Patrick Flanery: Ich bin niemand

Sehr viel innerer Monolog, wenig Handlung – auf diesen kurzen Nenner lässt sich der Roman „Ich bin niemand“ des 1974 geborenen US-amerikanischen Autors Patrick Flanery bringen.

Ein Geschichts-Professor, der an der New York University lehrt und das zuvor zehn Jahre lang in Oxford getan hat, erhält plötzlich seltsame Pakete, die ihm zeigen, dass sein Leben komplett überwacht wird. Doch warum geschieht das? Er ist doch – in Anlehnung an den Titel – „ein Niemand“. Hängt es möglicherweise mit einer Affäre zusammen, die er mal mit einer ägyptischen Studentin hatte?

Der Roman, der in Zeiten von NSA-Überwachung und Terrorismus-Angst sehr aktuelle Themen aufgreift, kommt wegen einer gewissen Langatmigkeit ein wenig schwerfällig daher. Kürzungen täten hier not. Auch bleiben die handelnden Personen seltsam unscharf. Das gilt sogar für den Professor selbst, in dessen Kopf man sich immerhin 400 Seiten lang befindet.

Patrick Flanery: Ich bin niemand.
Karl Blessing Verlag, März 2017.
400 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.