Sara Pennypacker: Mein Freund Pax

Es herrscht Krieg und Peters Vater muss als Soldat an die Front. Peter soll deswegen zu seinem Großvater in ein weit entferntes Dörfchen ziehen. Doch zu dem alten Mann kann er seinen besten Freund Pax nicht mitnehmen. Pax ist nicht etwa ein Schulkamerad, sondern ein zahmer Fuchs, den Peter vor Jahren vor dem sicheren Tod gerettet hat. Sein Vater zwingt ihn schließlich, Pax vor seinem Umzug in einem Waldstück auszusetzen. Auch in der neuen Umgebung kann Peter den Fuchs nicht vergessen. Er beschließt, auszureißen und die weite Strecke zu Fuß zurückzulegen, um wieder mit Pax vereint zu sein.

Sara Pennypacker hat bereits mit „Der Sommer der Eulenfalter“ ein einfühlsames Jugendbuch geschrieben, das sich ebenfalls einem ungewöhnlichen Thema zuwandte. Diesmal steht die Freundschaft zwischen einem Jungen und seinem Fuchs im Mittelpunkt. Die Geschichte wird abwechselnd von Peter und Pax erzählt – immer gut auseinanderzuhalten durch ein kleines Bild zu Beginn jedes Kapitels. Pennypacker gelingt es besonders in den Kapiteln rund um Pax, seine tierischen Eigenheiten in menschliche Worte zu packen. Man kann den kleinen struppigen Kerl lebhaft vor Augen sehen und seine Welt gut verstehen. Dabei gelingt es der Autorin gleichzeitig, eine Zielgruppe von Kindern ab 11 Jahren zu erreichen. Ihre Worte sind einfach, aber nicht ohne Wirkung. Ganz im Gegenteil: Die Geschichte ist rührend!

Über den Verlauf, den die Geschichte schließlich nimmt, lässt sich streiten. Aber die Grundstimmung stimmt und die Autorin bleibt sich über die Seiten treu. „Mein Freund Pax“ ist eine Geschichte über Freundschaft, Loyalität, Mut und Ehrgeiz. Alle diese Themen werden in den Kapiteln überzeugend transportiert und man kann vor allem zu dem Fuchs eine tolle Beziehung aufbauen.

Daumen hoch für diesen tollen Roman!

Sara Pennypacker: Mein Freund Pax.
Fischer Sauerländer, März 2017.
304 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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