Niklas Natt och Dag: 1793

Stockholm, 1793: Die stark verstümmelten Überreste eines Menschen treiben in der Kloake der Stadt. Der Jurist Cecil Winge muss sich mit dem Fall auseinandersetzen und gerät immer wieder mit dem ermittelnden Jean Michael Cardell aneinander. Doch nur wenn die beiden zusammenarbeiten, wird es ihnen gelingen, diesen komplexen Fall zu lösen. Was ist dem Mann, dessen Überreste sie gefunden haben, wirklich passiert? Die Antwort führt die beiden auf einen gefährlichen Pfad.

„1793“ ist genial. Man kann es nicht anders sagen. Der Roman ist genial und nochmals genial. Ich habe seit langem nicht mehr ein solch guten historischen Kriminalroman wie diesen gelesen. Er ist sehr abwechslungsreich und zeigt dabei ein authentisch wirkendes Bild der Zeit. Im 18. Jahrhundert war nichts einfach und man musste täglich ums Überleben kämpfen, wenn man bestimmten Gesellschaftsschichten angehörte. Cecil hat eine schwere Lungenkrankheit und jeder Tag wird für ihn beschwerlicher. Jean Michael Cardell kämpft unterdessen mit einem Holzbein und seinen Traumatisierungen als Veteran. Diese beiden bilden ein ungleiches Ermittlerteam und bewirken viel Abwechslung. Dazu kommt ein spannender Fall, der wirklich schwierig zu lösen ist und mit einigen Grausamkeiten aufwartet.

Der Roman vergeht auf knapp 500 Seiten wie im Flug und nach Beendigung des letzten Satzes kann man es kaum erwarten, eine mögliche Fortsetzung in den Händen zu halten. Und eine solche soll es wohl geben. Hoffentlich dauert es nicht zu lange, denn dieser Roman macht Lust auf ganz viel mehr!

Niklas Natt och Dag: 1793.
Piper, März 2019.
496 Seiten, Taschenbuch, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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