Peter Schneider: Die Lieben meiner Mutter

mutJahrzehntelang haben die Briefe der Mutter vom Lübecker Autor Peter Schneider ungelesen im Schrank gelegen. Die Mutter starb mit nur 41 Jahren, brachte im Krieg in Bayern vier Kinder durch, während der Ehemann, ein Dirigent, in Hannover in der Oper arbeitete. Geliebt hat die Mutter immer andere: Andreas, einen bedeutenden deutschen Opernregisseur, später Max, Gerhard und Horst. Sie wurde depressiv und starb an Erschöpfung und gebrochenen Herzen.
Peter Schneider hat die Briefe seiner Mutter aus dem Sütterlin transkribieren lassen, rekonstruiert damit seine Kindheit, zu der auch der sieben Jahre ältere Freund Willi gehört, und erzählt damit eine Nachkriegsgeschichte. Das Schicksal der Mutter ist bewegend, wie das von vielen Frauen, die heute über 90 Jahre alt sind.

Peter Schneider: Die Lieben meiner Mutter.
Kiwi, Mai 2013.
304 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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