Maxim Wahl: Das Savoy: Aufbruch einer Familie

England, 1932: Das Savoy ist bereits jetzt ein angesehenes Hotel, das von vielen bekannten und reichen Persönlichkeiten geschätzt wird. Geführt wird es von Violets Großvater Larry. Doch als dieser einen Schlaganfall erleidet, setzt er ausgerechnet die junge Violet an seine Stelle und verärgert somit seine eigenen Kinder, die sich Chancen ausgerechnet hatten. Doch in dem Hotel ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Larry vermutet, dass er selbst vergiftet werden sollte, eine Leiche liegt im Hinterhof und auch sonst haben die Belegschaft und die Gäste so allerhand Geheimnisse.

Hinter dem Pseudonym Maxim Wahl steht ein bekannter deutscher Schriftsteller, der bereits viele Veröffentlichungen vorzuweisen hat. Das merkt man dem Roman auch an. Wahl blickt immer zur richten Zeit an den richtigen Ort und erzählt die Geschehnisse mit der nötigen Spannung. Dabei verliert er seine vorrangige Protagonistin Violet nicht aus den Augen. Sie will beim BBC ganz groß rauskommen, hat sich in den Hotelmechaniker verliebt, bekommt aber auch von ihrem Chef eindeutige Angebote gemacht. Ihren Großvater liebt sie über alles und im Hotel ist sie groß geworden und mit diesem tief verbunden. Für Larry ist es deshalb nur mehr als klar, dass Violet den Vorsitz übernehmen wird. Sie wird mit Herz und Verstand für das Savoy entscheiden und ihm eine große Zukunft bescheren. Die 1930er Jahre sind von einem Umbruch gekennzeichnet, der zwar vor allem in Deutschland stattfand, aber definitiv auch große Veränderungen in Großbritannien mit sich brachte. Einen Hauch davon bekommt man in „Aufbruch einer Familie“ zu spüren.

Der Roman ist nette Unterhaltung für Zwischendurch und macht durchaus Lust auf mehr. Zwei Folgebände sind geplant, mit „Schicksal einer Familie“ soll der zweite Titel der Trilogie im Februar 2020 erscheinen. Für den dritten Band gibt es bisher noch kein Erscheinungsdatum und Titel.

Maxim Wahl: Das Savoy: Aufbruch einer Familie.
Aufbau Verlag, August 2019.
416 Seiten, Taschenbuch, 12,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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