Richard Phillips: Rho Agenda 01: Das zweite Schiff

rhoAls 1947 ein Raumschiff in New Mexico gesichtet und Roswell wenig später von einem nie enden wollenden Strom an Touristen durchzogen wird, nutzen die Wissenschaftler den Trubel für sich aus. Denn niemand bemerkt, dass nur wenige Kilometer entfernt tatsächlich ein Raumschiff auf der Erde gelandet ist. Aber es wird viele Jahre brauchen, um dem Schiff zumindest eine Kleinigkeit zu entlocken, obwohl im Verborgenen zahlreiche Wissenschaftler daran arbeiten. Viele Jahrzehnte später decken drei Jugendliche jedoch ihren Irrtum auf: Damals ist ein weiteres Schiff auf der Erde gelandet, völlig unentdeckt von den Medien und Wissenschaftlern. Die drei Kids erforschen das Schiff und stoßen auf immer neue Geheimnisse.

Was ist denn da bei der Bewerbung des Buches schiefgelaufen? Aufgemacht ist „Das zweite Schiff“ wie ein Science Fiction Roman für Erwachsene. Kaum losgelesen, bekommt man allerdings einen ziemlich schlecht gemachten Jugendroman mit ein paar Raumschiffen. Wer hätte gedacht, dass Pickel, Matheunterricht und Geschichtsklausuren mal so einen großen Stellenwert in Romanen über außerirdische Zivilisationen haben würden? „Das zweite Schiff“ ist einfach nur schlecht und würde nicht einmal im Jugendroman-Genre zu bestehen wissen. Denn die Geschichte ist platt und simpel erzählt, ohne jegliche Finessen oder Spannung. Man pendelt ab und an zwischen den Dramen einer High School und des elterlichen Hausarrests sowie den Wissenschaftlern, die auch nicht so superinteressante Tests abliefern. Ja, es gibt ein paar unvorhergesehene Tote, aber das war’s auch schon wieder.

Finger weg! Weder ein guter Jugend- noch Science Fiction-Roman!

Richard Phillips: Rho Agenda 01: Das zweite Schiff.
Piper, Juni 2014.
432 Seiten, Taschenbuch, 12,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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