William Peter Blatty: Der Exorzist (1971)

Der Exorzist gehört zu den Kassenschlagern der 70er Jahren, der überall auf der Welt die Kinokassen klingeln ließ. Kaum Jemand, der diesen Film nicht gesehen hat, die Zweitverwertung über Video mit Drittpublikation als DVD / Bluray spülte noch einmal einen Geldsegen in die Kassen der Beteiligten.

Beteiligt war auch der Verfasser des Romans, William Peter Blatty, der nicht nur das Werk selbst, sondern auch das Drehbuch für die Verfilmung beisteuerte (und für das er den Oskar bekam). Man kann getrost sagen, dass dieser mit diesem einen Buch sein finanzielles Auskommen gesichert hat. Neun Romane hat er bis zu seinem Tod 2017 publiziert, von denen allerdings nur zwei – neben dem Exorzisten erschien die Fortsetzung zu seinem Bestseller „Legion“ als „Das Zeichen“ (Goldmann TB) auf Deutsch – bei uns veröffentlicht wurden.

Der Roman erlebte bei uns diverse Auflagen. Neben der Publikation als Hardcover bei Moden und bei Area (zusammen mit „Das Omen“ und „Rosemaries Baby“), folgten Taschenbuchveröffentlichungen bei Ullstein und Bastei-Lübbe. Nun also legt der Festa Verlag den Klassiker in einer gewohnt mustergültigen Ausstattung in seiner Must Read Reihe neu auf. Weiterlesen

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Raymond A. Villareal: Die Chronik vom Aufstand der Vampire

Es beginnt in einem kleinen Kaff an der Grenze zwischen Arizona und Mexiko. Die Leiche einer jungen Frau, deren Körper auffällig wenig Blut aufweist, verschwindet aus der Pathologie. Als die Fachärztin vom Center for Disease Control am Tatort eintrifft, ist gerade eine zweite Leiche, offensichtlich auf ihren eigenen Beinchen, aus dem Untersuchungszimmer entflohen. Die Spur führt die Forscherin an den Grenzzaun, und nur zu bald in den Kongress. Hier darf sie, zusammen mit anderen Spezialisten, die von den Vorgängen wie sie auch kaum eine Ahnung haben, zu einer neuen Spezies, die vom NOBI Virus geschaffen wurden, aussagen – den Gloamings.

Etwa die Hälfte derer, die gewandelt werden übersteht die Prozedur und wird mit einer Lebensdauer von 200 bis 300 Jahren, immerwährender Gesundheit und der Fähigkeit, Menschen zu beeinflussen belohnt. In die Sonne aber sollten sie nicht mehr gehen, die fügt ihnen dauerhaften, letalen Schaden zu. Pop-Stars, ein Bischof, Senatoren, selbst der Präsident lassen sich wandeln, ob und wie sie fürderhin Blut zu sich nehmen müssen, kann mangels Mithilfe der Infizierten nicht untersucht werden. Und diese wissen sich zu organisieren – Gesetzesvorhaben zum Schutz ihrer Rechte als neue Rasse werden eingebracht und beschlossen, die Gloamings sind in. Weiterlesen

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Ben Aaronovitch: Der Oktobermann: Kurzroman

England, genauer gesagt London wird seit einigen Jahren von Magie heimgesucht. Gut, dass die Abteilung für ungewöhnliche Verbrechen, kurz Folly genannt und dessen Zauberlehrling Peter Grant immer aufmerksam Gewehr bei Fuß stehen, die Verbrecher und jagen und dingfest zu machen.

Doch auch auf dem Kontinent gibt es Magie, gibt es Verbrecher und mysteriöse Vorkommnisse. Das, was auf der Insel das Folly ist, das ist in Deutschland das KDA – die Abteilung für komplexe und diffuse Angelegenheiten des BKA. Und auch ein Pendant zu Peter Grant gibt es – einen Zauberlehrling, der die Laufarbeit und ein wenig mehr machen darf – gestatten, dass ich mich vorstelle, Tobi Winter der Name, Magielehrling, Polizist und einziger Außendienstermittler des KDA.

Mein neuester Fall führt mich an die Mosel – genauer gesagt, in das malerische Städtchen Trier. Hier laufen mir, neben einer bezaubernden und wissbegierigen Kollegin des örtlichen Morddezernats, mehrere Flussgöttinnen – auch eine recht junge – über den Weg, und Rätsel um mysteriöse Tode gibt’s leider auch. Magie, das stelle ich schnell fest, ist gewirkt worden, doch von wem und weshalb? Die Spur führt weit, weit in die Vergangenheit, was meinen Aufenthalt an der Mosel aber nicht etwas stressfreier oder ungefährlich macht. Weiterlesen

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Akram El-Bahay: Die Bibliothek der flüsternden Schatten 03: Bücherkrieg

Einst, vor eigentlich gar nicht allzu langer Zeit war er nur ein Dieb, der ein Wächter des Königs sein wollte. Sam schlich sich in die Leibgarde des Königs ein und wurde zur Bewachung Paramythias, der unterirdischen Bücherstadt, eingeteilt. Doch er wollte mehr, und sein Wunsch ging in Erfüllung. Tief unter der Erde kam er einem Geheimnis auf die Spur, das die Welt, wie er sie kannte verändern würde. In den Büchern, die in den Stollen, den Gängen und Höhlen lagern wurden, vor langer Zeit, mit dem Buch der geheimen Namen magische Wesen eingekerkert. Jetzt ist die Zeit, das der alte Konflikt zwischen Fabelwesen und Menschen wieder ausbricht, dass der schwarze und der weiße König und ihr Menschenpendant erneut zu den Waffen rufen und die Wüstenhexen ihre Ränke spinnen.

Während der schwarze König in Verkleidung eines Menschen die Stadt zu den Waffen ruft, und angeführt von Layl, der dunklen Sahira auf die Vernichtung der Menschen und Errichtung eines Schreckensregimes aus ist, versuchen Sam und Kani, die Sahira der Dämmerung, eben dies zu verhindern. Während der Flügelmann Nusar und Kani sich bereit machen, die Wüstenmetropole anzugreifen, schleicht sich Sam begleitet vom Pferdemenschen Shagyra ein um tief in Paramythia nach dem Buch der geheimen Namen zu suchen um die finsteren Pläne der Wüstenhexe zu verhindern. Weiterlesen

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Jeff Wheeler: Königsfall 02: Der Verräter

Einst, als Kind noch diente er seinem Souverän als wehrlose Geisel – die Rede ist von Herzog Owen Kiskaddon. Inzwischen ist er, der mit der Gabe der Quelle gesegnet ist, zum mächtigsten Vasallen König Severns aufgestiegen. Zwar ist ihm der despotische Monarch immer verhasster, allein seinen Eid will er nicht brechen. Sein Unwille zu rebellieren hat ihn bereits die Liebe seines Lebens gekostet, nun muss er hilflos mit ansehen, wie seine einstige Jugendfreundin vom König um ihr Erbe gebracht wird.

Er selbst erhält unterdessen einmal mehr den Auftrag einen Krieg anzuzetteln. Mit 24 Lenzen hat er schon mehr als genug Schlachten gesehen, um des Tötens mehr als überdrüssig zu sein. Dennoch zieht er gen Brythonien um der dort herrschenden Herzogin die Ehe anzutragen. Natürlich wird sie die Offerte brüsk abweisen und damit einen Grund für den Einmarsch der Truppen des Königs geben. Allein, seine ungebührlich vorgetragene Werbung hat überraschenderweise Erfolg. So etwas nennt man dann erfolgreich und raffiniert ausmanövriert worden zu sein.

Owens Achtung für die junge, ebenso hübsche wie intelligente Herzogin steigt. Doch warum nur kann er die Herzogin mit seinen Taten nie überraschen, warum scheint sie ihm immer ein, zwei Schritte voraus zu sein? Als sein König ihn des Verrats bezichtigt beginnt Owen ein waghalsiges Spiel mit dem Ziel den rechtmäßigen Monarchen auf den Thron zu bringen … Weiterlesen

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John Scalzi: Das Imperium der Ströme 02: Verrat

Das Imperiale Reich wird durch zweierlei zusammengehalten – zum Einen durch die oder den Imperatox, der den mächtigen Familien, die die Wirtschaft unter sich aufgeteilt haben Grenzen setzt und durch die Ströme, die die Planeten des Reichs miteinander verbinden. Lange wollte niemand den Wissenschaftlern glauben, als diese einen Zusammenbruch der Ströme prognostizierten. Jetzt ist der erste Strom kollabiert, der Planet abgeschnitten.

Dank eines Attentats ist Grayland unerwartet und unverhofft auf den Thron gehievt worden. Jetzt muss die junge Frau sehen, wie sie die Machtbalance mit den Handelshäusern hält, wie sie die Intrigen und Versuche sie auszuschalten vereitelt und so nebenbei die Menschen ihres Reichs vor der Auslöschung schützt. Klar ist, dass das Überleben der einzelnen Planeten ohne die Ströme und die damit verbundenen Waren- und Nahrungsmittelströme fast unmöglich sein wird. Doch, dass einige der mächtigen Handelshäuser ihr das Leben so schwierig wie nur irgend möglich machen, ja ihr nach dem Leben trachten und ihre Freunde angreifen, das macht die Herrscherin so richtig sauer. Und mit einer Imperatox, die pikiert ist ist wahrlich nicht gut Kirschen essen  …

John Scalzi gehört zu den beliebtesten und bekanntesten SF-Autoren unserer Zeit. Seine „Old Man“ Romane (dt. bei Heyne) erfreuen sich nach wie vor großen Zuspruchs, sein neuer Zyklus um das Imperium der Ströme startete in „Kollaps“ furios. Nun, im zweiten Teil der letztgenannten Saga, geht es zunächst etwas geruhsamer voran. Gut das erste Drittel des Buches passiert – nicht viel ist fast übertrieben. Scalzi nutzt den Raum um uns erneut in seine Welt einzuführen, uns die Handelnden weiter bzw. erneut vorzustellen und die Grundlagen für die eigentliche Fortführung des Plots zu legen. Das zieht sich naturgemäß etwas, zumal die Intrigen dem altbekannten Muster folgen und hier nichts wirklich Überraschendes auf den Rezipienten wartet. Im zweiten Teil des Buches wird es dann besser – viel besser! Weiterlesen

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Melissa Caruso: Feuerfalken-Saga 01: Flammenflug

Wir kennen sie alle – unsere muskelbepackten Helden, die sich mit geschliffenem Stahl in archaischen Kulturen aufmachen, das Böse zu bekämpfen. So manches Mal wird das verhüttete Eisen auch durch einen Zauberspruch ersetzt, ansonsten ähneln sich die Grundanlagen erfolgreicher High Fantasy Epen verblüffend. Um so erfreulicher, wenn ein Verlag andere Wege geht, und ganz gezielt nach Büchern Ausschau hält, die dem gängigen Muster nicht so ganz entsprechen. Bastei-Lübbe hat in den letzten Monaten zwar sein Print-Programm massiv heruntergefahren, dabei aber durchaus interessante, weil ungewöhnliche Titel vorgelegt.

Mit dem ersten Band einer Trilogie (wie kann es auch anders sein) stellt uns die Autorin einen Stadtstaat, Raverra genannt vor, der unschwer als eine Abwandlung Venedigs erkennbar ist. Nicht umsonst regiert ein Doge das Reich, ein Rat der Neun bestimmt über die Geschickte, Gesetze und letztlich das Wohl der Menschen in der Stadt wie in den annektierten Ländern. Amalia stammt aus einem noblen Geschlecht. Ihr Mutter ist die unoffizielle Anführerin des Rats der Neun, Führerin des Geheimdienstes und machtbesessene Lenkerin der großen Spiels der Beeinflussung mit allen Mitteln. Dass ihre Tochter so gar nicht nach ihr kommt, dass diese sich lieber mit allen Büchern beschäftigt, trübt ihr Verhältnis ein wenig.

Eines Nachts kommt Amalia von einem natürlich illegalen und von der Mutter verbotenem Buchkauf zurück, als sie auf ein Gossenmädchen trifft, das von finsteren Schurken überfallen wird. Als sie eingreift, eskaliert die Lage – kurz darauf entfacht die Unbekannte ihre magische Kraft – ein Feuer, das Stein und Bein in Flammen aufgehen lässt und die ganze Stadt niederbrennen könnte. Nur mittels eines magischen Bundes kann die Bedrohung noch aufgehalten werden – ein Bund den nur der Tod lösen kann und der die beiden so ungleichen Frauen aneinander kettet. Weiterlesen

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Jennifer Estep: Elemental Assassin 12: Spinnenfunke

Die Fehde zwischen den Monroes und den Biancos schwelt schon lange – sehr, sehr lange. Mab Monroe, hat nicht nur die Verwandten von Gin gnadenlos mit Hilfe ihres Feuerelementars ermordet, sie hat über Jahrzehnte auch das organisierte Verbrechen in Ashland beherrscht.

Erst als Gin Bianco, vielleicht besser bekannt als die legendäre Auftragskillerin die Spinne, sie ermordete, kehrte wieder ein wenig Ruhe ein. Jetzt ist Mabs Tochter zurück und macht sich auf, das Erbe ihrer Mutter anzutreten. Um die Herrschaft über die Verbrechersyndikate und die korrupten Polizisten an sich zu reißen, verfolgt sie einen perfiden Plan. Zunächst schaltet sie alle Freunde Gins aus, dann soll Gin selbst endlich und endgültig von der Oberfläche verschwinden. Um zu überleben und ihre Freunde zu retten bleibt Gin nur ein Mittel übrig – sie muss sterben, auch wenn dies heißt, dass ihr geliebtes Restaurant zerstört wird und sie selbst in den Flammen verbrennen wird .

Das Dutzend ist voll. Zwölf Urban Fantasy-Romane um die Attentäterin Gin Bianco und ihre Entourage liegen mittlerweile vor, in den USA sind bereits siebzehn Titel erschienen und zwei weitere Bücher in Vorbereitung. Die Frage bei solch lang laufender Reihen ist immer, ob sich der mehr oder minder gleich verlaufende Plot nicht irgendwann einmal totläuft, ob nicht, ob der ständig sich wiederholenden Handlungsschemata, Langeweile einkehrt. Weiterlesen

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Allen Eskens: In Gestalt eines Anderen

Alexander Rupert gehörte zu den angesehensten Detectives der Polizei von Minneapolis. Seine Karriere startete durch, als er, undercover wie in Uniform, den Dealern das Handwerk legte. Dann wurde ausgerechnet in seiner Abteilung beschlagnahmtes Drogengeld entwendet. Er ist unschuldig, die schwarzen Schafe sitzen hinter Gittern, doch so lang die Bundesuntersuchung läuft, will keiner mehr etwas mit ihm zu tun haben. Er wird zur Betrugseinheit abgeschoben, fristet dort ein einsames Dasein – bis eines Tages ein geldgieriger Anwalt bei ihm aufkreuzt.

Ein Paar hat während der Fahr nicht voneinander lassen können, krachte in der Lusteuphorie auf die Gegenfahrbahn und tötete einen entgegenkommenden Porschefahrer. Der Anwalt forschte nach Verwandten um die Unfallverursacher zu verklagen und stieß auf ein Opfer, das unmöglich derjenigen sein konnte, der im Fahrzeug saß.

Während seine Ehe langsam aber sicher den Abfluss herunterrauscht, macht Alexander sich daran, das Mysterium um den Toten, den niemand wirklich kennt, zu entschlüsseln. Die Spur führt ihn, zunächst unterstützt von seinem Bruder nach New York. Hier, im Big Apple nimmt er die Spur des Getöteten auf und stößt auf eine Festplatte, auf der mehr als brisante Informationen gespeichert sind. Dumm nur, dass er nicht der Einzige ist, der hinter dem Laufwerk her ist – und sein Konkurrent geht buchstäblich über Leichen … Weiterlesen

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S.L. Huang: Nullsummenspiel

Cas Russel lebt in L.A. Man kennt sie – in gewissen Kreisen. Sie besorgt Dinge und befreit Menschen, nicht ganz legal, dafür teuer und zuverlässig. Nur die Behörden kennen sie nicht – dafür hat einer ihrer Geschäftspartner gesorgt. Keine Sozialversicherungsnummer, keine Steuernummer – nirgendwo taucht ihr Name auf.

Freunde oder soziale Kontakte hat sie keine. Eine merkwürdige Beziehung aber hegt sie zu einem Killer, vor dem selbst die abgebrühtesten Attentäter, Terroristen und Geheimdienstler Angst haben – Rio, ein Mann ohne jegliche Moral, ohne Empfinden oder Mitgefühl. Ein Mann, der sich auf ganz eigene, besondere Art in den Dienst Gottes, so wie er diesen begreift, gestellt hat, und gnadenlos Jagd auf die macht, die er als schuldig im Sinne der Bibel verdammt.

Cas selbst hat eine besondere Gabe – ihre Affinität für Mathematik lässt sie in Sekundenbruchteilen Handlungen und deren Folgen berechnen – so dass sie zu einer perfekten Kampf- und Killmaschine wird. Cas´ neuester Fall bringt sie in Konflikt mit einem kolumbianischen Drogenkartell. Sie soll ein von diesen gefangen gehaltenes Mädchen befreien – eigentlich kein Problem, neunzehn Leichen später, hat sie ihr Ziel fast erreicht, als sie auf Rio stößt, der sich undercover bei den Kolumbianern eingeschlichen hat. Weiterlesen

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