Pearl S. Buck: Die Welt voller Wunder (1973)

buckDiesen bisher unveröffentlichten Roman der Literaturnobelpreisträgerin von 1938, Pearl S. Buck, umweht eine Legende. Und wie immer in solchen Fällen weiß man nicht recht, ob sie stimmt oder eher eine verkaufsfördernde PR-Strategie ist. Das Manuskript soll 2012 in einer verlassenen Lagerhalle entdeckt worden sein, bevor es an Bucks Adoptivsohn Edgar Walsh ging, der es überarbeitete und schließlich herausbrachte. Pearl S. Buck muss den Text kurz vor ihrem Krebstod 1973 verfasst haben.

Es geht um den hochbegabten Rann Colfax, der irgendwann beschließt, sein Wissen nicht auf Universitäten zu erwerben, sondern durch Bücher, Reisen und die Menschen, die er dabei trifft.

Aus heutiger Sicht wirkt dieser Roman ein wenig altbacken, altklug und seltsam distanziert. Die Figuren erwachen nicht recht zum Leben. Rann fliegen Geld, Erfolg und die Begegnungen mit interessanten Menschen etwas zu glatt nur so zu. Auf echte Schwierigkeiten trifft er kaum. Das wirkt auf Dauer weder lebensnah, noch interessant. Die Figuren gehen überaus gestelzt miteinander um. Gänzlich missraten erscheint vor allem das Ende.

Pearl S. Buck: Die Welt voller Wunder.
dtv, November 2015.
368 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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