Rick Poldark: Insel der Urzeit

Irgendwo im südchinesischen Meer existiert eine Insel – unentdeckt und scheinbar jenseits von Raum und Zeit. Als ein Passagierflugzeug über der Insel abstürzt, soll ein Team aus den Paläontologen Tracy und Peter, Biologen, Botanikern und einem Großwildjäger die Insel erkunden. Beschützt werden sie von einem bewaffneten Team. Alle lassen sich aus unterschiedlichen Gründen auf das Abenteuer ein, sei es wissenschaftliche Neugier oder die gute Bezahlung. Dass sie eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben müssen und auch Freunden und Familie nicht sagen dürfen, welchen Auftrag sie angenommen haben, macht den Abschied -teilweise für immer – schwer.

Ihr Auftrag ist es vordergründig, den Flugschreiber des abgestürzten Flugzeuges zu finden und zu bergen. Auf der Insel entdecken sie dann Nachfahren von Dinosauriern, einen Stamm Eingeborener und Relikte einer untergegangenen Echsenkultur, deren Magie noch eine Rolle spielen wird. Außerdem befinden sich bereits Mark und auch Mike Deluca auf der Insel. Mike gehört zu einem Bergungsteam, das bereits seit unbestimmter Zeit auf der Insel gestrandet ist, Mark hat den Flugzeugabsturz überlebt.

Die ungebändigte Natur, Eingeborene und Zombies, angeführt von Mike (jaja, richtig gelesen) setzen der Truppe zu und Versuche, Funksprüche abzusetzen und Rettung anzufordern, scheitern an elektromagnetischen Strömungen.

Wer die Serie „Lost“ liebt – siehe das Motiv der Parallelwelt – und „Die verlorene Welt“, ist mit Poldarks Popkorn-Buch sehr gut unterhalten (also unter anderem ich!). Bezüge zu anderen Insel-, Dinosaurier- und Zombie-Geschichten stellt der Autor augenzwinkernd vorsichtshalber selbst her; nicht dass jemand glaubt, er hätte es nicht gewusst! Der Autor arbeitet zeitweise mit Rückblenden („Ungefähr drei Wochen zuvor …“), was nicht ganz elegant gelingt. Es gibt auch eine Liebes(-Dreiecks-)Geschichte zwischen Mary, Tracy und Peter, jedoch sind hier die Dialoge und das Storytelling nicht so gelungen.

Dafür gibt es nach vielen Abenteuern einen tollen Showdown, nicht alle schaffen es von der Insel, und in guter „Jurassic Park“-Tradition wird am Ende die Möglichkeit einer Fortsetzung angekündigt.

Rick Poldark ist Mitglied der Horror Writers Association und schreibt neben Horror-Romanen auch SF, übersetzt ist das Buch von Reimund Gerstäcker.

Rick Poldark: Insel der Urzeit.
Luzifer Verlag, Februar 2021.
328 Seiten, Taschenbuch, 13,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Corinna Griesbach.

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