Paula Hawkins: Into the Water, gelesen von Britta Steffenhagen u.a.

Beckford hat eine seltene Attraktion: Den Drowning Pool. Angefangen bei Hexenproben sind hier immer wieder Frauen ertrunken – mehr oder weniger freiwillig. Julia hatte die Stadt schon längst hinter sich gelassen, wollte alles vergessen, als sie erst einen Anruf auf der Mailbox erhält („Ruf mich zurück. Es ist dringend.“) und dann die Nachricht, dass ihre Schwester Nel ebenfalls zu den Opfern des Drowning Pool gehört. Aber Nel kann doch nicht gesprungen sein? Sie lässt doch eine Tochter zurück und außerdem hat sie ihr halbes Leben den Ertrunkenen Frauen gewidmet. Wollte ein Buch darüber schreiben und hat sich dabei nicht eben beliebt gemacht.

Das Hörbuch wird von drei Vollprofis gelesen, deswegen ist es durchaus angenehm, zuzuhören. Die Geschichte an sich ist auch nicht wirklich schlecht, nur für meinen Geschmack deutlich zu lang. Und die Auflösung kommt irgendwie so aus dem Zusammenhang gerissen daher. Eigentlich geht es doch um Nels Tod und darum, ob sie mit ihrem Buch etwas angerichtet hat, dunkle Erinnerungen wachgerufen hat und sich jemand rächen wollte. Dann nimmt die Geschichte aber plötzlich eine ganz andere Wendung und rattert plötzlich um drei Ecken. Dem konnte oder wollte ich nicht so recht folgen, auch wegen der Langatmigkeit der ganzen Geschichte. Ich fand „Girl on the train“ schon nicht überraschend, sondern gestrickt und so ging es mir auch mit dieser Geschichte hier.

Für’s Auto war das ok, weil es auch sehr gut gelesen ist, überzeugend finde ich die Autorin nicht. Ich habe wegen der begeisterten Besprechungen noch mal zu dem Hörbuch gegriffen, aber es wird wohl das letzte der Autorin gewesen sein.

Paula Hawkins: Into the Water, gelesen von Britta Steffenhagen, Simon Jäger, Marie Bierstedt.
Random House Audio, Mai 2017.
2 mp3-CDs, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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