Shelly King: Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

shellyWer einen leichten Unterhaltungsroman für lange Zugfahrten oder – in ein paar Monaten – einen Tag am Strand sucht, der ist mit Shelly Kings Debut „Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich“ gut bedient. Wer von Büchern etwas Tiefgang verlangt, der sollte die Finger von diesem Titel lassen.

Maggie, aus deren Ich-Perspektive dieser Roman geschrieben ist, verliert ihren Job in der IT-Branche. Sie heuert in einem heruntergekommenen, aber gemütlichen Antiquariat an. In einer alten Ausgabe von „Lady Chatterly“ von D.H. Lawrence entdeckt sie handschriftliche Notizen, die auf eine große Liebesgeschichte hindeuten. Was mag es damit auf sich haben? Maggie verliebt sich natürlich auch selbst. Hat ihre Liebe ein Happy End? Und schafft sie es, in ihren geliebten IT-Beruf zurückzukehren? Oder will sie das vielleicht bald gar nicht mehr?

Fragen über Fragen, die das Buch zwar kurzweilig und leidlich spannend machen – aber insgesamt bleibt der gesamte Handlungsablauf etwas an den Haaren herbeigezogen und konstruiert. So richtig logisch und nachvollziehbar ist das nicht immer.
Fans von Liebesromanen mit Tendenz zum leicht Rührseligen werden trotzdem ihren Spaß an diesem Werk haben – zumal es eine Lanze für das gute alte Buch bricht. Und das immerhin ist doch rundum sympathisch.

Die Amerikanerin Shelly King arbeitet selbst im Silicon Valley bei einer Softwarefirma.

Shelly King: Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich.
Kindler, März 2015.
336 Seiten, broschiert, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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