Stefano Mancuso & Alessandra Viola: Die Intelligenz der Pflanzen

pflanzPflanzen liefern uns außer Sauerstoff wertvolle Rohstoffe in Form von Nahrung, Arzneimittel, Energiereserve und Produktionsmaterial. Doch wie funktionieren Pflanzen, wie ist ihre Beschaffenheit?
Der Neurobiologe Stefano Mancuso legt zusammen mit seiner Co-Autorin Alessandra Viola in leicht verständlicher Form dar, wie der Begriff Intelligenz bei Pflanzen definiert werden kann.

Jeder von uns weiß, dass Pflanzen zum Licht wachsen oder sich in Richtung einer Kletterhilfe recken. Dass Pflanzen aber auch sehen, hören, schmecken, riechen und fühlen können und darüber hinaus noch über fünfzehn weitere Sinne verfügen, ist doch erstaunlich.
Die Autoren erläutern, in welcher Weise die verschiedenen Pflanzen ihre vegetative Intelligenz einsetzen.
So lesen wir unter anderem davon, dass Pflanzen über ihren Duft kommunizieren können. Sie vermitteln beispielsweise durch Methyljasmonat, das sie unter Stress produzieren, wenn sie leiden.
Über ihre Wurzeln können Pflanzen winzige Mineralstoffmengen aufspüren.
Pflanzen können ihre Nachbarn über drohende Gefahren informieren indem sie chemische Moleküle produzieren, die die Blätter für den Aggressor ungenießbar machen.
Pflanzen messen sehr genau den Feuchtigkeitsgehalt im Boden und können entfernte Wasserquellen ausmachen.
Pflanzen besitzen einen Sinn für Schwerkraft und elektromagnetische Felder, durch die ihr Wachstum beeinflusst wird.
Wenn Pflanzen Schadstoffe registrieren, versuchen sie diesen zu entkommen, indem sie in die entgegengesetzte Richtung weiter wachsen.
Anhand dieser und vielen weiteren erläuterten Beispielen vermitteln die Autoren sehr leicht verständlich formuliert und dargestellt faszinierende Einblicke und Zugänge zur Pflanzenwelt.

Stefano Mancuso & Alessandra Viola: Die Intelligenz der Pflanzen.
Antje Kunstmann, Februar 2015.
172 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Annegret Glock.

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