Nate Southard: Down

nateBei einem Rückflug von einem Gig in Austin, Texas nach New York stürzt die Privatmaschine der Frequency Brothers, einer der angesagtesten Newcomer-Bands im Niemandsland ab. Die Piloten sterben in ihrem Cockpit, die meisten der Band und eine Reporterin überleben den Absturz. Das ist es dann aber auch schon mit den guten Nachrichten. Die Schlechte lautet, dass die Überlebenden nicht alleine sind. Etwas lauert im Wald, ein merkwürdiges riesiges Wesen mit einer Vorratssenke, die es in sich hat – und in der sie ihren so unverhofft aus dem Himmel gefallenen Nachschub einlagern will ..

In seiner zweiten deutschsprachigen Veröffentlichung (sein Erstling „Red Sky“ erschien ebenfalls bei Festa) zieht der Autor das Tempo nochmals an. In dem wohltuend kurzen Roman wird keine Zeile verschwendet. Mit Gespür für das Makabere an der Situation setzt er eine überzeichnete Gruppe Rock-Musiker einer Extrem-Situation aus. Ausgehend von den bekannten Stereotypen der Musikszene berichtet er uns dann von den Vorkommnissen im tiefen Wald. Geschickt zeichnet er dabei seine Figuren, die im Verlauf der Handlung immer plastischer zu Tage treten. Mit der sich zunächst nur undeutlich abzeichnenden Bedrohung nutzt er ein bekanntes Horror-Motiv um in der Extremsituation die sich durch die Jagd ergibt seine Figuren schlaglichtartig und grell zu beleuchten.
Atmosphärisch sehr dicht unterhält und schockt der Autor durch nicht vorhersehbare Wendungen, nutzt die Kürze des Textes dazu, seinen Plot kompakt und rasant anzubieten und nimmt uns mit auf einen etwas anderen Survival-Trip.

Nate Southard: Down.
Festa, Juli 2013.
256 Seiten, Taschenbuch, 12,80 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Carsten Kuhr.

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