Richard Ford: Zwischen ihnen

Der große amerikanische Erzähler Richard Ford („Unabhängigkeitstag“, „Die Lage des Landes“) hat ein schmales Bändchen vorgelegt, in dem er sich an seine Eltern Parker und Edna erinnert. Und weil er die beiden als eigenständige Persönlichkeiten sieht, widmet er beiden jeweils ein eigenes Kapitel, wobei er den Teil über den Vater 30 Jahre später geschrieben hat als den über die Mutter.

Parker Ford war von den 30er- bis 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts Handlungsreisender für Wäschestärke in den Südstaaten der USA. Zusammen mit seiner jungen Frau führte er anfangs ein Nomadenleben. Das änderte sich, als 1944 der kleine Richard geboren wurde …

„Zwischen ihnen“ – so heißt das wieder von Frank Heibert übersetzte Büchlein – ist literarisch nicht so hochstehend wie die Romane Fords. Etwas zu oft muss der Autor gestehen, dass er dieses und jenes aus dem Leben seiner Eltern schlicht nicht weiß. Andererseits vermittelt der Text einen atmosphärisch dichten Eindruck vom Alltag in den Südstaaten von vor rund 70 Jahren.

Richard Ford: Zwischen ihnen.
Hanser, August 2017.
144 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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