Regina Riest: Stiller Bach

Bei einem Klassenausflug entdecken zwei Schulkinder eine männliche Leiche. Sie liegt kopfüber im Stillen Bach in Weingarten. Ertrunken sein kann der Mann dort kaum, dafür ist der Bach viel zu niedrig. Und dann wird in der Lunge des Toten auch noch Salzwasser gefunden. Der ermittelnde Kommissar Maibach und sein Team stehen vor einem Rätsel.

Über Monate hatte eine Jury dutzende von Bewerbungen für den Bodensee-Oberachwaben-Krimiwettbewerb der Schwäbischen Zeitung, Ravensbuch und Emons gesichtet. Voraussetzung für die Autoren: Der Krimi musste in der Region Oberschwaben-Bodensee und in der Gegenwart spielen.  Im Finale setzte sich Regina Riest mit „Stiller Bach“ gegen 39 Mitbewerber durch.

Mich vermochte der Krimi jedoch nicht vollends zu überzeugen. Zwar sind die Charaktere durchweg sympathisch, sie bleiben insgesamt aber recht flach. Dies mag der Tatsache geschuldet sein, dass dies ein relativ kurzes Buch mit dem Fokus auf den Ermittlungen ist. Aber da liegt leider auch mein zweiter Kritikpunkt: Die Schilderung der Ermittlungen ist detailgenau und realistisch. Und aus diesem Grund finde ich es sehr unglaubwürdig, dass die Gruppe so lange nicht auf den Hintergrund der Tat kommt. Das ist schade, denn aus dem durchaus ernsten Thema hätte man sonst mehr machen können, als es dann am Ende auf ein paar Seiten abzuhandeln.

Mein Fazit daher: Eine nette Unterhaltungslektüre, die sich flüssig liest, aber Krimis gibt es spannendere.

Regina Riest: Stiller Bach.
Emons Verlag, September 2018.
304 Seiten, Taschenbuch, 11,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Nadine Roggow.

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