Melanie Gideon: Die Eheprobe

melWer erinnert sich noch an die amerikanischen Klassiker der Hausfrauenliteratur, Erma Bombecks „Wenn meine Welt voll Kirschen wär …“ und „Nur der Pudding hört mein Seufzen“ ? Geschichten rund um Hausfrauen- und Karriereplanung in einem turbulenten Haushalt, Leid und Freud im Alltag der amerikanischen Familie.
In Melanie Gideons „Die Eheprobe“ ist die Familie nicht erwachsen geworden, die Probleme und deren Lösungen nicht geistreicher.
Auch wenn die NYT schreibt: „Was für ein wundervolles Buch“, ein Kommentar, mit dem der Verlag wirbt und den ich hier nicht vorenthalten will, der Roman ist langweilig.Alice Buckle, eine Hausfrau, die Ikea-Hackfleischbällchen für ihre eigenen ausgibt, die mit ihrem Mann nur noch selten Sex hat, deren Kinder pubertieren, lebt nun, anders als Bombecks Heldin, im 21. Jahrhundert und hat Zugang zum Internet. WOW! Und was passiert? Die Romanhandlung wird in die Länge gezogen durch Facebook-Einträge, Mails und Google-Suchen.
Insbesondere Alice Buckles Kontakt zu Forscher 101, den sie als Ehefrau 22 kontaktiert, um an einer Internetstudie zum Thema „Ehe im 21. Jahrhundert“ teilzunehmen, füllt den Roman mit Geplauder.
Trotz 512 Seiten kann ich wenig mehr berichten … wird sicher ein Bestseller 😉

Melanie Gideon: Die Eheprobe.
btb, August 2013.
512 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Corinna Griesbach.

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