Padgett Powell: Schrottplatz der gebrochenen Herzen

schrHarry Rowohlt persönlich hat eine Geschichtensammlung des amerikanischen Autors Padgett Powell übersetzt, die im Original bereits 1996 erschienen ist. „Schrottplatz der gebrochenen Herzen“ heißt das Werk.

Die ersten drei Geschichten sind unglaublich stark: enorm witzig, von einer Sprachgewalt, die schier atemlos macht, und getragen von einer Haltung, die viel Sympathie für die Loser der Gesellschaft in Amerikas Südstaaten zeigt, beziehungsweise für diejenigen, die die ausgetretenen Pfade verlassen möchten: eine gut situierte Frau, die Sex mit einem Jüngling sucht, einen Psychopathen, der Angst davor hat, mit seinem Wohnwagen im Erdboden zu versinken, und einige mehr.

Leider beschränkt sich dieser positive Eindruck nur auf das erste Drittel dieser Sammlung. Ab Seite 105 wird’s immer kruder, absurder und unverständlicher, sodass man gelegentlich geneigt ist, die Lektüre aufzugeben.

Padgett Powell, geboren 1952, ist in Deutschland Anfang 2012 durch seinen „Roman in Fragen“, ebenfalls übersetzt von Harry Rowohlt, bekannt geworden.

Padgett Powell: Schrottplatz der gebrochenen Herzen.
Berlin-Verlag, November 2013.
304 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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