir haben schon immer im Schloss gelebt (1962)

Constance Blackwood und ihre Schwester Mary-Katherine, genannt Merricat Blackwood, der senile alte Onkel Julian und Kater Jonas leben gemeinsam im Blackwood Anwesen. Jeden Dienstag und Freitag geht Merricat, obwohl sie es hasst, ins nahe gelegene Dorf, um Lebensmittel einzukaufen und Bücher aus der Bibliothek auszuleihen. Für die jüngere der beiden Blackwood Schwestern ist es ein wahres Spießrutenlaufen, wird sie doch von den Dorfbewohnern angefeindet, ja so mancher begegnet ihr mit offen zur Schau getragenem Hass.

Grund für den schlechten Ruf der wohlhabenden Familie ist ein Massenmord, der das Geschlecht vor ein paar Jahren dezimierte. Arsen im Zucker sorgte dafür, dass nur drei der früheren Bewohner des Anwesens überlebten, Constance wurde damals wegen Mordes angeklagt, letztlich aber frei gesprochen. Constance, die das Haus nicht mehr verlässt, geht ganz im Gärtnern und Kochen auf, während Julian sich dem Niederschreiben der Familienchronik widmet. Als sich ein entfernter Cousin der Familie bei ihnen einnistet, um auf das vermeintliche Vermögen zuzugreifen, fühlt Merricat sich in ihrer Existenz bedroht – das Unheil nimmt seinen Lauf … Weiterlesen

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